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ESF Aktuell

Eine Bewertung der Reaktion des ESF auf die Krise

14/05/2012

Krisenfeuerwehr
© Istockphoto | ollo

Die Europäische Kommission hat einen Bericht unabhängiger Sachverständiger mit dem Titel „Evaluierung der Reaktion des ESF auf die Wirtschafts- und Finanzkrise“ veröffentlicht.

Ein neuer, von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebener Bericht bewertet die Unterstützung des ESF für die Mitgliedstaaten bei der Bewältigung der Krise.Aus dem Bericht geht hervor, dass der ESF im Rahmen seiner operationellen Programme – begünstigt durch deren 2009 umgesetzte Vereinfachung – situationsgerecht reagiert hat.

Engagement durch Planung

Obschon unter den schwierigen Bedingungen ein Umschwenken auf reaktive kurzfristige Maßnahmen zu erwarten gewesen wäre, wurden die Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik während der Krise erhöht.Dem Bericht zufolge könnte dies durchaus ein Verdienst des ESF sein, der aktive Maßnahmen fördert und einen Beitrag zur Anpassung an langfristige Strukturveränderungen der Arbeitsmärkte leistet.Der Bericht formuliert eine Reihe von an den ESF gerichteten Empfehlungen, darunter die Weiterentwicklung der Fähigkeit, bei Bedarf schnell reagieren zu können, das Beenden von krisenbezogenen Maßnahmen, wenn durch sie aktive Maßnahmen zur Bekämpfung langfristiger struktureller Arbeitslosigkeit verhindert zu werden drohen, sowie eine stärkere Ausrichtung des ESF auf strukturelle Maßnahmen und gefährdete Bevölkerungsgruppen.

Blick in die Zukunft

Der Bericht empfiehlt zudem, dass der ESF sich mit Bewältigung der Krise verstärkt für strukturelle Verbesserungen zur Förderung von Beschäftigungsfähigkeit und sozialer Eingliederung einsetzen sollte.Er sollte ferner die Vorwegnahme des Wandels im Einklang mit der Europäischen Beschäftigungsstrategie stärker in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten rücken, zum Beispiel durch verbesserte Konzepte des lebenslangen Lernens und durch aktive arbeitsmarktpolitische Maßnahmen.Des Weiteren wird eine bessere Abschätzung des künftigen Qualifikationsbedarfs empfohlen sowie die Berücksichtigung neuer innovativer Arbeitsformen, die in zukünftigen Krisensituationen unterstützt werden könnten.