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ESF Aktuell

Ein Plan-B für junge Menschen

25/03/2013

Positives Schüler-Lehrer-Gespräch
© Istockphoto/ Lisa F. Young

In Wien können junge Auszubildende Beratungen und Unterstützung in Anspruch nehmen, um ihre Ausbildung zu wechseln, damit sie diese nicht abbrechen müssen

In Österreich traten im Jahr 2011 rund 16 000 junge Auszubildende nicht zu ihrer Abschlussprüfung an – das ist beinahe ein Fünftel aller Auszubildenden. Noch besorgniserregender ist die Tatsache, dass weitere 22 000 ihre Ausbildung bereits vor der Abschlussprüfung abbrachen. Es gibt zahlreiche Gründe dafür, darunter beispielsweise ein unzureichendes Berufsinformationsangebot oder einfach die Wahl des falschen Berufs. Aus diesem Grund setzt das Projekt „back-up“ in Wien ESF-Mittel ein, um in dieser Situation Abhilfe zu schaffen. Berater arbeiten eng mit den jungen Menschen und den Ausbildungsbetrieben zusammen, um Probleme frühzeitig zu erkennen. Die jeweilige Situation wird analysiert und ein gemeinsames Vorgehen wird vereinbart und umgesetzt; teilweise bedeutet dies den Wechsel der Ausbildungsstelle. Die Einbeziehung der Eltern und Berufsschullehrer wird angeboten. Diese Dienstleistung kann von den jungen Auszubildenden jedoch auch anonym in Anspruch genommen werden. Neben der Beratung können sie sich online Hilfe suchen und dabei beispielsweise das interaktive Tool „Lehrlings Selfcheck“ nutzen. Das Ziel des „back-up“-Programms ist es, die Anzahl junger Menschen zu verringern, die ihre Ausbildung abbrechen, und dafür zu sorgen, dass sie die Qualifikationen erhalten, die sie für ihre angestrebten Berufe brauchen.