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ESF Aktuell

Chancen für junge Menschen schaffen

12/03/2013

Junge Frauen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz
© European Union

Zur Umsetzung der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen hat die Kommission Vorschläge für eine Regelung unterbreitet. Für die im Februar vom Europäischen Rat angeregte neue Initiative wurden Mittel in Höhe von 6 Mrd. EUR für den Zeitraum 2014-2020 bereitgestellt.

Die Beschäftigungsinitiative soll gezielt junge Menschen, die sich weder in einer Ausbildung befinden noch einen Arbeitsplatz haben, dabei unterstützen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. In EU-Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 25 % im Jahr 2012 werden zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt.

Die für die Initiative bereitgestellten Mittel sollen deshalb in den Ausbau und die Beschleunigung der im Jugendbeschäftigungspaket vom Dezember 2012 beschriebenen Maßnahmen fließen. Sie werden den Mitgliedstaaten insbesondere zur Finanzierung solcher Maßnahmen zur Verfügung gestellt, mit denen sie in den förderungsberechtigten Regionen die Empfehlung zur Einführung einer Jugendgarantie durchführen wollen, auf die sich der EU-Ministerrat für Beschäftigung und Soziales am 28. Februar 2013 geeinigt hat. Im Rahmen der Jugendgarantie sollen die Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass jungen Menschen im Alter bis zu 25 Jahren innerhalb von vier Monaten nach Verlassen der Schule oder nach Verlust des Arbeitsplatzes eine qualitativ hochwertige Arbeitsstelle, die Möglichkeit einer weiterführenden Ausbildung, ein Ausbildungsplatz oder eine Praktikantenstelle angeboten wird.

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen ist als Ergänzung anderer Projekte gedacht, die auf nationaler Ebene durchgeführt werden; dazu gehören auch solche, die vom ESF gefördert werden und der Einführung und Durchführung der Jugendgarantie-Systeme dienen, beispielsweise der Reform der einschlägigen Einrichtungen und Dienste.

3 Mrd. EUR der hierfür vorgesehenen Mittel werden aus einer eigens für die Beschäftigung junger Menschen geschaffenen Haushaltslinie stammen und durch mindestens 3 Mrd. EUR aus dem Europäischen Sozialfonds ergänzt. Da derzeit viele Staaten mit Haushaltsproblemen zu kämpfen haben, werden sie nur den ESF-Beitrag mit eigenen Mitteln aufstockenmüssen.