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Europäischer Sozialfonds 2014-2020

Der ESF ist einer von fünf europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF), die ab 2014 unter einem gemeinsamen strategischen Rahmen zusammengefasst werden und einander ergänzende Ziele verfolgen sollen. Diese Fonds stellen die wichtigste Quelle für Investitionen auf EU-Ebene dar, um die Mitgliedstaaten bei der Wiederherstellung und Stärkung des Wachstums zu unterstützen und einen arbeitsplatzintensiven Aufschwung sicherzustellen. Im Einklang mit den Zielen von „Europa 2020“ soll so eine nachhaltige Entwicklung angestrebt werden.

Welche wichtigen Änderungen ergeben sich für den ESF?

Ab 2014 wird die Rolle des ESF gestärkt:

  • Eine kritische Masse für Investitionen in Humankapital ist durch einen garantierten Mindestanteil des ESF an den Kohäsionsmitteln der einzelnen Mitgliedstaaten sichergestellt; dies bedeutet, dass – zusammen mit der Bereitstellung von 3 Mrd. EUR Sondermitteln für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen – in den nächsten sieben Jahren mehr als 80 Mrd. EUR in die Menschen in Europa investiert werden.
  • Durch die Bereitstellung von mindestens 20 % der Fondsmittel für soziale Eingliederung erhalten Menschen mit besonderen Schwierigkeiten und Mitglieder benachteiligter Gruppen mehr Unterstützung, damit sie die gleichen Chancen für eine Integration in die Gesellschaft haben.
  • Die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und Chancengleichheit für alle ohne Diskriminierung wird in alle Maßnahmen eingebunden und zudem durch besondere Initiativen unterstützt.
  • Der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit wird größeres Gewicht verliehen. Mit der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen werden in Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 25 % Jugendliche unterstützt, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren. Die Bemühungen der Mitgliedstaaten, ihre Pläne zur praktischen Umsetzung der Jugendgarantie zu verwirklichen, werden mit mindestens 6,4 Mrd. EUR gefördert.
  • ergebnisorientierte Bündelung der Fördermittel: der ESF wird seine Interventionen auf eine begrenzte Auswahl von Prioritäten konzentrieren, um sicherzustellen, dass für die Bewältigung der wichtigsten Herausforderungen der Mitgliedstaaten eine hinlänglich große kritische Masse an Fördermitteln, die etwas bewirken, zur Verfügung stehen.
  • Ein grösseres Gewicht wird auf soziale Innovationen gelegt, d. h. auf die Erprobung und Ausweitung innovativer Ansätze zur Lösung sozialer, beschäftigungs- und bildungspolitischer Aufgaben.
  • Während des gesamten Programmplanungszeitraums erfolgt die Umsetzung des ESF auf einzelstaatlicher, regionaler und lokaler Ebene in enger Zusammenarbeit zwischen Behörden, Sozialpartnern und Einrichtungen der Zivilgesellschaft.
  • Der Europäische Sozialfonds setzt sich an vorderster Front für innovative Verwaltungsregeln zur vereinfachten Durchführung von Projekten ein. Die Kommission unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Vereinfachung der Umsetzung des ESF, um die Orientierung an Ergebnissen zu stärken und den ESF für die Begünstigten einfacher und planungssicherer zu machen.

Zielsetzung des ESF im Zeitraum 2014-2020

Menschen in Arbeit bringen: der ESF unterstützt EU-weit Organisationen bei der Einrichtung von Projekten mit dem Ziel, Menschen zu qualifizieren und ihnen bei der Arbeitssuche zu helfen; zudem sollen Initiativen gefördert werden, die Unternehmensgründungen finanzieren und Unternehmen bei der Bewältigung von Umstrukturierungen bzw. der Suche nach qualifizierten Arbeitnehmern unterstützen. Jungen Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern zählt zu den obersten Prioritäten des ESF in allen EU-Ländern.
Soziale Eingliederung: Eine Erwerbstätigkeit trägt besonders wirkungsvoll zur Unabhängigkeit und finanziellen Sicherheit bei und verleiht den Menschen ein Gefühl der Zugehörigkeit. Der ESF finanziert weiterhin Tausende von Projekten, um Menschen in Notlagen oder Mitgliedern benachteiligter Gruppen zu helfen, sich für einen Arbeitsplatz zu qualifizieren und so die gleichen Chancen wie alle anderen zu erhalten.
Bessere Bildung: EU-weit finanziert der ESF Initiativen, die der Verbesserung der allgemeinen und beruflichen Bildung dienen und sicherstellen sollen, dass junge Menschen ihre Ausbildung abschließen und Kompetenzen erwerben, mit denen sie auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren können. Im Vordergrund steht dabei die Verringerung der Schulabbrecherquote, zusammen mit der Verbesserung der Angebote im Berufsbildungs- und Hochschulbereich.
Leistungsfähigere öffentliche Verwaltung: Der ESF unterstützt die Anstrengungen der Mitgliedstaaten zur Verbesserung der Qualität der öffentlichen Verwaltung und der Governance und damit Strukturreformen in diesen Bereichen, indem er die erforderliche Leistungsfähigkeit der Verwaltungsbehörden stärkt.