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Integrative Konzepte

Einige Gruppen in unserer Gesellschaft sind bei der Arbeitssuche sowie am Arbeitsplatz Diskriminierungen ausgesetzt. Dazu zählen unter anderem Frauen, ältere Arbeitnehmer, Minderheiten und Zuwanderer. Um diesen und anderen Gruppen zu helfen, fördern ESF-Projekte Maßnahmen zur aktiven Eingliederung, bei denen die Teilnehmer Schritt für Schritt auf ihrem Weg zur Beschäftigung begleitet werden.

Während die meisten Arbeitsuchenden lediglich Hilfestellung beim Erwerb von Qualifikationen oder der Vermittlung von Praktika benötigen, könnte für benachteiligte Menschen eine intensivere Unterstützung notwendig sein. Dazu zählen „integrierte Wege zur Beschäftigung“, worunter die individuelle, persönliche Begleitung auf dem Weg in eine Beschäftigung bzw. die Verbesserung des Wohlbefindens der Betroffenen zu verstehen ist. An die Beratung zu individuellen Bedürfnissen und Erwartungen kann sich Hilfe beim Erwerb angemessener Kenntnisse anschließen, um Teilnehmer dann durch den Prozess der Arbeitsuche und Bewerbung zu geleiten, mit anschließender Nachbetreuung, häufig in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber. Ein besserer Zugang zu Gesundheits- und Sozialdienstleistungen sowie Unterstützung bei der Kinderbetreuung können Bestandteil dieses Prozesses sein. Viele der ESF-Projekte führen solche Maßnahmen der „aktiven Eingliederung“ durch.

  • Bei einer Vielzahl von ESF-Projekten steht der Kampf gegen die Diskriminierung von Menschen auf der Suche nach Arbeit und am Arbeitsplatz im Mittelpunkt. Zu den Aktivitäten zählen Konzepte zur Rückkehr und Wiedereingliederung in das Erwerbsleben für von Diskriminierung betroffene Gruppen, zum Beispiel in Projekten, in denen zusammen mit Arbeitgebern Berufsmöglichkeiten für Frauen mit Kleinkindern ermittelt werden.
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  • Andere Projekte wiederum bemühen sich um die Schaffung einer Kultur der Vielfalt am Arbeitsplatz zur Bekämpfung der Diskriminierung und zur Sensibilisierung. Dazu gehören zum Beispiel Besichtigungen und Workshops, bei denen Vertreter von Polizei und Feuerwehr junge Zuwanderer auf der Suche nach Arbeit zu einer Laufbahn im öffentlichen Dienst ermutigen.

ESF-Projekte helfen den unterschiedlichsten Menschen, die Schwierigkeiten gegenüberstehen und Diskriminierungen ausgesetzt sind. Ob es sich um Mütter handelt, die nach der Babypause wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen, deren Kinderbetreuungspflichten jedoch von den Arbeitgebern ungern gesehen werden, um hochqualifizierte ältere Arbeitnehmer, die bei der Beförderung zugunsten jüngerer Kollegen übergangen werden, um Zuwanderer, die durch (potenzielle) Arbeitgeber oder Kollegen diskriminiert werden, um Menschen mit chronischen Krankheiten oder um Haftentlassene – all dies sind Beispiele für Personengruppen, die auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert werden, sei es auf der Suche nach Arbeit, am Arbeitsplatz oder beim beruflichen Vorankommen.