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Der Europäische Sozialfonds in Österreich

Österreich nutzt die ESF-Mittel hauptsächlich für Maßnahmen auf den Gebieten Bildung, Ausbildung und soziale Inklusion, um die Erwerbsbeteiligung zu erhöhen. Bessere Kompetenzen und Chancengleichheit sollen dazu beitragen, eine größere und bessere Arbeitnehmerschaft für die Zukunft zu schaffen.

Ebenso wie in ganz Europa stützt der ESF auch in Österreich den Arbeitsmarkt, hilft Menschen dabei, passende Arbeitsplätze zu erhalten und stellt einen höheren Lebensstandard und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger der EU sicher. Dies wird durch Investitionen in das Personalvermögen Europas erreicht – Arbeitnehmer, junge Menschen, benachteiligte Gruppen und alle Menschen, die einen Arbeitsplatz suchen. Derzeit gibt es zehntausende ESF-Projekte in den Groß- und Kleinstädten, ländlichen Gemeinden und Nachbarschaften Europas. Sie öffnen Türen für bessere Kompetenzen, Arbeit, Qualifikationen und eine integrativere Gesellschaft für alle Europäer.

Die Bildung steht im Mittelpunkt

Österreich setzt ESF-Mittel dafür ein, um älteren Menschen Arbeit zu vermitteln, die Chancengleichheit zu steigern und Frauen dabei zu helfen, Beschäftigung zu finden, sowie zur Verbesserung der Kompetenzen und Qualifikationen von gefährdeten jungen Menschen, insbesondere von jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Eine wichtige Priorität ist dabei die Bildung, und es wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Kompetenzen von Geringqualifizierten durch Angebote für lebenslanges Lernen eingeleitet. Verschiedene Projekte tragen zur Senkung der Schulabbrecherquote bei und dienen der Beratung von jungen Menschen beim wichtigen Übergang von der Schule zu ihrem ersten Arbeitsplatz. Bis 2020 sollen fast 150 000 junge und gering qualifizierte Menschen durch den ESF unterstützt werden, was einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Gesamtbeschäftigungsquote Österreichs darstellen wird.

Erweiterung der Teilhabe

Der ESF trägt außerdem zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung und der Armut in Österreich bei. Menschen aus marginalisierten Gruppen, wie etwa Minderheiten oder Menschen mit Behinderung, werden durch eine Reihe von Maßnahmen bei einer besseren Eingliederung in die Gesellschaft und das Berufsleben unterstützt. Diese Maßnahmen sollen die Zahl der Menschen, die von Armut bedroht sind, bis 2020 um über 230 000 senken.

Darüber hinaus arbeitet der ESF mit Unternehmen zusammen, um die Arbeitsmethoden so zu ändern, dass Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung oder mit gesundheitlichen Problemen geschaffen werden, wodurch sie am normalen Arbeitsleben teilnehmen und ein unabhängiges Leben führen können. Eine weitere Zielgruppe sind ältere Arbeitnehmer und Frauen: 4900 Unternehmen werden dahin gehend beraten, wie sie die Lebensarbeitszeit ihrer Arbeitnehmer verlängern und ihnen dabei helfen können, einen Ausgleich zwischen ihren beruflichen und familiären Verpflichtungen zu finden.