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Europäisches Öko-Label
Sag mir, wo das Blümchen ist..
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© Gålå Hotel |
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Seit dem 1. Mai 2003 haben Unternehmen, die in Europa Touristenunterkünfte verkaufen, die Möglichkeit, das Öko-Label der EU zu beantragen, um ihren Kunden ihre Leistungen in Sachen Umwelt zu demonstrieren. Bei der Suche nach umweltfreundlicheren Produkten verlassen sich die europäischen Verbraucher schon seit langem auf das „Gänseblümchen“. Nun hat die Kommission erstmals ökologische Kriterien für den Dienstleistungssektor festgelegt.
Laut EU-Umweltkommissarin Margot Wallström „sollte ein blühender Tourismussektor Hand in Hand gehen mit einer gesunden Umwelt und Achtung vor der Natur. Das Öko-Label bietet den Anbietern von Touristenunterkünften eine einmalige Marketingchance, da sie ihren Kunden zeigen können, wie wichtig ihnen die Umweltqualität ist. Für Tourismusunternehmen ist es unter kommerziellen Gesichtspunkten sinnvoll, das Öko-Label zu beantragen, und für Verbraucher ist es im Hinblick auf die Umwelt sinnvoll, bei der Buchung ihres Urlaubs nach der Blume Ausschau zu halten.“  Auf die Wünsche der Verbraucher eingehenDer Trend zu umweltfreundlichen Tourismusdienstleistungen hat sich in den letzten Jahren unaufhaltsam verstärkt, die Verbraucher werden auf ihrer Suche nach ökologisch vertretbareren Ferien immer anspruchsvoller. Die Tourismusindustrie betrachtet die Befriedigung dieser Nachfrage als Schlüssel zum Erfolg. Aus einer kürzlich durchgeführten Erhebung (1) geht hervor, dass 42 % der Touristen sich lieber für eine umweltfreundliche Unterkunft entscheiden, während 46 % Wert darauf legen, dass ihr Ferienort sich aktiv für Umweltschutz einsetzt, und fast 60 % fühlen sich abgestoßen von Straßenmüll, Verschmutzung und ähnlichen Problemen. In einer anderen Erhebung (2) erklärte fast die Hälfte der Befragten, die Umweltleistung sei ein ausschlaggebendes Kriterium bei der Wahl ihres Ferienortes. Nun können sich Verbraucher auf der Suche nach einem umweltfreundlichen Hotel, Bed & Breakfast oder sogar einer ökologisch einwandfreien Berghütte getrost nach der EU-Blume richten.
 Öko-Label-KriterienJedes Tourismusunternehmen – von der großen Hotelkette bis zum kleinen Bauernhof – kann das europäische Öko-Label beantragen. Aber zuerst muss es den strengen Mindestnormen im Hinblick auf die Umweltleistung entsprechen. Diese umfassen den Gebrauch erneuerbarer Energiequellen, eine Verringerung des gesamten Energie- und Wasserverbrauchs, Maßnahmen zur Müllreduzierung, die Festlegung einer Umweltpolitik und die Bereitstellung von Nichtraucherbereichen.
Wer die Blume haben will, muss sich ein bisschen mehr anstrengen als die anderen, aber es ist die Mühe wert. Das Label hilft den Unternehmen, ihre ökologischen und ökonomischen Schwächen zu erkennen und daran zu arbeiten. Durch die Senkung ihres Energie- und Wasserverbrauchs können sie Kosten einsparen und gleichzeitig die Umwelt schützen.
 Zwei „geblümte“ HotelsDie erste Blume wurde einem Hotel auf der Insel Rhodos zuerkannt, dem Sunwing Resort Kallithea, das zur Gruppe MyTravel Northern Europe gehört. „Das Öko-Label wird dem Unternehmen helfen, in all seinen Hotels in verschiedenen Ländern die gleichen Umweltmaßnahmen zu entwickeln und das Vertrauen seiner multinationalen europäischen Kundschaft in diese Maßnahmen zu verstärken“, sagt Themis Kriara, Umweltkoordinator bei Sunwing.
Schon bald wurde ein zweites Gänseblümchen an Gålå Høgsfjellshotell og Hytter AS vergeben. Der Ski-Ort in Norwegen erhielt das EU-Label für seine Hotels und Chalets. „Wir haben bereits die ISO-14001-Zertifizierung, EMAS und das Nordische Schwan-Label und waren daran interessiert, auch das Öko-Label der EU zu bekommen“, erklärt Manager Gunther Motzke. „Unsere Anlage wird in erster Linie von Ausländern besucht, und die meisten wissen nicht so recht, was unsere derzeitigen Label bedeuten. Da die EU demnächst etliche neue Länder umfassen wird, ist es sehr wichtig für uns, der gesamten Reiseindustrie und ihren Kunden in der erweiterten EU unser Umweltengagement bewusst zu machen. Im Rahmen dieser Strategie war es nur logisch, die Blume zu beantragen.“
(1)Analyse deutscher Reisender 2002 (2)Analyse österreichischer Reisender 2002

Weitere Informationen
Für Dienstleistungen in Bezug auf Touristenunterkünfte wurde eine spezielle Websiteeingerichtet Die Datenbank über Produkte und Unternehmen mit Öko-Label
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