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Wie wird die Verordnung umgesetzt?

Durchführung der EU-Holzhandelsverordnung (EUTR)

Die EUTR ist in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlich. Bleibt die Frage, wie und von wem sie umgesetzt wird. Mehr dazu im folgenden Abschnitt sowie im Leitfaden pdf(170 KB) .

Der Gesetzgeber in Ihrem Land erlässt wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionen, um die Einhaltung sicherzustellen.

Zu beachten ist, dass die EUTR nicht rückwirkend gilt. Folglich bezieht sie sich nur auf Holz und Holzerzeugnisse, die am 3. März 2013 und danach in Verkehr gebracht werden.

Weitere Auskünfte zu den Sanktionen in Ihrem Land erhalten Sie von Ihrer zuständigen Behörde.

Die Anwendung der Verordnung in Ihrem Land wird von einer zuständigen Behörde koordiniert.

Die zuständigen Behörden überprüfen die Marktteilnehmer und die Überwachungsorganisationen.

Ihre zuständige Behörde finden Sie hier.

Überwachungsorganisationen in der gesamten EU entwickeln Sorgfaltspflichtregelungen, die Sie als Marktteilnehmer einsetzen können, um die Einhaltung der EUTR sicherzustellen. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, Ihr eigenes System zu entwickeln.

Wie kann Ihr Unternehmen die Verordnung umsetzen? Mehr zur „Sorgfaltspflicht“

Wie sollte sich Ihr Unternehmen auf die Einhaltung der EUTR vorbereiten? Sobald Sie wissen, ob Sie Marktteilnehmer oder Händler sind, ergreifen Sie zielgerichtete Maßnahmen. 

Als Händler müssen Sie lediglich Aufzeichnungen über das Unternehmen aufbewahren, von dem Sie Holzerzeugnisse erwerben. Gleiches gilt für die Unternehmen, an die Sie Holzerzeugnisse verkaufen.

Sofern Sie Marktteilnehmer sind, tragen Sie mehr Verantwortung. In diesem Fall unterliegen Sie einer Sorgfaltspflicht, um sicherzustellen, dass das Holz Ihrer Erzeugnisse auf legalem Wege geschlagen wurde.

Ihre Sorgfaltspflichtregelung muss dabei die folgenden Komponenten enthalten:

Zugang zu Informationen: Sie müssen Zugang zu den folgenden Informationen über Ihr Holz besitzen:

  • Beschreibung (einschließlich Handelsbezeichnung, Produktart sowie des gängigen Namens/des vollständigen wissenschaftlichen Namens der Art);
  • Land des Holzeinschlags (und gegebenenfalls die Region, in der das Holz geschlagen wurde, sowie die Konzession für den Holzeinschlag, d. h. jegliche Vereinbarung, die das Recht verleiht, in einem bestimmten Gebiet Holz zu schlagen);
  • Menge (ausgedrückt in Volumen, Gewicht oder Anzahl Produkteinheiten);
  • Name und Anschrift Ihres Lieferanten;
  • Name und Anschrift des Käufers/Händlers), der das Holz erwirbt;
  • Dokumente oder andere Nachweise dafür, dass dieses Holz und diese Holzerzeugnisse den geltenden Rechtsvorschriften entsprechen. Was als „Dokumente oder sonstige Nachweise“ zu betrachten ist, geht aus Abschnitt 4 des Leitfadens anhand einiger Beispiele hervor.

Risikobewertung: Sie haben das Risiko zu analysieren und zu bewerten, dass Ihr Holz aus illegalem Holzeinschlag stammt. Bei dieser Bewertung haben Sie das Holz anhand der folgenden Kriterien zu beurteilen:

  • Zusicherung der Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften, beispielsweise über eine Zertifizierung oder über sonstige von Dritten überprüfte Regelungen, die die Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften umfassen;
  • Häufigkeit von illegalem Holzeinschlag bei spezifischen Baumarten;
  • Häufigkeit von illegalem Holzeinschlag oder illegalen Praktiken beim Holzeinschlag in dem Land und/oder in der Region des Landes, in dem/der das Holz geschlagen wurde, einschließlich Berücksichtigung der Häufigkeit von bewaffneten Konflikten;
  • vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen oder vom Rat der Europäischen Union verhängte Sanktionen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Holz;
  • Komplexität der Lieferkette des Holzes und der Holzerzeugnisse.

Ausführliche Informationen befinden sich im Leitfadenpdf(170 KB) .

Risikominderungsverfahren: Wenn Sie der Auffassung sind, dass das Risiko, illegal geschlagenes Holz auf den Markt zu bringen, nicht unerheblich ist, müssen Sie Maßnahmen zur Risikominderung ergreifen. Diese können Folgendes umfassen:

  • Anforderung zusätzlicher Informationen von Ihren Lieferanten;
  • Anforderung zusätzlicher Dokumente von Ihren Lieferanten;
  • Überprüfung durch Dritte usw.