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IRENA verleiht erneuerbaren Energien eine internationale Stimme

28/07/2011

  • Deutschland
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Die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) wurde gegründet, um die weltweite Wende zu erneuerbaren Energien zu fördern, und markiert einen Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung.

Im Januar 2009 kamen 120 Regierungsdelegationen und 75 Unterzeichnerstaaten – Entwicklungs- und Industrienationen – zur Unterzeichnung des Gründungsvertrages für die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) in Bonn zusammen. Es handelt sich dabei um die erste internationale Organisation, die sich ausschließlich auf erneuerbare Energien konzentriert.

Ziel von IRENA ist die Förderung erneuerbarer Energien im Hinblick auf Klimaschutz, Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung. Die Agentur verleiht erneuerbaren Energien eine klare internationale Stimme und stellt somit eine Ergänzung zur Internationalen Energieagentur (IEA) und zur Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) dar.

Die Initiative der Bundesregierung zur Gründung dieser wegweisenden Einrichtung wurde von Spanien und Dänemark von Anfang an aktiv unterstützt. Der Gründungsprozess wurde vom Bundesumweltministerium und vom Bundesentwicklungsministerium mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes gemeinsam koordiniert.

„Mit der Gründung einer Internationalen Agentur für erneuerbare Energien wollen wir dazu beitragen, dass das große Potenzial an erneuerbaren Energien weltweit konsequent erschlossen wird“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Hauptaufgabe von IRENA wird es sein, die Verbreitung und den weltweiten Einsatz erneuerbarer Energien zu erleichtern. Hierzu wird sie Industrie- und Entwicklungsländer insbesondere beim Aufbau von Kompetenzen und bei der Schaffung von Rahmenbedingungen beraten und unterstützen.

Des Weiteren wird die Agentur die Entwicklung umfassender Lösungen für die Probleme im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien fördern und die Ausarbeitung von Richtlinien in diesem Bereich auf allen Ebenen unterstützen. Um sicherzustellen, dass die Maßnahmen von IRENA sowohl erfolgreich als auch nachhaltig sind, werden Akteure aus dem Energiesektor, von akademischen, zivilgesellschaftlichen und anderen Einrichtungen allesamt aktiv miteinbezogen.

Das Budget der Agentur wird über Pflichtbeiträge finanziert. Spezielle Aktivitäten werden ferner über freiwillige Beiträge bzw. freiwillige Beiträge zur Unterstützung bestimmter Projekte finanziert werden. In der Anfangsphase wird das Budget auf freiwilligen Beiträgen der Unterzeichnerstaaten basieren.

Nach der offiziellen Unterzeichnungszeremonie trat die Vorbereitungskommission zusammen, um die rasche Einrichtung der Organisation zu planen. Auf dieser Sitzung wurden Ausschüsse für die Wahl eines Interims-Generaldirektors und der Interims-Sitze eingesetzt, deren Vorsitz Litauen bzw. die Republik Korea innehaben wird.

Weitere Informationen

IRENA wächst rasch

Bis März 2009 hatten bereits 77 Nationen den Gründungsvertrag der Agentur unterzeichnet. Insgesamt vertritt IRENA bereits 2,5 Mrd. Menschen weltweit – mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung. 27 afrikanische, 27 europäische, 16 asiatische und 7 lateinamerikanische Länder gehören der Organisation bereits an. Die zwei bedeutendsten Ausnahmen, Großbritannien und die USA, nehmen voraussichtlich Beobachterrollen ein. Nach ihrer vollständigen Einrichtung wird die Agentur von einer Versammlung, einem Rat und einem Sekretariat überwacht.