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Finnen legen Klima- und Energiestrategie für 2020 fest

28/07/2011

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Die finnische Regierung hat eine Strategie mit dem Ziel der Verringerung des Treibhausgasausstoßes, Regulierung des Energieverbrauchs und Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien erarbeitet.

Die finnische Regierung gab im November 2008 bekannt, dass dem nationalen Parlament eine 'langfristig angelegte Klima- und Energiestrategie' in Form eines Berichts vorgelegt wurde, deren Inkrafttreten in den kommenden Monaten in Angriff genommen werden soll. Anlass für die Erarbeitung der Strategie war die Aufforderung der Europäischen Kommission an Finnland, auf nationaler Ebene den Ausstoß von Treibhausgasen und den Energieverbrauch bis 2020 zu verringern.

Die Strategie soll einerseits Energiesicherheit für CO2 -intensive Industrien gewährleisten, und zum anderen auch geeignete Maßnahmen festlegen, damit Finnland bis zum Jahr 2020 seine Ziele bei der Verringerung des Treibhausgasausstoßes tatsächlich umsetzen kann. Die Strategie betrifft dabei eine ganze Reihe von Bereichen:

  • Emissionen : Neue, vom finnischen Komitee für Energieeffizienz entwickelte Strategien werden dabei helfen, die von der Kommission vorgegebenen Ziele zur Senkung des Treibhausgasausstoßes um 21 % bis zum Jahr 2020 von Seiten der Energie produzierenden und industriellen Sektoren, auf die das Emissionshandelssystem für Treibhausgase in der Europäischen Union (European Union Emissions Trading Scheme – EU ETS) Anwendung findet, zu erreichen. Die finnische Regierung schätzt, dass ein Untätigbleiben in diesem Bereich einen Anstieg der Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 % mit sich bringen würde. Für den Transport-, Energie- und Landwirtschaftssektor ist eine Senkung von 16 % angesetzt worden.
  • Energieverbrauch und erneuerbare Energien : Die Strategie soll den Energieverbrauch auf heutigem Niveau halten. Für das Jahr 2020 sind vor allem ein Gesamtenergieverbrauch in Höhe von 310 TWh sowie ein Stromverbrauch in Höhe von 98 TWh anvisiert worden. Darüber hinaus soll mithilfe dieser Strategie der Anteil der erneuerbaren Energien auf 38 % erhöht werden, was Windkraft, Holzenergie, Müllverbrennung, Wärmepumpen und Biogas wichtigere Energiequellen werden lässt. Zur Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien werden bis 2010 Einspeisungsgebühren für Windkraft und Biogas eingeführt. Zudem sollen neue Besteuerungs- und Subventionierungsmaßnahmen erarbeitet werden, die Kraftstoffeffizient, Nutzung hybrider und elektrischer Fahrzeuge sowie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel fördern.

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