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Kupferindustrie fordert Rahmenbedingungen zum Schutz von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

28/07/2011

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Die europäische Kupferindustrie hat eine Reihe von Richtlinien vorgeschlagen, die ausgewogene Rahmenbedingungen gewährleisten sollen, um Innovationen zu fördern und Wettbewerbsfähigkeit zu schützen.

Laut dem vom European Copper Institute (ECI) im Juni 2010 veröffentlichten „Manifesto for a competitive European copper industry“ (Manifest für eine wettbewerbsfähige europäische Kupferindustrie) spielt Kupfer für umweltfreundliche Technologien und für Hersteller von ressourceneffizienten Produkten eine bedeutende Rolle. Das ECI fordert ein Gleichgewicht zwischen den EU-Richtlinien, deren Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz liegt, und den Richtlinien, die erforderlich sind, um weiterhin wettbewerbsfähige wirtschaftliche Bedingungen zu gewährleisten.

Das Metall kann äußerst positive Auswirkungen auf die Umwelt haben. Kupfer lässt sich zu 100 % wiederverwerten und weist Eigenschaften wie hohe Festigkeit und hohe elektrische und thermische Leitfähigkeit auf. Aus diesem Grund eignet sich das Material ideal für umweltfreundliche Technologien, beispielsweise im Bereich der Entwicklung nachhaltiger Bau- und Transportlösungen. Durch den Einsatz von Kupfer kann auch die Ressourceneffizienz verbessert werden – ein Schlüsselfaktor der Strategie „Europa 2020“ für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum. Dank Hochleistungs-Kupferlegierung war es beispielsweise möglich, Produkte des Alltags wie Mobiltelefone, Computer, Kameras und MP3-Player mit immer kleineren Abmessungen entwickeln zu können.

Kupfer lässt sich zudem unendlich oft recyceln, ohne dass es dabei zu Leistungseinbußen kommt. Es verfügt somit über außergewöhnliche Eigenschaften im Bezug auf Nachhaltigkeit. „40 % des Kupferbedarfs in Europa werden heute über die Wiederverwertung von Altprodukten und Resten aus nachgelagerten Bereichen der Wertschöpfungskette abgedeckt“, erklärt John Schonenberger, Chief Executive von ECI.

Das ECI legt fünf Leitsätze vor, die erforderlich sind, um ein Gleichgewicht zwischen den Zielen der EU-Richtlinien und der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten:

  • Sicherung der globalen Wettbewerbsfähigkeit Europas im Bereich der Energie- und Klimapolitik.
  • Gewährleistung eines gerechten Zugriffs auf die erforderlichen Rohstoffe für die Kupferproduktion.
  • Ausweitung des Einsatzes von Lebenszyklusanalysen für Folgenabschätzungen.
  • Förderung von Innovationen durch die Finanzierung von Forschung und Entwicklung sowie durch öffentliche Vergabeverfahren. Regelungen für öffentliche Vergabeverfahren und Umweltzeichen müssen Innovationen in nachgelagerten Anwendungen unterstützen, die Ressourcen- und Energieeffizienz bieten. Zudem muss die Kofinanzierung von Forschung für vorgelagerte Prozesse gefördert werden, um den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Wiederaufbreitungsrate von Schrott zu steigern.
  • Verknüpfung von Umweltvorschriften mit wichtigen Richtlinien wie beispielsweise REACH und IPPC. Die Industrie, die sich zu ihrer Verpflichtung bekennt, die bestehenden gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, ruft die Mitgliedstaaten auf, diese Rechtsvorschriften und nicht andere Bewertungsverfahren zu nutzen.

Europa weltweit im Kupferrecycling führend

Nach Angaben der International Copper Study Group wurden im Jahr 2008 weltweit 23,5 Millionen Tonnen Kupfer verarbeitet. Dabei ist Europa die einzige Region, in der der Einsatz von wiederverwertetem Kupfer angestiegen ist. 2008 wurden 43 % des Kupferbedarfs in Europa aus Recyclingmaterial abgedeckt – im Vergleich zu 41,3 % im Jahr 2007. Die Zahlen für die EU-Mitgliedsstaaten stiegen von 38 % im Jahr 2007 auf 40 % im Jahr 2008.

Weitere Informationen:

International Copper Study Group