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Das OECD Global Forum fordert eine breitere Perspektive für Öko-Innovationen

28/07/2011

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le Botschaft des OECD Global Forum on Eco-Innovation war die Forderung an Entscheidungsträger und Interessenvertreter, Öko-Innovation nicht nur als die bloße Entwicklung neuer Technologien wahrzunehmen.

Das Forum der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), das am 4. und 5. November 2009 in Paris stattfand, bot die Gelegenheit zur umfassenden Bewertung weltweiter Öko-Innovationsstrategien. Auf dem Forum kamen Vertreter aus den Bereichen Umwelt, Wissenschaft, Technik, Industrie und Innovation sowie Vertreter von Unternehmen aus den Bereichen Entwicklung und Bereitstellung umweltfreundlicher Technologien zusammen und diskutierten über die Herausforderungen gemeinsamer Umwelt- und Innovationsstrategien sowie über Fragen zur effizienteren Verbreitung und Umsetzung von Öko-Innovationen.

Laut Xavier Leflaive vom OECD Umweltdirektorat bestand Konsens über die Forderung, dass Entscheidungsträger die Umsetzung eines ganzheitlichen Ansatzes für Öko-Innovationen sicherstellen müssten. Zur Förderung der Entwicklung von Öko-Innovationen müssten im Rahmen der Strategien auch Aspekte wie Erfindung und Transfer bis zu Adaption und Verbreitung berücksichtigt werden.

Einigkeit bestand auch bei der Forderung nach einer breiteren Perspektive. Es sei wichtig, dass Öko-Innovation nicht nur als technologische Innovation wahrgenommen wird, sondern vielmehr als inkrementelle Innovation sowie systemischer, transformativer Wandel.

Die Innovationsquantität gehört dabei nicht zum Kernproblem. Anstatt lediglich die technologische Entwicklung anzukurbeln, sollten Öko-Innovationsstrategien die Entwicklung und Umsetzung von Technologien, Dienstleistungen oder systemischen Lösungen unterstützen, die zu greifbaren Resultaten bei der Bewältigung ökologischer Herausforderungen führen. Es müssen zudem weitere Vorteile und Zusatznutzen aufgezeigt werden, um die Bedeutung von Öko-Innovationsstrategien für die nachhaltige Entwicklung und die Bekämpfung von Armut in Entwicklungsländern zu verdeutlichen.

Um den Einfluss politischer Instrumente auf Öko-Innovationen steuern zu können, ist es wichtig, dass Regierungen die Gesamtauswirkungen der Öko-Innovationsstrategien koordinieren und festlegen. Die Signalwirkung von Entscheidungen im Hinblick auf eine umweltgerechte öffentliche Auftragsvergabe, Entwicklung und Forschung, steuerliche Anreize und Energieeffizienzstandards ist hier von hoher Relevanz.

Darüber hinaus könnte der Technologietransfer in Entwicklungsländer wesentlich verstärkt werden. Um dies zu erreichen, sollte vor allem auch die Entwicklung der eigenen Innovationsfähigkeit dieser Länder gefördert werden. Erst dann sind diese Länder in der Lage, bereits verfügbare Umwelttechnologien umzusetzen und eigene Öko-Innovationen zu entwickeln.

Weitere Informationen

  • OECD Global Forum on Environment on Eco-Innovation:
    http://www.oecd.org/environment/innovation/globalforum English