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FP7 intensiviert Unterstützung für nachhaltige Entwicklung

28/07/2011

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Aus einem Fortschrittsbericht über das von der EU durchgeführte Siebte Rahmenprogramm (FP7) für Forschung geht hervor, dass die nachhaltige Entwicklung gefördert wird und welchen Bereichen noch mehr Beachtung geschenkt werden muss.

Der Mitteilung der Kommission „On the Progress Made under the Seventh European Framework Programme for Research“ (18. Mai 2009; auf Englisch) ist zu entnehmen, in welchem Ausmaß die nachhaltige Entwicklung seit Beginn des FP7 im Jahr 2007 bereits unterstützt worden ist. Während der ersten beiden Jahre des Rahmenprogramms hat die EU ganze 4,4 Milliarden Euro in Forschung investiert, bei der nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt stand.

Insgesamt werden bei diesem Programm in den sieben Jahren zwischen 2007 und 2013 54 Milliarden Euro investiert werden. Von den 10 Milliarden Euro, die bereits angelegt worden sind, fallen 44 % in den Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Diese Gelder kamen besonders Projekten für Umwelt, Klimawandel, Energie, Nahrungsmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie zugute.

Im Rahmen des FP7 sorgen zwei ganz spezielle Maßnahmen für die notwendige Infrastruktur, mit der sich Forschung im Bereich der nachhaltigen Entwicklung fördern lässt: das kooperationsspezifische Programm, das gleichzeitig das umfangreichste spezifische FP7-Programm ist, und die Strategie für nachhaltige Entwicklung. Durch diese beiden Maßnahmen werden durch das FP7 zukunftsweisende, integrierte Ansätze für Nachhaltigkeit gefördert.

Das FP7 trägt in praktischen Aspekten dazu bei, dass den sieben wichtigsten Herausforderungen begegnet wird, die im Rahmen der Strategie für nachhaltige Entwicklung aufgeführt wurden: Klimawandel und saubere Energien; nachhaltige Verkehrssysteme; Nachhaltigkeit bei Verbrauch und Produktion; Rohstofferhaltung und -management; Gesundheitswesen; soziale Eingliederung, Demografie und Migration; weltweite Armut und nachhaltige Entwicklung.

Das kooperationsspezifische Programm ist in zehn Arbeitsbereiche unterteilt: In den drei ersten Schüben der 2007, 2008 und 2009 behandelten Arbeitsthemen widmete man sich in 59 % aller Fälle mindestens einem Nachhaltigkeitsziel.

Abgesehen von den wichtigsten Themen im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung – Umwelt einschließlich Klimawandel, Energie, Nahrungsmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie – wurde auch ein beträchtliches Maß an Forschung über Nachhaltigkeit im Allgemeinen durchgeführt.

Beim FP7-Programm wurden zudem themenübergreifende Kooperationsmaßnahmen organisiert. Multidisziplinäre Projekte wurden beispielsweise in folgenden Bereichen eingeleitet: Bioraffinerien, Wassertechnologien, Klimawandel und -konflikt sowie Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT).

Trotz der Maßnahmen, die bereits im Rahmen von FP7 ergriffen wurden, sind Experten der Meinung, dass das Profil der Forschung, die im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung durchgeführt wird, unbedingt gesteigert werden muss. Auf der Kommissionskonferenz „Nachhaltige Entwicklung – eine Herausforderung für die europäische Forschung“, die vom 26. bis 28. Mai 2009 stattfand, wurden ein Dutzend Empfehlungen abgegeben, die darauf abzielen, dass beim Messen der Auswirkungen der Forschung, die auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit durchgeführt wird, ein neuer Ansatz verfolgt werden sollte.

Bei einer der wichtigsten Empfehlungen geht es darum, dass es durch die derzeit verwendeten Statistiken nahezu unmöglich ist, den investierten Geldbetrag oder die Auswirkungen, die die bisher durchgeführte Forschung im Bereich der Nachhaltigkeit bewirkt hat, zu quantifizieren. Zudem warnten die Teilnehmer davor, bei der Forschung auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung einen „groß angelegten Plan“ umsetzen zu wollen. Durch diese Mahnung sollte verhindert werden, dass ein Großteil des Forschungshaushalts der EU für Projekte ausgegeben wird, durch die den Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung nicht wirkungsvoll begegnet werden kann.

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