• Druckfassung

Investition in Umweltinnovation zur Reduzierung des Klimawandels  

28/04/2009

  • Eu
373_de.html

Die europäische Woche für nachhaltige Energie 2009 steht im Zeichen des Innovationswettbewerbs zur Bekämpfung des Klimawandels durch die Unterstützung umweltinnovativer KMU im Rahmen des Öko-Innovationsprogramms.

Öko-Innovation bietet eine Lösung für die zu überwindenden Herausforderungen und ebnet den Weg in eine nachhaltigere Zukunft. Öko-Innovationen werden die Umweltbelastung unserer Wirtschaft drastisch verringern. Gleichzeitig werden sie die Ressourcen- und Energieeffizienz steigern und positive Änderungen des Verbraucherverhaltens fördern. Nicht zuletzt machen öko-innovative Verfahren aus einer Umweltherausforderung eine ökonomische Chance.

Öko-Innovation bildet den Kern des ETAP-Aktionsplans für Umwelttechnologien, der sich von Anfang für einen besseren Marktzugang für Öko-Innovation einsetzt. Durch das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation CIP (Competitiveness and Innovation Framework Programme) unterstützt ETAP den erstmaligen Einsatz und die weitere Marktdurchdringung einiger der besten öko-innovativen Produkte und Dienstleistungen in Europa und trägt zur Überwindung jener wichtigen Hemmschwellen bei, die ihren kommerziellen Erfolg noch behindern.

Die Öko-Innovationsinitiative des CIP legt selbst einen starken Schwerpunkt auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die 2008 gegründete Initiative beginnt mit der finanziellen Förderung von KMU, die versuchen, Öko-Innovation aus dem Forschungs- und Entwicklungsstadium zur Marktreife zu bringen. Die Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation EACI (Executive Agency for Competitiveness and Innovation) wurde mit der Betreuung der 195 Millionen € Fördermittel beauftragt, die für die Entwicklung von Öko-Unternehmen über Projektvorschläge für öko-innovative Pilot- und Markteinführungsprojekte bereitgestellt wurden.

Eine Konferenz zum Thema „Klimawandel: das Potenzial der Öko-Innovation für KMU“, die im Februar 2009 während der EUSEW in Brüssel stattfand, bot die Möglichkeit, sich über die auf die Ausschreibung von 2008 eingegangenen Öko-Innovationsprojekte und über zukünftige Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Ausschreibung von 2008 zur Einreichung von Projektvorschlägen konzentrierte sich auf vier Kernbereiche: Materialrecycling, Gebäude, Lebensmittel- und Getränkesektor sowie umweltverträgliche Unternehmensführung und ökologische Beschaffung. Von den 134 eingegangenen Bewerbungen wurden rund 40 Projekte genehmigt und von der Kommission mit einer Anfangsförderung von 28 Millionen € ausgestattet. Die ausgewählten Projekte, die zu drei Viertel von KMU eingereicht wurden, kommen aus 25 verschiedenen Ländern. Ein starker Schwerpunkt lag auf der Wiederverwertung.

Die Konferenz stellte eine Reihe erfolgreicher Projekte vor, die das breite Spektrum der Bereiche aufzeigen, in denen Öko-Innovation einen realen Unterschied machen kann. Hier einige Beispiele:

  • Das Fertilandia-Projekt mit einem patentierten organischen Düngemittel, das aus den Nebenprodukten von Gerberei-Kläranlagen hergestellt wird
  • Das Natstocer-Projekt mit der Entwicklung eines schlickerfreien Verfahrens zur Herstellung von Keramikfliesen
  • Das Ecometre-Projekt als Vorreiter für ein Metall-Wiederverwertungssystem zum Einsatz auf Baustellen
  • Das InsulTFH-Projekt zur Herstellung vorisolierter Holzwände
  • Die EU-weite Initiative „EU Certplast“ zur Steigerung des Vertrauens in Recycling-Kunststoff
  • Das internationale WINENVIRONMENT-Programm, das einen Prozess zur Abwasserreduzierung bei der Weinerzeugung patentiert hat

Weitere Informationen