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Folgenabschätzung für Öko-Innovationen

14/05/2013

  • Abfall,
  • Biologische Vielfalt,
  • Landwirtschaft,
  • Ressourceneffizienz,
  • Technologie
  • Eu

Es ist nicht immer einfach, einen Überblick über die positiven oder negativen Auswirkungen von Innovationen auf die Umwelt und die Wirtschaft zu gewinnen. Das EMInInn Forschungsprojekt (Environmental macro indicators of innovation) soll deshalb, neue Indikatoren für europäische Politik entwickeln.

Die Indikatoren werden gebraucht, um "die Folgenabschätzung bestimmter Innovationen, wie die Einführung von Biokraftstoffen oder effiziente Diesel-Pkw-Motoren zu verbessern. Denn viele Innovationen gelten als Fortschritt. Sie können aber gleichzeitig negative Auswirkungen auf die Umwelt in europäischen oder außereuropäischen Ländern haben", so Dr. Philipp Schepelmann, EMInInn Projektleiter.

Biokraftstoffe, zum Beispiel, sollen Emissionen aus dem Straßenverkehr reduzieren. Die Biokraftstoff-Politik steht allerdings in der Kritik, weil sie den Anbau von Nahrungspflanzen verdrängt und zur Abholzung von Wäldern für Pflanzen zur Produktion für Biokraftstoffe führt. Dieselmotoren, verringern zwar den Ausstoß von Kohlendioxid bei Fahrzeugen, gehen dafür aber mit höheren Emissionen von schädlichen Feinpartikeln einher.

Um derartige unvorhersehbare Konsequenzen zu vermeiden, wird das Projekt die verfügbaren Daten zur ökologischen Folgenabschätzung von Innovationen bündeln und gemeinsame Definitionen und Methoden erstellen. Sobald diese feststehen, ist eine Prüfung und Modellierung der ökologischen Auswirkungen von Innovation möglich.

EMInInn wird dann - in Zusammenarbeit mit Experten, Politikern und anderen Interessierten - untersuchen, wie die Methoden und Indikatoren innerhalb der Europäischen Union in den drei großen Bereichen Ressourcen und Abfall, Energie und Klima, Landnutzung und Biodiversität angewendet werden können.

„Mit diesen Indikatoren sind die Europäische Kommission und die Regierungen der EU in der Lage zu wissen, in welche Richtung sie gehen, wenn sie entscheiden, eine bestimmte Innovation zu fördern ", so Dr. Schepelmann. EMInInn fördert Öko-Innovationen, indem vorab die systemweiten Auswirkungen analysiert werden, die neue Initiativen mit sich bringen können. Die Projektpartner berichten Mitte 2013 den Projektfortschritt.

EMInInn Projekt

Laufzeit: December 2011-May 2015

Projektpartner: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt and Energie (Germany), UCL Energy Institute (University College London, UK), Institute of Environmental Sciences at Leiden University (Netherlands), Netherlands Organization for Applied Scientific Research, Institute for Economic Research on Firms and Growth (Italy), Swedish Environmental Research Institute, Maastricht Economic and Social Research and Training Centre on Innovation and Technology at Maastricht University (Netherlands)

Projektkosten: €3,137,656 including €2,454,237 from the EU Seventh Framework Programme

Website: http://www.emininn.eu italiano