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Der neue Bericht zur Beobachtung von Öko-Innovation skizziert die Nachhaltigkeitswende  

20/02/2013

Die Wende zu einer nachhaltigen Wirtschaft auf der Grundlage von Öko-Innovation gelingt nur mit einem systematischem Wandel und „neuer Zusammenarbeit für funktionierende Systeme, die Nachhaltigkeit im Kern integrieren“, stellt der im Januar erschienene Jahresbericht zur Beobachtung von Öko-Innovation von  2012 fest. 

Der Bericht, Europa im Wandel: Mit Öko-Innovation auf dem Weg zu einer grünen Wirtschaft ist der dritte Jahresbericht zur Beobachtung von Öko-Innovation. Er ist ein Handbuch für politische Entscheidungsträger, die die Gesellschaft und Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit führen wollen. Mit 35 Empfehlungen wendet er sich an die Entscheidungsträger aus der hochrangigen Arbeitsgruppe aus dem Aktionsplan für Öko-Innovation und der Europäischen Kommission. Die Empfehlungen sind aber genauso relevant für Politiker auf allen Ebenen.

Der Bericht hebt hervor, wie wichtig es ist, dass politische Entscheidungsträger, Unternehmen, Bürger und Wissenschaftler gemeinsam Systeme modernen Wirtschaftens überdenken und gemeinsam innerhalb der Grenzen von nachhaltigem Rohstoffabbau und -nutzung arbeiten. Diese Systeme können „alles sein, von einem Haus zu einer Stadt bis hin zur gesamten Wirtschaft“, stellt der Bericht fest.

Der Bericht heißt einzelne Öko-Innovationen willkommen, betont aber, dass systemisches Denken gebraucht wird, damit “sich Öko-Innovation nicht in Nischen konzentriert statt in der ganzen Gesellschaft integriert zu sein“. Beispiele für dieses systemische Denken können z.B. Unternehmen sein, die Nachhaltigkeit soweit internalisiert haben, so dass durch Kooperationen die Ressourcen  innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette wiederverwertet werden oder auf einem anderen Level, das Teilen von Transportmitteln und Immobilien.

Die 35 Empfehlungen des Berichts sind in fünf Oberkategorien gefasst:

  • Ein gemeinsames Verständnis von den öko-innovativen Herausforderungen muss geschaffen werden, wobei die wichtigsten Stakeholder eine gemeinsame Vision teilen sollten. Innovationspartnerschaften und Demonstrationsprojekte können bei einer gemeinsamen Zieldefinition behilflich sein.
  • Ziele und Meilensteine sind wichtige Elemente um eine Vision zu konkretisieren. Spezielle Öko-Innovationsziele, wie zum Beispiel für Rohstoffeffizienz müssen entwickelt werden.
  • Die Politik muss besser mit systemischen Problemen umgehen lernen, statt zu Regulieren, z.B. bei Umwelt, Verkehr und Energiespeicherung in Silos. Eine europäische Partnerschaft zu systemischen Öko-Innovationen könnte zum EcoAp hinzugefügt werden.   
  • Indikatoren und Monitoring für Öko-Innovation sollte weiter ausgebaut werden.
  • Eine Integration aller politischen Ebenen ist notwendig, um der komplexen Herausforderung wirklicher Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Zum Beispiel könnte ein politischer Stab für Öko-Innovation innerhalb der europäischen Kommission aus verschiedenen Generaldirektionen und der europäischen Investitionsbank ins Leben gerufen werden.

Der Bericht bestärkt Janez Potocniks, EU-Kommissar für Umwelt in der Ansicht, dass:“ Öko-Innovation mehr sein muss als nur zusätzliche Verbesserungen für die Umwelt und Effizienzziele, sondern darauf hinzielt, aus geschlossenen Systemen auszubrechen und breiter zu denken“. Der Bericht enthält auch praktische Bespiele von Öko-Innovationen und mögliche Ziele, die übernommen werden können.

Weitere Informationen

    • http://www.eco-innovation.eu/reports English