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Auf dem Weg: Fahrplan für nachhaltige Mobilität

15/10/2012

  • Eu

Eine Forschungsstrategie der europäischen Kommission setzt auf neue Verkehrsmittel, intelligente, grüne Infrastruktur und die Kombination verschiedener Transportmittel für maximale Effizienz auf der Straße.

 

Der europäische Plan für strategische Verkehrstechnologie (STTP, COM (2012) 501) vom 18. September koordiniert Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Verkehr und Transport mit dem Ziel, den Einsatz grüner, effizienterer Autos, Flugzeuge, Züge und Schiffe zu beschleunigen.

EU-Kommissar für Verkehr, Siim Kallas, sagte, dass die Strategie wichtig sei, um das EU-Transportsystem „noch effizienter, nachhaltiger und kundenfreundlicher“ zu gestalten, und sich die Strategie außerdem „positiv auf das Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt in Europa auswirkt.“

Als ein Teil der Strategie werden zehn Fahrpläne den Bereich Öko-Innovation und Mobilität genauer ausloten. Jeweils ein Fahrplan gibt die Richtung für saubere, effiziente, sichere, leise Straßenverkehrsmittel, Flugzeuge, Schiffe und Züge an. Weitere Themengebiete sind: intelligente, grüne, klimafreundliche Infrastruktur mit geringem Wartungsaufwand, wirksame modale Verkehrsysteme, integrierte cross-modale Informations- und Steuersysteme, Dienstleistungen aus dem Verkehrsbereich, nahtlose Logistik und integrierte, innovative Modelle für den innerstädtischen Verkehr.

Öko-Innovation soll im Zentrum stehen, wenn bestehende Infrastrukturstandards im Bereich Verkehr, Energie, Gebäudetechnik und IKT überprüft werden und auf diese Weise dem Klimawandel etwas entgegengesetzt werden.

Öko-innovativer Verkehr: eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Der Plan für strategische Verkehrstechnologie (STTP) greift auch die enorme gesellschaftliche Herausforderung auf, die mit der Einführung von intelligenten grünen, integrierten Verkehrslösungen einhergeht. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Thema im kommenden Zeithorizont von 2014-2020 im Rahmen des mehrjährigen EU-Forschungsprogramms gewidmet.

Ein Arbeitspapier aus den Reihen der Kommission, welches gemeinsam mit dem Plan für strategische Verkehrstechnologie veröffentlicht wurde, beschreibt weitere zukünftige Forschungsfelder und zeigt auf, wie öko-innovative Transportsysteme, den Verkehr flüssiger laufen lassen und auf diesem Weg Schadstoffausstoß und Umweltschäden reduziert werden können. Zum Beispiel könnten eine bessere Abstimmung verschiedener Verkehrs- und Transportmittel durch die Anwendung moderner Kommunikationsmittel Stau und Überlastung auf Verkehrswegen verringern. Treibstoffeinsparungen könnten durch technische Geräte erreicht werden, die eine sparsame Fahrweise unterstützen. Öko-innovatives Denken könnte auch bedeuten, Häfen und andere Verkehrskreuze besser zu gestalten, so dass Personen und Waren einfacher und flüssiger verkehren können.

Öko-Innovation im Verkehrsbereich könnte sogar in die Stadtplanung mit einbezogen werden, beispielsweise durch ausgewiesene Zonen für Fußgänger und Fahrradfahrer. „Die Logistik, Warenauslieferung und Vertriebsdienstleistungen werden“, dem Plan für strategische Verkehrstechnologie (STTP) folgend, „zunehmend lautloser und CO2-frei werden.“

Umweltinnovation in der Verkehrstechnologie wird zudem die Wettbewerbsfähigkeit der EU stützen.“Neue Technologien sind unerlässlich, um das weltweite Rennen nach Lösungen für nachhaltige Mobilität zu gewinnen“, so die Kommission. Allein in Deutschland fehlen, nach Angaben des Vereins deutscher Ingenieure (VDI), 30.000 Fahrzeugingenieure.

Die Arbeitsgruppe innerhalb der Generaldirektion der europäischen Kommission für Verkehr erklärte, dass die zehn Fahrpläne von der Kommission gemeinsam mit Interessensvertretern erarbeitet und zu gegebener Zeit veröffentlicht werden. „In einigen Feldern haben sich die Interessensvertreter bereits organisiert und arbeiten schon eng zusammen“, so ein Mitglied der Arbeitsgruppe.

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