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Europäische Partnerschaft verspricht Innovationen im Wasserbereich

01/10/2012

Am 4. September startete eine wichtige europäische Initiative zur Förderung von Innovation im Wassersektor mit einem Kick-off-Meeting in Brüssel. Ergebnis der Veranstaltung: Bis zum Jahresende wird ein strategischer Umsetzungsplan vorgelegt.

Die Europäische Innovationspartnerschaft für Wasser (EIPW) wurde im Mai 2012 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und durch die EU-Mitgliedsstaaten im Rat der Umweltminister am 11. Juni bestätigt. Im Communiqué zur Ratsversammlung unterstrichen die Minister die Idee der Kommission, mit der EIWP die Anwendung neuer Technologien und Managementmethoden aus dem Wasserbereich zu beschleunigen. So heißt es im Communiqué zu den Zielen man wolle:„ Innovationshürden abbauen und die Entwicklung neuer innovativer Lösungen in der Wasserwirtschaft erleichtern.“  Die EIWP ist eine von weiteren ähnlichen Plattformen, die im Rahmen der Europa 2020 Leitinitiative „Innovationsunion“ ins Leben gerufen wurden. 

Der EU-Kommissar für Umwelt, Janez Potocnik, sagte in seiner Rede auf der Water Innovation Europe Konferenz im Mai, dass die EIPW problem-orientiert arbeite und es: „die Schlüsselherausforderungen definiert, für die wir innovative Lösungen brauchen.“ Die EIPW wird potentiellen Gefahren für die europäische Wasserversorgung qualitativer wie quantitativer Art entgegenwirken. Das Vorkommen und die Wahrscheinlichkeit von Überflutungen, Wasserknappheit und Dürreperioden haben aufgrund des Klimawandels zugenommen, während unzureichende Wasserqualität und Sanitärprobleme vermehrt Risiken für Gesundheit und Biodiversität bergen.

Ziele der EIWP sind:

·         Die Entwicklung und Anwendung innovativer Lösungen für die Herausforderungen des Wassersektors zu beschleunigen und unterstützen.

·         Die Eröffnung von Marktchancen für diese innovativen Lösungen und die Anregung wirtschaftlichen Wachstums.

Um diese Ziele zu erreichen, kristallisierten sich während des Kick-Off-Meetings acht prioritäre Handlungsfelder heraus:  Die Verbindung von Wasserwirtschaft und Energieherstellung, Wasserpolitik, Finanzierung von Innovation, ressourcenschonende städtische Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Methoden zur Versorgungs- und Bedarfsanalyse, ein integrierter Ansatz von ländlicher Wasserbewirtschaftung und Landnutzungsplanung, Wasserver- und -entsorgung für abgelegene ländliche Gemeinden und beispielhaftes industrielles Wassermanagement. Eine Arbeitsgruppe wird diese Handlungsfelder näher definieren und dabei Kriterien wie das Innovationspotential, die Attraktivität für Investoren und Möglichkeiten zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit berücksichtigen.

Einen strategischen Plan zur Umsetzung wird die EIWP bis Ende November fertig stellen und am 18. Dezember der Gruppe vorlegen. Der Plan wird gemäß der Prioritäten aufgebaut sein, die Kriterien einbeziehen und eine Organisationsstruktur zur Umsetzung aufzeigen.

Das Kick-Off-Meeting brachte EU-Kommissar für Umwelt Potocnik, Minister einer Vielzahl von EU- Mitgliedstaaten, Repräsentanten der Europäischen Investitionsbank, Vertreter der Wasserwirtschaft, gemeinnütziger Nichtregierungsorganisation und Wassergroßabnehmer wie Vertreter der Chemie - und Papierindustrie zusammen.

Sobald der strategische Umsetzungsplan vorliegt, kann die Realisierungsphase mit Beginn des Jahres 2013 starten.

Weitere Informationen

  • Europäische Partnerschaft für Innovation im Wasserbereich (EIWP) English