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Kommission startet wichtiges Finanzierungsprogramm für Öko-Innovationsprojekte

19/08/2008

  • Eu

Das EU-Programm Wettbewerbsfähigkeit und Innovation stellt Fördermittel in Höhe von 28 Millionen EUR bereit, um die Übernahme der besten Umweltprodukte, -verfahren und -dienstleistungen in Europa zu stimulieren und so an der Umsetzung von ETAP mitzuwirken.

Europa ist ein starker Akteur im Bereich von Öko-Innovation mit einem Umsatz von 227 Milliarden EUR in diesem Sektor, der 2,2 % des europäischen BIP entspricht und rund 3,4 Millionen Arbeitsplätze stellt. Auf die EU entfallen ungefähr 30 % des weltweiten Umsatzes in Produkten und Dienstleistungen der Öko-Industrie und etwa die Hälfte des Umsatzes in der globalen Wasser- und Abfallwirtschaft. Da sich aber die Treibhausgasemissionen bis 2050 vermutlich verdreifachen werden und der Verbrauch von Metallen und Mineralien im kommenden Jahrzehnt voraussichtlich um 40 % steigen wird, muss jetzt gehandelt werden, um den Marktanteil der Öko-Innovation zu erhöhen.

Öko-Innovation ist Teil des Rahmenprogramms Wettbewerbsfähigkeit und Innovation  (CIP), das von 2007 bis 2013 läuft und mit insgesamt 3621 Millionen EUR dotiert ist. Das neue Programm soll Pilot- und Marktumsetzungsprojekte unterstützen, um den Markt zur Übernahme innovativer Öko-Technologien und -Methoden zu ermutigen, indem die Kluft zwischen Forschung und Entwicklung einerseits und Vermarktung andererseits überbrückt wird. Es umfasst marktorientierte Aktivitäten mit besonderem Schwerpunkt auf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Der erste Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für Öko-Innovation wurde am 21. April 2008 veröffentlicht. Die Einreichungsfrist läuft am 11. September ab. Die Evaluierung der Vorschläge ist für Dezember vorgesehen, und die ersten Projekte sollen im Februar/März 2008 starten. Am 8. Mai 2008 organisierte die Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (EACI) – siehe Kasten –, die das neue Programm in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission leitet, in Brüssel einen ersten Informationstag.

„In der Vergangenheit bestand eine gewisse Unvereinbarkeit zwischen Wirtschaft und Umwelt“, sagte Patrick Lambert, Leiter der EACI. „Dieses Programm soll die Spannungen abbauen.“ Die Fördermittel sind für Öko-Innovatoren in Europa bestimmt, die sich bemühen, neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen mit erkennbarem Nutzen für die Umwelt auf den Markt zu bringen. Innovation spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuer, nachhaltiger Lösungen, die den Umweltfußabdruck bestehender Industrieverfahren reduzieren und in vielen verschiedenen Bereichen – von Müllbehandlung und Materialrecycling bis zu „sauberem Bauen“ und Umweltmanagement – einen rationelleren Gebrauch natürlicher Ressourcen ermöglichen.

Die Fördermittel werden 40 bis 60 % der zuschussfähigen Projektkosten abdecken. Für 2008 gibt es vier vorrangige Bereiche: Materialrecycling, nachhaltige Gebäude, Herstellungsverfahren der Lebensmittel- und Getränkeindustrie und umweltfreundliche Geschäfts- und Beschaffungsabläufe. Die Projekte sind jedoch keinesfalls auf diese Sektoren beschränkt. „Unser Programm erstreckt sich auf ganz Europa, aber es hat kein sehr großes Budget, daher müssen wir die besten Projekte auswählen – insgesamt wahrscheinlich um die 40“, sagte Beatriz Yordi, Leiterin des Bereichs Öko-Innovation der EACI.

Für weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/environment/eco-innovation/index_en.htm

Die Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (EACI)

Die in Brüssel ansässige EACI wurde 2003 als Exekutivagentur für intelligente Energie (IEEA) gegründet, um das Programm„Intelligente Energie – Europa“ (IEE) durchzuführen. Sie verwaltet die im Rahmen des Programms IEE finanzierten Projekte und Veranstaltungen und verbreitet das Know-how und die bewährten Verfahren, die daraus hervorgehen. Seit 2007 verwaltet die EACI auch die Initiative Öko-Innovation der Europäischen Kommission und das Enterprise Europe Network  als Teil des Rahmenprogramms Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP), das das Programm IEE absorbiert hat, sowie das Programm Marco Polo. Die EACI war die erste einer Reihe neuer Exekutivagenturen, die von der Kommission eingesetzt wurden, um Politiken effizienter und mit besseren Ergebnissen in die Praxis umzusetzen.

Für weitere Informationen:

http://europa.eu/agencies/executive_agencies/eaci/

Werden Sie Evaluierungsexperte für Öko-Innovation!

Die EACI sucht externe Experten für die Evaluierung der Umsetzung des CIP und insbesondere der Programme Intelligente Energie – Europa, Öko-Innovation und Marco Polo. Die Experten werden bei der Beurteilung der Antworten auf die Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen mitwirken, abgeschlossene oder laufende Aktivitäten bzw. Projekte im Rahmen dieser Programme und die Programme selbst evaluieren, um ihre Auswirkungen zu bewerten.

Für weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/eaci/index_en.htm English

http://ec.europa.eu/cip

http://ec.europa.eu/energy/intelligent/

http://ec.europa.eu/enterprise-europe-network/

http://ec.europa.eu/transport/marcopolo/