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ETAP-Forum über globale Marktchancen für Umwelttechnologien

25/07/2008

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Das 4. Europäische Forum für Öko-Innovation diskutierte am 31. Januar und 1. Februar 2008 in Wien darüber, wie die EU ihre Position auf dem globalen Markt für Umwelttechnologien verbessern kann.

Das Wiener Forum wurde gemeinsam vom österreichischen und schwedischen Umweltminister sowie von der Europäischen Kommission organisiert. Hier kamen erfahrene Unternehmensleiter, politische Entscheidungsträger, Finanzexperten und Akademiker zusammen, um Schlüsselerkenntnisse auszutauschen und über Geschäftschancen für kleine und große Unternehmen zu diskutieren. Plenarsitzungen wechselten mit kleinen Arbeitsgruppen ab, wodurch es zahlreiche Gelegenheiten gab, Kontakte zu knüpfen und viel Zeit für Diskussionen und Erfahrungsaustausch zur Verfügung stand.

„Um globale Märkte zu erschließen, brauchen wir geeignete Rahmenbedingungen, einen starken Binnenmarkt und die spezifische Unterstützung von den Regierungen“, betonte Timo Makela, Direktor für Nachhaltige Entwicklung und Integration in der GD Umwelt. „Eine Reihe von Maßnahmen ist bereits auf dem Weg. Denn Änderungen sind nötig und damit  müssen wir sofort beginnen“.

Ein Eckpfeiler der europäischen Strategie

Öko-Innovation ist ein Eckpfeiler der europäischen Strategie, die  von den wechselnden EU-Ratspräsidentschaften tatkräftig unterstützt wird und zugleich eine große Chance für die Wirtschaft der EU ist. Europa ist bereits Weltmarktführer für Umweltindustrie mit einem Anteil von mehr als 30 % am Gesamtmarkt und mit mehr als 50 % im Bereich Wasser- und Abfallwirtschaft.

Die europäische Position muss jedoch weiter verbessert werden, da sich der weltweite Markt für Umwelttechnologien bis zum Jahr 2020 auf rund € 2300 Milliarden voraussichtlich verdoppeln wird. Bereits heute trägt die Umweltindustrie mit einem Jahresumsatz von € 227 Milliarden (2,2 % des BIP) und 3,4 Millionen Arbeitsplätzen signifikant zur Gesamtwirtschaft der EU bei. Die EU setzt sich vor allem für Öko-Innovationsverfahren in den Bereichen Bauwesen, Ernährung, Individualverkehr und Recycling ein.

Die Schlüsselempfehlungen der wichtigsten europäischen Stakeholder, die am Wiener Forum teilgenommen haben, beziehen sich auf Gesetzgebung, Marketing und Finanzierung mit dem Schwerpunkt auf der Erschließung von Geschäftsmöglichkeiten für große und kleine Unternehmen. Darunter folgende Empfehlungen:

  • eine bessere fachlich-wissenschaftliche Unterstützung für Umwelttechnologie-unternehmen;
  • die Förderung effizienterer Partnerschaften und Kooperationen im Bereich der Umwelttechnologien;
  • die Ankurbelung der lokalen/globalen Nachfrage für Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Umwelttechnologie;
  • steuerliche Anreize, um die Entwicklung von Umwelttechnologieunternehmen zu fördern;
  • die Ausarbeitung eines ehrgeizigeren politischen Umweltziels für die EU;
  • die Verbesserung einiger Aspekte der EU-Rechtsetzung, um Umwelttechnologieunternehmen zu unterstützen;
  • ein Hinwirken der EU auf eine globale Umweltpolitik und deren Umsetzung;
  • die weltweite Werbung für die Spitzenqualität der Umwelttechnologieunternehmen aus der EU;
  • eine umfassendere Umsetzung der EU-Politik in den Mitgliedstaaten.

Diese Maßnahmen werden nun europäischen und nationalen politischen Entscheidungsträgern zur Stellungnahme vorgelegt.

Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/environment/archives/ecoinnovation2008/1st_forum/index_en.htm English