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Finanzierung von Exzellenz im Bereich Öko-Innovation

28/07/2011

  • Europe
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Im Rahmen der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für 2009 der Initiative CIP Öko-Innovation wurden 45 Projekte ausgewählt. Fördermittel in Höhe von 32 Millionen EUR sollen dazu beitragen, die umweltfreundlichen Projekte in umweltfreundliche Lösungen umzusetzen.

Die Strategie „Europa 2020“ der Europäischen Union erfordert mutige und ehrgeizige Maßnahmen, um eine langfristig nachhaltige Zukunft zu gewährleisten. Wenn Europa seine Wirtschaft durch intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum fördern und neue Arbeitsplätze schaffen will, müssen unternehmerische Initiative und Innovation gefördert werden. Europa 2020 soll umweltfreundliches Wachstum anregen, indem Forschung und Innovation unterstützt und die Probleme Klimawandel und Energieversorgung angegangen werden. Durch Forschritte in diesen Bereichen kann Europa die Beschäftigung erhöhen und eine ressourcenschonende, umweltfreundliche und wettbewerbsfähige Wirtschaft schaffen.

Die Entwicklung einer intelligenten Wirtschaft, die auf Wissen und Innovation basiert – Garanten für die Wettbewerbsfähigkeit der Region – gehört zu den Prioritäten der Strategie Europa 2020. Öko-Innovation ermöglicht Europa die Entwicklung einer florierenden Wirtschaft, die nicht auf Kosten der Umwelt wächst.

Zur Förderung von Öko-Innovation sollen im Rahmen des Aktionsplans für Umwelttechnologie (ETAP) die Marktbedingungen für Umwelttechnologien verbessert werden. Außerdem zielt ETAP darauf ab, durch positive Anreize wie Regulierungsrahmen, freiwillige Programme, Zugang zu Fördermitteln und umweltorientierte Beschaffung die breitere Einführung erprobter ökoeffizienter Technologien anzuregen.

Ein Fünftel des Budgets des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (Competitiveness and Innovation Framework Programme, CIP) ist für die Förderung von Öko-Innovation und damit von innovativen umweltfreundlichen Lösungen vorgesehen (430 Millionen EUR). Davon werden zwischen 2008 und 2013 fast 200 Millionen EUR in die Finanzierung von Öko-Innovationsprojekten fließen.

Die 45 Projekte, die im Rahmen der Initiative CIP Öko-Innovation 2009 mit 32 Millionen EUR bezuschusst werden, wurden aus über 200 Vorschlägen ausgewählt, die im September 2009 eingereicht wurden. Es wird erwartet, dass private Unternehmen in den Projektkonsortien zusätzlich zu diesen Finanzmitteln nochmals denselben Betrag für die ausgewählten Projekte bereitstellen werden, so dass sich Gesamtinvestitionen von etwa 64 Millionen EUR ergeben werden.

Von den 45 ausgewählten Projekten befassen sich 33 % mit Recycling, 29 % mit umweltfreundlichen Geschäftspraktiken, 29 % mit Lebensmitteln und Getränken und die übrigen 9 % mit Gebäuden und anderen Themen.

Die ausgewählten Projekte befinden sich derzeit in der Phase der Vertragsverhandlungen. Die ersten Projekte sollen im Frühjahr 2010 starten.

Unterstützung von KMU

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind Europas kreative Quelle für unternehmerische Initiative und Innovation. Deshalb wurden KMU bei der Aufforderung im Rahmen der Initiative CIP Öko-Innovation 2009 bevorzugt. 70 % der ausgewählten Projekte werden von KMU geleitet.

Die in der Kategorie „Umweltfreundliche Geschäftspraktiken: Umweltfreundliche Produktion“ ausgewählten Projekte befassen sich mit einer Vielzahl von Themen, vom Ersatz von Chrom in Gerbereien bis zu einem umweltfreundlichen Schneidverfahren für Keramikfliesen.

Das Projekt HI-REACH hat zum Ziel, Motorradteile mit geringerem Ressourcenverbrauch, reduzierter Abfallerzeugung und weniger Umweltverschmutzung herzustellen. Im Rahmen des Projekts BISCOL sollen neuartige Bio-Farbstoffe für die Textilindustrie entwickelt werden.

In der Kategorie „Umweltfreundliche Geschäftspraktiken: Neue Dienstleistungen und fortschrittliche EMAS“ gibt es den Vorschlag, webgestützte Lösungen für den Palettenhandel einzuführen, sowie ein Projekt für umweltorientiertes Versorgungskettenmanagement im Massentourismus.

In dieser Kategorie werden im Rahmen des Projekts PROSPEC zwei fortschrittliche EMAS-Cluster in der Druckindustrie des Vereinigten Königreichs und Griechenlands gebildet, und im Rahmen des Projektes ECO-STEVEDORING wird ein Software-Tool entwickelt, mit dem das Verladen von Frachtgut so umweltfreundlich wie möglich werden soll.

Ziel des Projekts NATURALISTA, das in der Kategorie „Recycling: Neue Produkte aus Recyclingmaterial“ gewählt wurde, ist das Recycling von Schuhen und Abfällen der Schuhindustrie für die Herstellung neuer Konsumgüter. In derselben Kategorie wird im Rahmen des Projekts PROWASTE ein innovativer industrieller Prozess für die Herstellung umweltfreundlicher Hochleistungs-Holzverbundwerkstoffe mit recycelten Kunststoffen gefördert.

In der Kategorie „Recycling: Neue Recycling-Dienstleistungen“ gibt es zwei Projekte: EUROC2C CARPETCHAINS ist ein Sammel- und Recyclingsystem für Teppiche in 6 europäischen Ländern, und WACOIL soll die Aufbereitung und Wiederverwendung von gebrauchtem Pflanzenöl verbessern.

In der Kategorie „Recycling: Neue Recyclingverfahren/-technologien“ wurden Projekte aus verschiedenen Industrie- und Themenbereichen ausgewählt. Im Rahmen des Projektes DIAPERS soll die Wirtschaftlichkeit einer großtechnischen Sortier- und Recyclinganlage für gebrauchte Windeln nachgewiesen werden. Gebrauchte Windeln sollen nicht mehr verbrannt oder auf Mülldeponien gebracht werden müssen.

Im Rahmen des Projekts BIG TYRE RECYCLING, das in derselben Kategorie gewählt wurde, soll eine kommerzielle Recyclinganlage für Altreifen gebaut werden. In dieser Anlage werden Gummi und Stahl mit Hilfe von Ultrahochdruck-Wasserstrahl-Schneidtechnologie getrennt.

Das Projekt OMIWAT in der Kategorie Lebensmittel und Getränke befasst sich mit wichtigen Umweltfragen in Verbindung mit dem Herstellungsprozess für Olivenöl, insbesondere der Aufbereitung verunreinigter Abwässer. Bei dem entsprechenden Verfahren werden verschiedene wertvolle Nebenprodukte anfallen, einschließlich Dünger, Polyphenole für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Holz und aufbereitetes Wasser für Bewässerungszwecke.

Ziel des Projekts MINI AD ist die Nachbildung eines Systems, das auf vorhandener Technologie für die anaerobe Vergärung tierischer Nebenprodukte basiert. Das innovative System kann in kleinen Anlagen eingesetzt werden und erzeugt Gärgut und Biogas.

In der Kategorie Bauen wird im Rahmen des Projekts BACOM ein Prozess für das Recycling fester Bioabfälle aus Wasseraufbereitungsanlagen für die Herstellung von Verbundbaustoffen entwickelt.

In derselben Kategorie wird im Rahmen des Projekts SANGUSS ein Verfahren für das Füllen von Installationswänden mit Schaumglas aus Abfällen entwickelt. Da die verwendeten Abfälle nicht recycelbar sind, erhöht das Verfahren die Ressourceneffizienz.

Zunahme der Anträge im Rahmen des CIP-Aufrufs zur Öko-Innovation um 50 %

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der 2009 eingereichten Vorschläge um 50 % erhöht. Insgesamt wurden für die 202 Projektvorschläge – aus 32 Ländern – 150 Millionen EUR an Fördermitteln beantragt.

Frist für die Einreichung von Vorschlägen im Rahmen der nächsten Aufforderung ist der 9. September 2010. Es werden 35 Millionen EUR an Finanzmitteln bereitgestellt. Im Jahr 2010 werden verschiedene Informationstage zur Öko-Innovation organisiert.

Weitere Informationen

  • „CIP Eco-innovation 2009 call: 45 new projects paving the way for Europe's green growth" [„CIP-Aufruf zur Öko-Innovation 2009: 45 neue Projekte ebnen den Weg für umweltfreundliches Wachstum in Europa“] :
    http://ec.europa.eu/environment/eco-innovation/projects_en.htm English

    „Overview on projects to be funded“ [„Übersicht über die Förderprojekte“]:
    http://ec.europa.eu/environment/eco-innovation/docs/projects/funded_projects_call_2009.pdf pdf English

    „Results of the 2009 call“ [„Ergebnisse der Aufforderung 2009“]:
    http://ec.europa.eu/environment/eco-innovation/docs/projects/results_call_2009.pdf pdf English

    „Do you want to learn more about Eco-Innovation project funding? – Info Days 2010“ [„Möchten Sie mehr über die Finanzierung von Öko-Innovationsprojekten erfahren? – Informationstage 2010“]:
    http://ec.europa.eu/environment/eco-innovation/events_en.htm English

    „Europa 2020: Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“:
    http://ec.europa.eu/growthandjobs/pdf/complet_de.pdf български čeština dansk ελληνικά English español eesti suomi français magyar italiano lietuvių latviešu Malti Nederlands polski português română slovenčina slovenščina svenska