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Beseitigen von Hindernissen für Öko-Innovationen von KMUs

15/04/2010

  • Europe
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Öko-Innovationen von KMUs können in Europa dazu beitragen, die Kluft zwischen wirtschaftlichem Wachstum und ökologischer Nachhaltigkeit zu schließen. Doch müssen zunächst die bestehenden Hindernisse, die der Entwicklung von Öko-Innovationen entgegenstehen, beseitigt werden.

Öko-Innovation ist weit mehr als nur ein Mittel zur Behebung von Umweltproblemen. Vielmehr stellt sie ein wesentliches Instrument dar, um wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen und Arbeitsplätze sowie Wohlstand zu schaffen. Angesichts des Bestrebens Europas, ein umweltverträgliches und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erreichen, gewinnen Öko-Innovationen sogar noch weiter an Bedeutung. Und auch die Bedeutung der vielen beteiligten kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) nimmt zu.

Aktuell zählen über 99 % aller europäischen Unternehmen zu den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Insgesamt handelt es sich um rund 23 Millionen Unternehmen, die zwei Drittel aller Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft schaffen. Darüber hinaus stellen die KMUs das eigentliche Rückgrat der Wirtschaft dar. Ihnen ist Wohlstand und wirtschaftliches Wachstum zu verdanken, und sie spielen eine Schlüsselrolle in den Bereichen Innovation, Forschung und Entwicklung.

Erhalten die KMUs ausreichend Unterstützung, dann sind sie in der Lage, die nächste Generation von Technologien bereitzustellen und so das Wirtschaftswachstum zu fördern, ohne dabei die Umwelt zu schädigen. Dank ihrer Kreativität und Dynamik nehmen KMUs sowohl als Öko-Innovatoren als auch als Bezieher grüner Technologien eine außerordentlich bedeutsame Rolle in diesem Bereich ein. Doch damit sich ihre Kreativität vorteilhaft auf die breitere Wirtschaft auswirken kann, ist es erforderlich, Maßnahmen gegen den Mangel an Finanzmitteln, die hohen Innovationskosten und die Wahrnehmung, dass Öko-Innovationen ein wirtschaftliches Risiko darstellen, zu ergreifen.

Die größten Herausforderungen für KMUs sind in der Zeit und den Kosten zu sehen, die für die Marktdurchdringung einer Innovation aufgebracht werden müssen. Ohne entsprechendes Anfangskapital können die für die Entwicklung einer Öko-Innovation erforderlichen Aufwendungen ein KMU bereits bei ersten Problemen zum Scheitern bringen. Allerdings ist die Beschaffung dieses Kapitals nicht immer einfach, insbesondere da Öko-Innovationen weithin als riskant betrachtet werden. Diese Wahrnehmung wird noch durch den Umstand verstärkt, dass sich Investitionen bei einer Öko-Innovation in aller Regel erst nach längerer Zeit rentieren.

Maßnahmen auf EU-Ebene

Die EU hat bereits damit begonnen, die Hindernisse für Öko-Innovationen von KMUs zu beseitigen. So wird seit 2004 im Rahmen des europäischen Aktionsplans für Umwelttechnologie (ETAP) versucht, den Markteintritt von Öko-Innovationen zu erleichtern. Dank der Verbesserung der Marktbedingungen und des vereinfachten Übergangs von der Forschung zur Markteinführung im Zuge des ETAP konnte die Etablierung und Umsetzung von Öko-Innovationen verbessert werden.

Des Weiteren unterstützt die Initiative Öko-Innovation des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) die Erstanwendung und Marktetablierung von Innovationen, die von KMUs entwickelt wurden. Von 2008 bis 2013 werden im Rahmen dieser Initiative knapp 200 Millionen EUR bereitgestellt, um KMUs dabei zu unterstützen, ihre umweltfreundlichen Lösungen aus dem Labor auf den Markt zu bringen.

Gleichzeitig bekämpft die europäische Innovationsplattform für Öko-Innovationen die Marktschwierigkeiten, die dem Erfolg von Öko-Innovationen entgegenstehen. Ziel der Plattform ist die Förderung der im Rahmen der Leitmarktinitiative (LMI) ermittelten aufstrebenden Märkte für Öko-Innovationen. Dies soll vor allem durch die aktive Stärkung des Innovationspotenzials von KMUs in diesem Bereich erreicht werden.