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Umweltverträglichere Lieferketten steigern die Leistung beim Fertigungsprozess

28/07/2011

  • Europe
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Aus einer kürzlich durchgeführten Studie zur Zusammenarbeit innerhalb von Lieferketten geht hervor, dass ein besseres Umweltmanagement die Fertigungsqualität optimieren und die Kosten senken könnte.

Die Studie zu nachhaltigen Lieferketten machte deutlich, dass Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltmanagements durch die Zusammenarbeit mit den vor- und nachgelagerten Stellen der Lieferkette auch eine spürbare Leistungssteigerung auf Seiten des Herstellers bewirken. In der nordamerikanischen Studie wurde zudem dargelegt, wie sich eine derartige Zusammenarbeit sowohl für Hersteller als auch ihre Partner vorteilhaft auswirken könnte.

Wenn Hersteller ihre Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit für die Umwelt durch die Zusammenarbeit mit Zulieferern, Vertriebshändlern und Konsumenten verstärken, hat dies positive Auswirkungen auf die Qualität, die Auslieferung und die Flexibilität, so das Ergebnis der Studie. Hersteller und ihre Partner innerhalb der Lieferkette arbeiten bei einer Reihe von Umweltmanagementprogrammen zusammen, wie z. B. bei gemeinsamen Umweltschutzzielen, dem Austausch technischer Informationen, der gemeinsamen Umweltschutzplanung sowie gemeinsamen Bemühungen zur Verringerung der Umweltverschmutzung und anderer negativer Umweltauswirkungen.

Am Beispiel der Zusammenarbeit im Bereich Umweltmanagement der nordamerikanischen Druckbranche zeigt die Studie auf, wie sich durch die Zusammenarbeit mit den vorgelagerten Partnern Verbesserungen bei der prozessbasierten Leistung ergeben. Zu den Verbesserungen zählten insbesondere eine optimierte Auslieferung sowie eine größere Flexibilität auf Seiten der Zulieferer. Zudem beschleunigten die gemeinsam festgelegten Ziele die Auslieferung und erhöhten die Zuverlässigkeit. Diese Verbesserung könnte sich auch positiv auf das finanzielle Ergebnis der Hersteller auswirken.

Die Zusammenarbeit mit nachgelagerten Partnern führte zu einer besseren Produktqualität auf Seiten der Hersteller, d. h. eine längere Haltbarkeit und eine bessere Einhaltung von Bestimmungen zu Produktspezifikationen. Durch die Einbindung von nachgelagerten Interessengruppen und durch die Weiterentwicklung der Kapazitäten des Unternehmens lässt sich ein Wettbewerbsvorteil erzielen. Des Weiteren kann die Zusammenarbeit mit den Kunden in Umweltfragen Unternehmen zu Folgendem motivieren: Bewertung der Produktqualität, Verbesserung der Produkte und Verringerung der Ausschussquote.

Weitere Informationen

  • Environmental management and manufacturing performance: The role of collaboration in the supply chain; Stephan Vachon (stephane.vachon@hec.ca) and Robert D. Klassen; International Journal of Production Economics, Volume 111, Issue 2, February 2008: http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6VF8-4NT84NY-7&_user=10&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&view=c&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=54017e31a5083db56bf3692da9e2af01 English