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Aktionsplan für Öko-Innovationen – Maßnahmen

Lesen Sie hier die Aktionsplan für Öko-Innovationen

 

Der Aktionsplan für Öko-Innovationen (EcoAP) umfasst sieben Maßnahmen zur Unterstützung der Schaffung einer stärkeren und stabileren Marktnachfrage für Öko-Innovationen. Der Schwerpunkt dieser Maßnahmen liegt insbesondere auf Angebot und Nachfrage des Marktes, Forschung und Industrie sowie auf Politik und Finanzinstrumenten. Sie werden Interessengruppen, den privaten und öffentlichen Sektor sowie die Europäische Kommission an einen Tisch bringen

Maßnahme 1. Umweltpolitik und  verordnungen

Die europäische Umweltpolitik hat dafür gesorgt, dass die europäischen Industrien stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Ziel ist es, die Öko-Innovation zum Kern der Revision der EU Gesetzgebung zu machen – von Luft und Wasser bis hin zu Abfall und Infrastruktur. Die Kommission möchte eine selektive Überprüfung europäischer Verordnungen in diesen Bereichen durchführen. Auf diese Weise sollen spezifische und evidenzbasierte Empfehlungen für Maßnahmen erarbeitet werden.

Maßnahme 2. Demonstrationsprojekte

Wie vielversprechend sie auf dem Papier auch aussehen mögen, so schaffen viele Technologien im Bereich Öko-Innovationen doch noch immer nicht den Sprung vom Labor auf den Markt. Ab dem Jahr 2012 wird die Kommission Demonstrationsprojekte im Bereich Öko-Innovationen finanzieren. Die Teilnahme steht allen industriellen Sektoren und Branchen offen – von Bauschutt und Bodensanierung bis hin zu Pestiziden und Anpassungen an den Klimawandel. Dieser Ansatz wird auch im Rahmen des Programms Horizont 2020, des von 2014 bis 2020 laufenden Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, fortgeführt.

Maßnahme 3. Normen

Öko-Innovationen profitieren von ehrgeizigen Normen und Leistungszielen. In Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und internationalen Normungsbehörden soll die Kommission einen Dialog zur Bestimmung und Priorisierung von Bereichen starten, in denen Normen und Ziele die größten Auswirkungen haben könnten. Bereiche, die aller Wahrscheinlichkeit nach hierunter fallen werden, sind beispielsweise Abfallbehandlung, Trinkwasser, nachhaltige Baustoffe und Gebäudeisolierung.

Maßnahme 4. Finanzierung und Unterstützung von KMU

Die Finanzierung durch den öffentlichen Sektor ist für die Beschleunigung von Öko-Innovationen im privaten Sektor unerlässlich. Dies gilt insbesondere für KMU (kleine und mittlere Unternehmen). Um neue Investoren zu gewinnen, wird die Kommission ein europäisches Netz von Geldgebern für den Bereich Öko-Innovation schaffen. Ferner wird sie neue Finanzierungsinstrumente einführen, um zielgerichtete Kredit  und Eigenkapitalfazilitäten zur Unterstützung von Unternehmen im Bereich Öko-Innovationen anzubieten. Darüber hinaus wird die Europäische Kommission auch andere Dienstleistungen für KMU ausweiten und das Europäische Modell zur Technologieprüfung (ETV) entwickeln, um das Vertrauen in neue Umwelttechnologien zu verbessern.

Maßnahme 5. Internationale Zusammenarbeit

Aufstrebende Volkswirtschaften wie beispielsweise China, Indien und Brasilien bieten europäischen Investoren im Bereich Öko-Innovationen neue Märkte und Möglichkeiten für Partnerschaften. Um diese Marktchancen nutzen zu können, wird die Kommission die Einrichtung europäischer Unternehmens  und Technologiezentren zur Unterstützung europäischer Unternehmen fördern, die ihren Markt erweitern wollen.

Maßnahme 6. Kompetenzen und Kenntnisse

Das EU Kompetenzpanorama („EU Skills Panorama“) ist eine Initiative der Kommission zur Feststellung der aktuellen und künftigen Kompetenzanforderungen in Europa. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf sogenannten „grünen“ Arbeitsplätzen. Ziel ist es, den Arbeitskräften von morgen die relevanten Kompetenzen und Kenntnisse zu vermitteln, um den Übergang zu einer umweltfreundlichen Wirtschaft voranzutreiben. Außerdem wird die Kommission den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten mit Bezug auf Programme, die auf den Bereich Öko-Innovationen ausgerichtet sind, fördern.

Maßnahme 7. Europäische Innovationspartnerschaften

Europäische Innovationspartnerschaften sind Initiativen, die Akteure aus dem öffentlichen und dem privaten Bereich in solchen Sektoren an einen Tisch bringen sollen, in denen Öko-Innovationen einen Beitrag zu einer effizienteren Nutzung von Ressourcen liefern können. Es werden Partnerschaften für die Sektoren Rohstoffe, nachhaltige Landwirtschaft und Wasser geschlossen.