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Finanzierungsprogramme der Europäischen Union

Finanzierungsprogramme der Europäischen Union

LIFE+

Das LIFE Finanzierungsinstrument bietet spezielle Unterstützung für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen der EU-Umwelt- und Klimapolitik.

Die wichtigsten Finanzierungsinstrumente des LIFE Programms sind Zuschüsse, Verträge des öffentlichen Beschaffungswesens und Beiträge zu Finanzinstrumenten. Finanzhilfen für Maßnahmen, die eine direkte finanzielle Unterstützung durch Zahlungen aus dem EU-Budget darstellen, werden das wichtigste Finanzierungsinstrument im Rahmen von LIFE sein. Allgemein machen Zuschüsse im ersten Mehrjahresarbeitsprogramm (2014-2017) einen Anteil von 60 % aus. Mit Zuschüssen können verschiedene Projekte finanziert werden, z. B. Pilotprojekte, Demonstrationsprojekte, Projekte mit bewährten Verfahrensweisen oder „integrierte Projekte“. „Integrierte Projekte“ gehen umweltpolitische Ziele im großen territorialen Rahmen an, besonders auf regionaler, überregionaler, nationaler oder transnationaler Ebene. Öffentliche und private Einrichtungen können sich für maßnahmenbezogene Finanzhilfen des LIFE Programms bewerben. Daneben gibt es Projekte mit technischer Unterstützung, die Bewerbern bei der Ausarbeitung ihrer Vorschläge für integrierte Projekte helfen. Außerdem unterstützt LIFE Projekte zur Kompetenzbildung in bestimmten Mitgliedstaaten, damit diese erfolgreicher am LIFE Programm teilnehmen können.

Das LIFE Programm ist in zwei Unterprogramme unterteilt – eines für Umwelt- und eines für Klimapolitik. Die Hauptfinanzierungsbereiche des Teilprogramms Umwelt sind Umwelt und Ressourceneffizienz, Natur und Biodiversität sowie Umwelt-Governance und -Information. Wichtige Bereiche des Teilprogramms für Klimapolitik sind Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sowie Klima-Governance und -Information.

Ein Ziel des LIFE Programms ist es, zu dem Umstieg auf eine ressourceneffiziente, emissionsarme und klimaresistente Wirtschaft beizutragen. Beispielsweise unterstützt das LIFE Programm im Rahmen des Hauptbereichs Umwelt und Ressourceneffizienz Projekte, die entsprechende Politik- oder Verwaltungsansätze, bewährte Verfahren und Lösungen entwickeln, testen und vorstellen. Dazu gehört auch die Entwicklung und Demonstration innovativer Technologien für Herausforderungen im Umweltbereich, die vervielfältigt, übertragen oder etabliert werden können. Hierzu gehören auch Projekte, die ein Verbindungsglied zwischen Umwelt und Gesundheit darstellen und eine ressourcenschonende Politik und Gesetzgebung unterstützen, einschließlich des Fahrplans für ein ressourcenschonendes Europa.

LIFE ergänzt forschungsorientierte Maßnahmen, die im Rahmen von Horizont 2020 gefördert werden.

www.ec.europa.eu/life

 

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Horizont 2020 (2014-2020) und die Umwelt

Horizont 2020 ist das größte EU-Forschungs- und Innovationsprogramm, das es je gab. Über einen Zeitraum von sieben Jahren werden Fördermittel in Höhe von rund 80 Mrd. EUR vergeben – zusätzlich zu den privaten Investitionen, die angesichts dieser Summen getätigt werden. Das Programm verspricht mehr Durchbrüche, Entdeckungen und Weltneuheiten, da Ideen vom Labor bis zur Markteinführung begleitet werden. 

Horizont 2020 ist das Finanzinstrument, das die Innovation Union umsetzt, eine Europa 2020-Leitinitiative zur Sicherung der globalen Wettbewerbsfähigkeit Europas. Horizont 2020 gilt als Mittel zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums und zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Das Programm hat die politische Unterstützung von Europas führenden Politikern und den Mitgliedern des Europäischen Parlaments. Sie stimmten darin überein, dass Forschung eine Investition in unsere Zukunft ist und man sie daher ins Zentrum des Entwurfs für die Schaffung von intelligentem, nachhaltigem und integrativem Wachstum und Arbeitsplätzen stellen muss.

Durch die Verbindung von Forschung und Innovation hilft Horizont 2020 bei der Erreichung dieser Ziele. Im Vordergrund stehen exzellente Wissenschaft, industrielle Führerschaft und das Angehen gesellschaftlicher Herausforderungen. Es soll sichergestellt werden, dass Europa Wissenschaft von Weltrang hervorbringt, Hindernisse beseitigt, die der Innovation im Wege stehen und es den öffentlichen und privaten Sektoren erleichtert, bei der Förderung von Innovationen zusammenzuarbeiten.

Forschung im Bereich Umwelt- und Klimapolitik wird im Rahmen von Horizont 2020 durch eine Reihe von Maßnahmen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bei gesellschaftlichen Herausforderungen angegangen. "Climate action, environment, resource efficiency and raw materials". In diesem Zusammenhang sollen durch die Umweltforschung Lösungen für eine ressourceneffiziente, wassersparende und klimawechselresistente Wirtschaft und Gesellschaft gefunden werden, die besonders den Übergang zu einer umweltverträglichen Wirtschaft durch Öko-Innovation ermöglicht. 

Mit den Maßnahmen im ersten Arbeitsprogramm sollen die Lücken der Wissensgrundlage geschlossen werden, welche zum Verständnis der Umweltveränderungen nötig ist. Es sollen Richtlinien, Methoden und Instrumente identifiziert werden, mit denen man diesen Herausforderungen am effektivsten begegnen und Innovatoren sowie Unternehmen dabei helfen kann, öko-innovative Lösungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf den Bereichen ABFALL UND WASSER.

Daneben gibt es einen horizontalen Ansatz, der vollständig in alle Schwerpunktbereiche von Horizont 2020 integriert ist. Hier werden Maßnahmen begünstigt und unterstützt, mit denen Europas Führungsrolle im Wettbewerb um die Entwicklung neuer Verfahren und Technologien zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung im weiteren Sinne und der Bekämpfung des Klimawandels ausgenutzt wird.

 

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Europäischer Struktur- und Investitionsfonds

Der Schwerpunkt der Kohäsionspolitik liegt auf den wirtschaftlichen und sozialen Säulen der nachhaltigen Entwicklung, indem Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und soziale Integration gestärkt werden. Einige Prioritäten der Regionalpolitik tragen zur Förderung von Umwelttechniken (einschließlich Öko-Innovationen), nachhaltigen Transport- und Energiesystemen und auch zu Investitionen in die Verbesserung der Wasser-, Luft- und Bodenqualität sowie in die Behebung von Problemen im Zusammenhang mit dem Klimawandel bei. Die nationalen und regionalen operativen Programme des Europäischen Struktur- und Investitionsfonds können die großflächige Anwendung von Technologien unterstützen, wenn diese Marktreife erlangt haben.

Wichtig ist, dass die Investitionen im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gemäß EU-Budget für 2014-2020 in vier Hauptprioritäten unterteilt werden: Innovation und Forschung (einschließlich Öko-Innovation), Digitale Agenda, Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen und die emissionsarme Wirtschaft (z. B. in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, intelligente Verteilungsnetze und nachhaltiger, multimodaler städtischer Verkehr), je nach Kategorie der Region (weniger entwickelte Regionen: 50 %, Übergangsregionen: 60 %, und stärker entwickelte Regionen: 80 %). Etwa 110 Mrd. EUR werden diesen Sektoren zugewiesen, von denen mindestens 27 Mrd. EUR für die Unterstützung des Umstiegs auf eine emissionsarme Wirtschaft eingesetzt werden.

Weitere Informationen über den Programmplanungszeitraum 2014-2020 finden Sie hier: http://http://ec.europa.eu/regional_policy/what/future/index_de.cfm und /http://ec.europa.eu/regional_policy/information/guidelines/index_de.cfm

 

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COSME

  COSME: ist das EU-Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), das von 2014 bis 2020 mit einem Budget von 2,3 Mrd. EUR durchgeführt wird. COSME unterstützt KMU mit einer Reihe von horizontalen Maßnahmen. KMU soll ein verbesserter Zugang zu Finanzmitteln in Form von Kreditbürgschaftsfazilitäten und Eigenkapitalfazilitäten gewährt werden. Weitere Aspekte sind verbesserter Marktzugang, verbesserte Rahmenbedingungen für Firmengründungen und Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit und die Unterstützung und Förderung von Unternehmertum und Unternehmenskultur. COSME könnte eine Option für Unternehmen sein, die beispielsweise Partner im Ausland finden wollen, um an öko-innovativen Produkten zu arbeiten oder die nach Unterstützung für Innovation und Technologietransfer suchen. Weitere Informationen finden Sie unter http://ec.europa.eu/enterprise/initiatives/cosme/index_en.htm.

 

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