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Ressourceneffizienz in der EU

Mehr Recycling und Effizienz können dazu beitragen, den Druck auf die schwindenden Ressourcen der Erde zu mindern.

Das Wachstum der Weltwirtschaft belastet die Ressourcen der Erde in einem auf Dauer nicht tragbaren Maße. Diese Situation wird sich angesichts einer Weltbevölkerung von bald neun Milliarden Menschen noch verschärfen. Mehr Wettbewerb um begrenzte Ressourcen bedeutet höhere Preise und größere Instabilität – diese weltweiten Tendenzen werden sich einschneidend auf die europäische Wirtschaft auswirken.

Aus diesem Grund setzt die EU auf „Ressourceneffizienz“ – die Nutzung der Ressourcen auf nachhaltigere Art und Weise. Mit Rohstoffen wie Wasser, Mineralien und Holz muss während ihres gesamten Lebenszyklus von der ersten Gewinnung bis zur endgültigen Beseitigung effizienter umgegangen werden.

Eine geringere Abhängigkeit von begrenzten Ressourcen macht Europa weniger anfällig für Lieferengpässe und schwankende Marktpreise. Grüne Technologien und erneuerbare Energien, Ökoindustrien und Recycling stellen hier Abhilfe in Aussicht. Profitieren davon wird jeder: Wenn wir unsere Ressourcen weiter mit der jetzigen Geschwindigkeit verbrauchen, werden wir 2050 mehr als zwei Planeten zur Deckung unseres Bedarfs benötigen.

Der Druck auf den Planeten rührt zu 75 % von der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie dem Gebäude- und dem Verkehrssektor her. Aus diesem Grund müssen wir unsere Lebensmittelproduktions- und -verbrauchsmuster ändern und aus diesem Grund brauchen wir bessere Infrastrukturen und sauberere Verkehrssysteme. Die Anpassung der Produkte an diese Vorgaben wird diese für uns und für die Umwelt besser machen.

Um den Wandel zu vollziehen, müssen die richtigen Preissignale gesetzt werden. Europa braucht klare Strategien, damit diese Anpassungen erfolgen können.

Die Vision der EU ist eine wachsende Wirtschaft, die der Ressourcen­knappheit und den Belastungsgrenzen unseres Planeten Rechnung trägt. Um das Ziel größerer Ressourceneffizienz zu erreichen, müssen Millionen von Unternehmen und Verbrauchern ihre Produktions- und Verbrauchsmuster ändern. Dabei wird jeder Beteiligte dafür sorgen müssen, dass Politik, Finanzwesen, Investitionen, Forschung und Innovation in dieselbe Richtung gehen.

Europa 2020, die EU-Wachstumsstrategie, soll die EU zu einer intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wirtschaft werden lassen. Eines der Kernelemente dieser Initiative ist der Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa, der den Weg zu einer nachhaltigeren Wirtschaft aufzeigt. Er umfasst strategische Initiativen zur Förderung der Innovation zum kurz- und langfristigen Nutzen von Wirtschaft und Umwelt.