Navigationsleiste

Durbuy (Belgien/Wallonien)

View of Durbuy © Durbuy

Die Stadt Durbuy befindet sich im südlichen Belgien, genauer gesagt in Wallonien am Fuße der Ardennen.

Sie setzt sich aus 40 kleinen Dörfern und Weilern zusammen und ist nach einer der bedeutendsten Ortschaften dieses Zusammenschlusses benannt: Aufgrund seiner Rechtsund Handelsbefugnisse besitzt Durbuy bereits seit dem Mittelalter Stadtstatus. Auf diese Weise wurde die Altstadt von Durbuy – um über die belgischen Ardennen hinaus Bekanntheit zu erlangen – zur "kleinsten Stadt der Welt".

Doch die benachbarten Dörfer stehen keinesfalls im Schatten dieses kleinen mittelalterlichen Schmuckstücks. Ihr Zusammenschluss ermöglicht Touristen, den Reichtum zu entdecken, der sich hinter den verschiedenen Facetten Walloniens mit seinen zahlreichen Farben, Geschmäcken, Kulturschätzen und seiner unnachahmlichen Lebensart verbirgt.

Die am Knotenpunkt dreier geologischer Regionen gelegene Stadt Durbuy bietet eine erstaunliche landschaftliche Vielfalt. Wasser und Zeit haben ihre Spuren hinterlassen und so besticht die Region durch überwältigende und gelegentlich ungewöhnliche Panoramen, darunter der Roche-à-Frêne oder der Blick vom Roche de la Falize auf die Altstadt von Durbuy. Längs der Ourthe und ihrer Nebenflüsse befinden sich zahlreiche Grotten, darunter die Grotte du Coléoptère in Juzaine oder die Grotten von Bohon und Villers-Ste-Gertrude.

Die einst stark mit Laubbäumen bewachsenen Wälder beherbergen eine einzigartige Flora und Fauna. In diesen Wäldern haben die lokalen Behörden Wanderwege mit einer Länge von 175 km angelegt.

Obschon Durbuy im Herzen Europas und unweit großer Verkehrsachsen liegt, zeichnet sich diese durch das Ourthe-Tal geschützte Stadt durch jene angenehme Synthese aus Abgeschiedenheit und Integration aus.

Seit mehr als 150 Jahren genießt die lokale Gastronomie einen erstklassigen Ruf und zieht Feinschmecker aller Herren Länder an. Die zahlreichen Restaurants sind eine der tragenden Säulen des Tourismus. Im Einzugsgebiet der Stadt werden auch zahlreiche regionaltypische Produkte hergestellt, die auf den Märkten der einzelnen Dörfer verkauft werden.

Das in erster Linie von Familienbetrieben dominierte Hotelund Gaststättengewerbe verfügt über die für den Tourismus erforderlichen Kapazitäten. Je nach Vorliebe, Dauer oder Zweck des Besuchs finden Gäste die auf sie zugeschnittene Unterbringungsart, darunter Hotels aller Kategorien mit klassischem oder extravagantem Ambiente, traditionelle oder moderne Fremdenzimmer, Camping-Plätze sowie Unterkünfte für Gruppen, Seminare oder Incentive-Reisen. Ebenso stehen aber auch Ferienhäuser, Bauernhöfe oder ganze Feriendörfer zur Auswahl.

Der Wirtschaftsfaktor Tourismus schließt im Übrigen noch zwei weitere wichtige Aktivitäten ein: Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Diese verleihen ihm seinen eigentümlichen Charakter, in dem der ganz besondere Reiz des Landlebens zum Ausdruck kommt.

Durbuy ist seit langem als Reiseziel anerkannt und erfreut sich einer großen Zahl von Übernachtungen. Dessen ungeachtet arbeitet die Stadt seit einigen Jahren an einer Strategie, die den Besucherstrom besser strukturieren und zielgerichteter ansprechen soll. In diesem Rahmen soll der gesamte Tourismus der Region neu gestaltet werden.

Parallel zu diesen Neuerungen hat die Stadtverwaltung ein qualitätsverbesserndes Verfahren eingeführt, für das die in den Tourismus involvierten Personen in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern verantwortlich zeichnen. Dieses seit mehreren Jahren existierende Verfahren verfolgt ein doppeltes Ziel: Kundenzufriedenheit und nachhaltige Entwicklung.

Baudouin Bridge © Durbuy

Vor diesem Hintergrund wurde Durbuy als "European tourist destination of excellence" ausgezeichnet, weil es sich neben seinen touristischen Attraktionen bemüht, ein echtes Nachhaltigkeitskonzept für den Tourismus zu schaffen. Dieses Konzept soll alle Beteiligten dazu ermutigen, die gesamten materiellen und immateriellen touristischen Ressourcen der Region aufzuwerten, die Auswirkungen des Tourismus abzufedern und eine dynamische Kommunikationspolitik auch über Internet zu entwickeln (www.durbuy.be).

Um in der Tourismusbranche eine dynamische Verwaltung zu gewährleisten und den lokalen Akteuren zu ermöglichen, eine nachhaltige Partnerschaft aufzubauen, hat die Stadt Durbuy 2004 die Grundlagen für eine partizipative Bewirtschaftung des Tourismus geschaffen.

Diese Initiative mündete in die Erstellung einer Liste mit 29 operationellen Zielen und 150 Fortschrittsindikatoren.

Unter diesen operationellen Zielen seien unter anderem genannt:

  • Qualität des touristischen Angebots:
    • Verbesserung der touristischen Aufnahmestrukturen
    • Schärfung des Verantwortungsbewusstseins der Touristen
    • Einrichtung eines reichhaltigen Wanderangebotes
    • Verbesserung des externen Rufs von Durbuy
    • Erhöhung von Transparenz und Homogenität der touristischen Aufnahmestruktur
    • Aufforderung an alle Beteiligten im Tourismus, die branchenspezifischen Qualitätsnormen zu befolgen
    • Berücksichtigung der Meinung von Gästen zur Verbesserung der angebotenen Leistungen
    • Entwicklung einer Schulungsmethode für Mitarbeiter in den Aufnahmestrukturen
  • Lokale Entwicklung:
    • Stützung der lokalen Wirtschaft durch den Tourismus
    • Informierung von Beteiligten und Bürgern über die Entwicklung des Tourismus
    • Sinnvolle Verwendung von Kurtaxen
  • Nachhaltige Entwicklung:
    • Förderung des Tourismus auch außerhalb der Saison
    • Bewahrung eines qualitativen Umfelds für alle Attraktionen und Aktivitäten
    • Bewältigung der Probleme durch hohe Besucherströme
    • Weniger Druck für die Touristen in Bezug auf empfindliche Lebensräume
    • Erhaltung der Badewasserqualität der Flüsse
    • Förderung der Entwicklung des Kulturtourismus
    • Bekämpfung der verschiedenen sichtbaren Umweltbelastungen innerhalb der Region
  • Verantwortungsbewusstes Verhalten:
    • Schärfung des Verantwortungsbewusstseins der Touristen.

Durbuy (Belgien/Wallonien) pdf - 875 KB [875 KB] English (en) français (fr) Nederlands (nl)

Letzte Aktualisierung: 01/07/2011 | Seitenanfang