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Pielachtal (Österreich)

Cherries © Pielachtal

Das in den Alpenausläufern des Bundeslandes Niederösterreich gelegene Pielachtal wurde unter den 24 Kandidaten zum Gewinner gekürt. Im Pielachtal verbinden sich Kultur, Natur, Lebensart, Handwerk und kulinarische Spezialitäten zu einem Angebot innovativen Charakters. Markenzeichen des Tals sind die so genannten "Dirndln". Dabei handelt es sich um eine Wildfrucht, die schon im Altertum bekannt war und als gesundheitsfördernd gilt. Die Dirndlfrucht wird als Touristenattraktion präsentiert und Feriengästen in gleichsam unterhaltsamer und lehrreicher Weise nahegebracht. Dank seiner Initiativen für sanfte Mobilität, der kooperativen Verschmelzung von Landwirtschaft, Handwerk und Tourismus sowie eines landesweit einmaligen Nachhaltigkeitskonzeptes konnte das Pielachtal unter Beweis stellen, das es zu Recht zur besten aufstrebenden ländlichen Destination Österreichs gewählt wurde.

Das Pielachtal befindet sich in der Mostviertel-Region im Bundesland Niederösterreich. Die Eisenbahnlinie Mariazellerbahn verläuft durch das Pielachtal und verbindet die niederösterreichische Hauptstadt St. Pölten mit Mariazell.

Im Pielachtal leben etwa 18.000 Menschen. Insgesamt verfügt das Tal über etwa 800 Betten und registriert pro Jahr ca. 42.000 Übernachtungen. Bekannt ist es nicht nur für seine wunderbare Landschaft, sondern auch für sein vorbildliches Nachhaltigkeitskonzept.

Nachhaltigkeit hat im Pielachtal Tradition. Bis heute kommt der Landwirtschaft im Tal eine tragende Rolle zu. Seit jeher bewirtschaften die Menschen hier Vieh, Hühner und Schafe sowie Kräuter und Obst, darunter die für die Gegend typische Mostbirne.

Die Idee für die Ökoregion Pielachtal nahm erstmals 1994 Gestalt an. "Öko" steht dabei für Ökologie und Wirtschaft. Ziel war, eine ökologisch intakte und wirtschaftlich florierende Region für Arbeit, Freizeit und Erholung zu schaffen.

Die Regionalplanungsgesellschaft für das Pielachtal wurde 1996 gegründet und sollte die regionalen Strategien implementieren.

Neben Ökologie und Wirtschaft lag der Schwerpunkt auch auf sozialem Networking und kulturellen Ressourcen.

Zahlreiche kulturelle Projekte wurden ins Leben gerufen, darunter die "Pielachtaler Künstlertage", regelmäßige Volksmusikveranstaltungen sowie eine Zusammenarbeit mit dem Leiter der Wiener Sängerknaben.

Durch einen integrativen Tourismus ist sichergestellt, dass auch die lokale Bevölkerung in die Zusammenstellung eines Tourismusangebots involviert ist und die Veranstaltungen mitträgt.

"Im Herzen der Natur – im Herzen des Pielachtals". So lautet das Motto der zahlreichen Angebote, die einen authentischen Einblick in Natur, Kultur, Handwerk und Lebensart des Tals bieten.

Nachhaltigkeit ist übrigens nicht nur das Leitmotiv der Tourismusbranche, sondern auch ein Thema, das kommuniziert wird.

View of Pielachtal © Pielachtal

Feriengäste werden eingeladen, die Landschaft zu studieren und die Wechselbeziehungen zwischen Natur und Landwirtschaft kennen zu lernen. Dabei haben sie Gelegenheit, sich mit den Grundsätzen und Vorteilen eines nachhaltigen Gartenbaus vertraut zu machen und der Verarbeitung von Obst und Kräutern beizuwohnen.

Zahlreiche Wege und Gärten bieten den Touristen Möglichkeiten für Entdeckungstouren.

Die Wanderwege der Region sind insgesamt 1000 km lang.

Ebenso stehen viele Gärten zur Auswahl, darunter die wunderbar kultivierte und naturbelassene Landschaft, aber auch Privatgärten und vor allem die Steinschaler Gärten. Qualifizierte Fremdenführer verraten interessante Fakten über Wanderwege, Höhlen und Natur.

"Sanfte Mobilität" lautet das Motto der Mariazellerbahn: Insbesondere Wanderer benutzen diese Schmalspurbahn zumindest für einen Teil ihrer Strecke gerne. Ein weiterer Grund, mit diesem historischen Zug zu fahren, stellt das "Steinschalerhof Soft Mobility Package" dar, das 2005 in Berlin mit dem Nets Award ausgezeichnet wurde.

Die Region kann mit zwei außergewöhnlichen Urlaubshotels aufwarten:

  • Steinschalerhof
  • Steinschaler Dörfl (ehemaliger Bergbauernhof).

Beide Hotels waren ursprünglich Bauernhöfe und verschmelzen ein hohes Maß an Komfort mit Nachhaltigkeit.

Die beiden als Familienbetriebe geführten "Naturhotels" sind im typisch regionalen Stil gehalten, weisen einen hohen Holzanteil auf und bestechen durch zahlreiche liebenswürdige Details. Eingebettet in ein natürliches Umfeld bieten sie modernste Einrichtungen.

Den derzeitigen Trends zufolge werden Nachhaltigkeit und Gesundheit im Tourismus der Zukunft an Bedeutung zunehmen.

Das Pielachtal beabsichtigt, seine Kompetenzen in den Bereichen Nachhaltigkeit und ganzheitliche Unterhaltung weiter auszubauen. Zahlreiche Projekte, die sich auf den Aspekt Gesundheit konzentrieren, sind bereits in Planung. Neben einer gesunden Ernährung werden auch gesundheitsfördernde Übungen propagiert.

Von daher zeichnet sich die Region Pielachtal insbesondere durch folgende Konzepte aus:

  • Transferpotenzial: Das Nachhaltigkeitskonzept der Region ist einmalig in Österreich. Durch sein hohes Transferpotenzial kann es anderen Destinationen als Vorbild dienen.
  • Gesundheit – Thema der Zukunft: Im Rahmen der regionalen Entwicklungsinitiativen ist das Thema Gesundheit Gegenstand wissenschaftlicher Analysen und einer Weiterentwicklung auf Grundlage medizinischer Studien. Schwerpunkt des dabei entwickelten Produkts ist die Behandlung von Stoffwechselkrankheiten.
  • Gesundheit und Ökologie: Die Interaktion zwischen Gesundheit und Ökologie, "Garten der Nachhaltigkeit", ließ sich dokumentieren und könnte als charakteristisches Verkaufsargument genutzt werden.
  • Integrativer Tourismus: vorbildliche sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen Unternehmen in den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft, Handel und lokalen Gruppierungen.

Pielachtal (Österreich)

Letzte Aktualisierung: 01/07/2011 | Seitenanfang