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Textilien und Bekleidung

Umweltaspekte

Unterstützung umweltfreundlicher Praktiken© Eisenlohr - Fotolia.com

Mehrere umweltorientierte Richtlinien wirken sich direkt auf die europäische Textil- und Bekleidungsindustrie aus, beispielsweise Richtlinien zu Abfallbewirtschaftung oder Industrieemissionen.

Industrieemissionen

Eine wichtige umweltspezifische Rechtsvorschrift mit Relevanz für den Textilsektor ist die Richtlinie 2010/75/EU zur Industrieemissionen (Integrierten Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IED)). Diese Richtlinie zielt auf die Minimierung der schädliche Industrieemissionen in der gesamten Europäischen Union, besonders durch die Anwendung der besten verfügbaren Techniken.

Anlagen zur Vorbehandlung (Waschen, Bleichen, Mercerisieren) oder zum Färben von Fasern oder Textilien, deren Verarbeitungskapazität 10 t pro Tag übersteigt, unterliegen der IED-Richtlinie, d. h. sie bedürfen für ihren Betrieb einer Umweltgenehmigung. Gemäß der Richtlinie sind die Genehmigungen auf Grundlage der besten verfügbaren Techniken zu erteilen. Das Referenzdokument zu den besten verfügbaren Techniken in der Textilindustrie  wurde 2003 verabschiedet. In diesem Dokument sind allgemeine Informationen zum Textilsektor und den in diesem Bereich eingesetzten industriellen Prozessen enthalten (insbesondere Stoffaufbereitung, Vorbehandlung, Drucken und Färben sowie Veredelung). Des Weiteren sind Daten und Informationen zu Emissions- und Verbrauchswerten aufgeführt und Verfahren zur Emissionssenkung und sonstige Techniken beschrieben, die zur Ermittlung der besten verfügbaren Techniken und der hierauf basierenden Genehmigung von besonderer Relevanz sind.

Emissionshandelssystem (ETS)

Eine weitere Rechtsvorschrift mit potentiellen Auswirkungen auf den Textilsektor betrifft das europäische EmissionshandelssystemEnglish. Die Richtlinie 2009/29/EG pdf български (bg) czech (cs) dansk (da) eesti (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) Français (fr) Gaeilge (ga) hrvatski (hr) italiano (it) latviešu (lv) lietuvių (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) [1 MB] ändert Richtlinie 2008/87/EG pdf български (bg) czech (cs) dansk (da) eesti (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) Français (fr) Gaeilge (ga) hrvatski (hr) italiano (it) latviešu (lv) lietuvių (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) [162 KB] so, dass das System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten in der Gemeinschaft verbessert und erweitert wird. In Anhang I der Richtlinie sind die verschiedenen Aktivitätskategorien aufgelistet, für die die Richtlinie gilt. Textilunternehmen können in den Geltungsbereich der ETS-Richtlinie fallen, sofern sie Feuerungsanlagen mit einer Wärmeleistung von über 20 MW besitzen. Dies trifft auf einige große Textilhersteller zu.

Gemäß der Richtlinie sollten Anlagen in Sektoren oder Teilsektoren, in denen ein erhebliches Risiko der Verlagerung von CO2-Emissionen besteht, die Zertifikate kostenlos erhalten (auf Grundlage einer Benchmark). In der Richtlinie ist ferner dargelegt, wann ein Sektor "einem erheblichen Risiko einer Verlagerung von CO2-Emissionen ausgesetzt ist", wobei die Kommission bis Ende 2009 eine Liste dieser Sektoren vorlegen wird.

Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH)

Als nachgeschalteter Anwender zahlreicher chemischer Zubereitungen wird der Sektor auch von der neuen REACH-Verordnung für chemische Stoffe betroffen sein. Da niedrigvolumige chemische Stoffe, die für die Textilproduktion und -produkte von Bedeutung sind, permanenten Risiken unterliegen, darunter potentiell hohe Kosten für Neuformulierung, Entfernung vom Markt und lange Produkteinführungszeiten, ist der Sektor einem Risiko ausgesetzt. Gleichwohl kann REACH der Wirtschaft auch zum Nutzen gereichen und Innovationen in Bezug auf Lederchemikalien fördern.

Sonstige für den Sektor relevante Richtlinien

Wann immer Biozid-Produkte verwandt werden, um Textilprodukten spezielle Eigenschaften (z. B. zur Abwehr von Flöhen, Milben und Stechmücken oder zur Vermeidung von Allergenen) zu verleihen, sind die Bestimmungen der Biozid-RichtlinieEnglisheinzuhalten.

Was freiwillige Maßnahmen angeht, gibt es seit 1999 das europäische Umweltzeichen für TextilprodukteEnglish.

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