Navigationsleiste

Bergbau, Metalle und Mineralien

Die Stahlindustrie - ein Überblick

Industrielle Metallgewinnung © Oleg-F

Die europäische Stahlindustrie ist wettbewerbsfähig, in den meisten Mitgliedstaaten etabliert und ein wichtiger Arbeitgeber. Sie produziert Stahl in einem energieintensiven Verfahren, bei dem Eisenerz reduziert oder Recyclingschrott eingeschmolzen wird. Hunderte verschiedener Stahlprodukte werden in einem breiten Spektrum von Anwendungen in Sektoren wie Maschinenbau, Schiffsbau, Automobilindustrie, Haushaltsgeräte und Verpackung, Bauwesen und Verkehr eingesetzt. Stahl wird aus Produkten gewonnen, die am Ende ihres Lebenszyklus angekommen sind und recycelt werden, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren - ein weiterer Vorteil in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Umweltnutzen von Stahl.

Der Umsatz des Stahlsektors in der EU liegt bei ungefähr 150 Mrd. Euro. Der Sektor beschäftigt 410.000 Personen, was 1,25 % der Gesamtbeschäftigung im verarbeitenden Gewerbe der EU entspricht. Mit einer Produktion von rund 200 Mio. Tonnen Rohstahl im Jahr 2008 entfallen 16 % der weltweiten Produktion auf die EU. Sie ist somit nach China der zweitgrößte Produzent.

Der europäische Stahlsektor ist heute eine moderne Industrie. Ihr wichtigster Kundenstamm befindet sich auf den europäischen Märkten, in erster Linie in Spitzensegmenten. Der größte Wettbewerbsvorteil liegt in hochwertigen Produkten, Produktinnovation und technologischer Entwicklung, Effizienz und qualifizierten Arbeitskräften.

Die größte Herausforderung der EU-Stahlindustrie liegt in der Verpflichtung, Emissionen abzubauen, in der Verpflichtung in Bezug auf Kosten und Verfügbarkeit von Betriebsmitteln (Rohstoffe, Energie), im Wettbewerb mit Herstellern aus Drittländern sowie in der Notwendigkeit, qualifizierte Arbeitskräfte anzuwerben und zu binden.

Weiterempfehlen: FacebookGoogle+LinkedInSeite versenden

normale SchriftgrößeSchriftgröße 200 %Seite drucken