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Leder

Das Leder- und Gerbereigewerbe: eine globale Industrie

Lederlandkarte der Welt

Die Gerbereien in der EU spielen eine wichtige Rolle im globalen Ledermarkt, doch der Weltmarkt stellt sie vor neue Herausforderungen.

Die EU ist ein wichtiger Akteur auf dem globalen Ledermarkt. Um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Lederindustrie sicherzustellen, wirkt die EU darauf hin, die Auswirkungen der Hemmnisse, die der Einfuhr von Rohmaterialen und dem Zugang betreffend Lederfertigerzeugnisse zu ausländischen Märkten entgegenstehen, zu verringern.

Obwohl der Anteil der EU an den Weltmärkten infolge des Entstehens einer Lederindustrie in anderen Teilen der Welt wie Asien sowie Nord- und Südamerika eine allgemein rückläufige Tendenz aufweist, ist die Gerbereiindustrie der EU weltgrößter Lederlieferant auf den internationalen Märkten.

Das Leder- und Gerbereigewerbe ist eine globale Industrie, und die Gerbereien in der EU hängen in hohem Maße vom Zugang zu Rohmaterialien und Exportmärkten ab. Dieser wird jedoch häufig von tarifären und nichttarifären Hemmnissen behindert.

Die europäische Gerbereiindustrie ist mit zwei Typen von Handelsschranken konfrontiert: Erstens, Hemmnisse, die dem Export von Fertigerzeugnissen aus Leder entgegenstehen und zweitens, Hemmnisse, die den Zugang zu Rohmaterialien einschränken - ein für das Leder- und Gerbereigewerbe typisches Handelshemmnis. Diese beiden Typen werden als die Handelshemmnisse mit den größten Nachteilen angesehen, da sie große Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Gerbereiindustrie haben.

Da der Zugang zu europäischen Rohmaterialien zusehends schwieriger geworden ist (die Schlachtzahlen und die Rindfleischproduktion sind in den vergangenen Jahren gesunken), ist der Zugang zu Rohmaterialien in Ländern außerhalb Europas von entscheidender Bedeutung. Doch viele Drittländer haben Ausfuhrverbote und -beschränkungen für Rohhäute und Felle. Verbesserungen zum Marktzugang werden vor allem im Rahmen der WTO erwartet, wo die Europäische Kommission den umfassenden Abbau sämtlicher Ausfuhrbeschränkungen durch verschiedene WTO-Mitglieder (China, Argentinien, Brasilien, Indonesien, Pakistan, Indien usw.) unterstützt. Um sicherzustellen, dass die europäischen Industrien fairen Zugang zu den Rohmaterialien haben, die sie benötigen, hat die Europäische Kommission eine integrierte Strategie ausgearbeitet, die sie in ihrer Mitteilung über 'Die Rohstoffinitiative' vom November 2008English vorstellt.

EU-Gerbereien sind mit einer wachsenden Zahl von Konkurrenzunternehmen in Nicht-EU-Ländern, insbesondere in Niedriglohnländern, konfrontiert. Deshalb ist ein fairer und wechselseitiger Marktzugang eine wesentliche Voraussetzung für EU-Gerbereien, um Märkte zu finden, in denen sie ihre Produkte verkaufen können. Gegenwärtig sieht der europäische Markt eigentlich keine Einfuhrbeschränkungen für Länder aus aller Welt vor. Die Einfuhrzölle der EU sind relativ niedrig, und es bestehen keine nichttarifären Handelshemmnisse. Gleichzeitig sind europäische Marktteilnehmer nach wie vor mit einer großen Zahl von Handelshemmnissen (z. B hohe Einfuhrzölle und tarifäre und nichttarifäre Maßnahmen wie exzessive Kennzeichnungspflicht oder Zertifizierungsauflagen) konfrontiert.

Die Rubrik Statistiken English (en) gibt einen Überblick über Handelszahlen.

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