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Glossar

Aktive Veredelung

Die aktive Veredelung ermöglicht den Import von Waren zur Verarbeitung mit anschließender Wiederausfuhr. Durch die passive Veredelung wiederum lassen sich EU-Waren zur Verarbeitung ausführen und dann wieder einführen, wobei die Zölle ganz oder teilweise wegfallen.

Regelung zur aktiven VeredelungEnglish

AV-Lizenzen

Lizenzen für die aktive Veredelung

Bilaterale Handelsabkommen

Obschon die WelthandelsorganisationEnglish (WTO) die wichtigste multilaterale Plattform darstellt, um die europäischen Interessen im globalen Handelssystem sicherzustellen, hat die EU durch bilaterale Abkommen English (en) die Möglichkeit, mit speziellen Nicht-EU-Mitgliedstaaten und Regionen Handel zu treiben, die nicht der WTO angehören.

Diese Form der Abkommen sind nur für die beiden Gebiete der politischen Einheiten bindend, die das Abkommen eingehen. Zu bilateralen Abkommen zählen unter anderem Freihandelsabkommen, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, Assoziierungsabkommen sowie and Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen.

Codex Alimentarius

Der Codex Alimentarius ist eine Sammlung von Normen, die von der Codex Alimentarius CommissionEnglishbeschlossen wurden, um die Gesundheit von Verbrauchern zu schützen und im internationalen Lebensmittelhandel lautere Praktiken sicherzustellen. Die Kommission wurde 1963 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation sowie der WeltgesundheitsorganisationEnglishgegründet. Ihr Ziel ist, die Kohärenz von Lebensmittelnnormen auf internationaler Ebene zu verstärken.

Erläuterungen zum Codex AlimentariusEnglish

EBLS

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

ETS

EU-System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten

Europa-Mittelmeer-Assoziierungsabkommen

Die EU hat zwischen 1998 und 2005 sieben Europa-Mittelmeer-Assoziierungsabkommen mit der Arabischen Republik Ägypten, dem Staat Israel, dem Haschemitischen Königreich Jordanien, der Republik Libanon, dem Königreich Marokko, der Republik Tunesien und der Demokratischen Volksrepublik Algerien abgeschlossen. Die Abkommen bieten einen geeigneten Rahmen für den politischen Nord-Süd-Dialog und definieren die Aktivitäten, die für die Umsetzung der Ziele der Barcelona-Erklärung von Bedeutung sind. Ebenso dienen sie als Grundlage für die schrittweise Liberalisierung des Handels im MittelmeerraumEnglishund legen die Voraussetzungen für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenarbeit zwischen der EU und den einzelnen Partnerländern fest.

FAO

Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation

FDM

Nahrungsmittel, Getränke- und Milchsektor

Gemeinsame Agrarpolitik

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist eine der wichtigsten EU-Politiken, deren Anteil am EU-Haushalt etwa 45% beträgt. In erster Linie zielt sie darauf ab, den europäischen Verbrauchern angemessene Preise und den Landwirten ein gerechtes Einkommen zu gewährleisten. Weitere Ziele sind die Produktion qualitativ hochwertiger Produkte und die Verwendung umweltfreundlicher Produktionsmethoden mithilfe der Gemeinsamen Marktorganisation.

Die GAP kann Landwirten, die von Naturkatastrophen oder Tierseuchen wie der Maul- und Klauensseuche betroffen sind, finanzielle Hilfen gewähren.

Im Rahmen der jüngsten Überarbeitung , die 2007 begonnen wurde, wird geprüft, ob bestimmte Anpassungen erforderlich sind oder nicht, um die Politik besser auf neue Herausforderungen und Chancen abzustimmen.

Gemeinsame Marktorganisation

Die Gemeinsame Marktorganisation soll die europäischen Agrarmärkte überwachen und Landwirten und Verbrauchern ein stabiles Einkommen und eine sichere Nahrungsmittelversorgung gewährleisten. Sie deckt etwa 90% des EU-Outputs ab.

Die Gemeinsame Marktorganisation (GMO) regelt inzwischen 21 Agrarsektoren, die bis 2007 in 21 sektorspezifische Organisationen unterteilt waren. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt im Prozess zur Vereinfachung und Straffung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Denn hierdurch werden nicht nur die Qualität der Rechtstexte verbessert, sondern auch über 650 Rechtsartikel durch etwa 200 ersetzt.

Ohne den Inhalt bestehender Instrumente und Mechanismen zu verändern, decken diese harmonisierten Vorschriften die klassischen Bereiche der Marktpolitik ab, darunter Intervention, private Lagerhaltung, Einfuhrzollkontingente, Ausfuhrerstattungen, Schutzmaßnahmen, Förderung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Vorschriften zu staatlichen Beihilfen sowie Weitergabe und Berichte von Daten.

Gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Maßnahmen

Das auf WTO-Regeln basierende Übereinkommen über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher MaßnahmenEnglish(SPS-Übereinkommen) legt fest, wie Regierungen Maßnahmen im Bereich Lebensmittelsicherheit sowie der Gesundheit von Tieren und Pflanzen umsetzen können. Obschon Länder ihre eigenen Normen definieren können, müssen diese gemäß dem Übereinkommen wissenschaftlich fundiert sein. Zudem dürfen sie nur insoweit Anwendung finden, als zum Schutz des Lebens und der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen erforderlich ist.

HG

Hochrangige Gruppe

Hochrangige Gruppe für die Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Ernährungsindustrie

Um Probleme anzugehen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Ernährungsindustrie der EU beeinträchtigen, und Faktoren zu identifizieren, die sich auf ihre Nachhaltigkeit auswirken, wurde eine Hochrangige GruppeEnglish ins Leben gerufen. Sie hat ebenfalls die Aufgabe, eine Reihe sektorspezifischer Empfehlungen für die politischen Entscheidungsträger der EU auszuarbeiten.

Landwirtschaftliche Verarbeitungserzeugnisse

Landwirtschaftliche Verarbeitungserzeugnisse English (en) (PAP) sind Waren, die aus Agrarprodukten hergestellt werden. Hierzu zählen unter anderem Schokolade und Süßwaren, Süßgetränke, Kekse und Backwaren sowie sonstige Erzeugnisse.

PAP werden ebenfalls als Nicht-Anhang-I-Waren bezeichnet, da sie nicht in der Liste der Agrarprodukte von Anhang I des EG-Vertrags enthalten sind. Diese Liste umfasst sämtliche Agrarprodukte, die einer Gemeinsamen Marktorganisation unterliegen könnten, darunter Getreide, Bananen, Zucker und Eier.

NA-I-Waren

Nicht-Anhang-I-Waren

PAP

Landwirtschaftliche Verarbeitungserzeugnisse

(ebenfalls als Nicht-Anhang-I-Waren bezeichnet)

SANCO

SANCO ist die Bezeichnung für die GD Gesundheit und Verbraucher , deren Aufgabe darin besteht, Gesetze zu Lebensmittelsicherheit, Verbraucherrechten und dem Schutz der menschlichen Gesundheit zu überprüfen und zu überarbeiten. Ebenso hat sie sicherzustellen, dass Marktteilnehmer, Erzeuger und Lebensmittelhersteller in ganz Europa diese Gesetze einhalten.

SCP

Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion

SFP

Strategischer Forschungsplan

SPS

Übereinkommen über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Maßnahmen

SSRA

Strategische Forschungsagenda der Stakeholder

Stabilisierungs- und Assoziationsabkommen

Die EU schließt mit bestimmten Ländern Stabilisierungs- und Assoziationsabkommen (SAA) ab. Im Gegenzug verpflichten sich diese Länder - die in erster Linie im westlichen Balkanraum angesiedelt sind - zu Reformen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Handel und Menschenrechte. Hierfür räumt ihnen die EU Handelspräferenzen und finanzielle Beihilfen ein.

Neben den bisherigen Mitgliedern Kroatien, der Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Albanien, Montenegro, Serbien, Kosovo sowie Bosnien und Herzegowina wurden jüngst auch mit der Ukraine Verhandlungen über ein Abkommen aufgenommen.

TBT

Technische Handelshemmnisse

Welthandelsorganisation

Die Welthandelsorganisation Englishist eine internationale Organisation, die die Regeln für den Welthandel festlegt. Sie wurde 1995 gegründet und umfasst 153 Regierungen und politische Einheiten wie die EU. Die rechtliche Grundlage für die gemeinsame Handelspolitik der EU stellt Art. 133 des EG-Vertrags dar. Um die EU-Handelspolitik zu koordinieren, tritt einmal wöchentlich ein Sonderausschuss zusammen.

Die EU und die WTO English

Tarifäre und nicht tarifäre Hemmnisse English

WFD

Abfallrahmenrichtlinie

WHO

Weltgesundheitsorganisation

Wirtschaftspartnerschaftsabkommen

Ein WirtschaftspartnerschaftsabkommenEnglish(WPA) legt Rechte und Pflichten für beide Vertragsparteien fest. In dieser Hinsicht ist die gegenseitige Einhaltung der Pflichten von grundlegender Bedeutung. Schwerpunkt der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen sind die Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean. Die EU öffnet dabei ihre Märkte für Produkte aus diesen Ländern, während Letztere den Ausbau ihrer Versorgungskapazität anstreben und die Transaktionskosten senken.

WTO

Welthandelsorganisation

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