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Häufig gestellte Fragen


Wird mein Produkt von der EMV-Richtlinie erfasst?

Die Richtlinie deckt Apparate und ortsfeste Anlagen ab, die entweder elektromagnetische Störungen verursachen oder von einer solchen Störung beeinträchtigt werden können.

So gut wie alle elektrischen und elektronischen Endprodukte, Anlagen und Komponenten, die Elektronik verwenden und die meisten Elektrogeräte werden von der EMV-Richtlinie erfasst.

Einige einfache und kleine Geräte ohne Elektronik fallen nicht unter die EMV-Richtlinie, wie zum Beispiel Sicherungen, Induktionsmotoren, manuelle Schaltgeräte, Kabel und elektromagnetisch passive Geräte. Zudem werden in einigen Fällen EMV-Aspekte von anderen spezifischeren Richtlinien abgedeckt, dies gilt zum Beispiel für medizinisch-technische Einrichtung, Funk- und Telekommunikations-Endgeräte sowie Automobile.

Was ist mit Anlagen?

Ortsfeste Anlagen sind eine Kombination elektrischer und/oder elektronischer Komponenten oder Geräte, die an einem bestimmten Ort aufgebaut, installiert und bedient werden. Sie müssen bestimmte Vorschriften der Richtlinie erfüllen, bewegliche Anlagen werden jedoch als allein operierende Produkte ("Apparate") angesehen und unterliegen allen Vorschriften für Apparate.

Ortsfeste Anlagen müssen die wesentliche Anforderung der Richtlinie erfüllen, wie im Anhang I definiert. Allerdings ist weder eine CE-Kennzeichnung noch eine EG-Konformitätserklärung notwendig.

Welche Produkte werden von der Niederspannungsrichtlinie (LVD) abgedeckt?

Die Richtlinie gilt für alle elektrischen Geräte, die für die Verwendung mit einer Nennspannung zwischen 50 und 1 000 V für Wechselstrom und zwischen 75 und 1 500 V für Gleichstrom konzipiert worden sind. Nennspannungen beziehen sich auf die Eingangs- und Ausgangsspannung und nicht auf die Spannung, die innerhalb der Geräte auftreten kann.

Batteriebetriebene Geräte außerhalb der Nennspannung fallen offensichtlich nicht unter die LVD. Allerdings fallen beiliegende Aufladegeräte für Batterien sowie Geräte mit integrierter Stromversorgungseinheit, die sich innerhalb der Nennspannung der Richtlinie befinden, unter die LVD. Dies gilt auch für die beiliegenden Stromversorgungseinheiten von batteriebetriebenen Geräten mit einer Nennspannung unter 50 V AC und 75 V DC (z.B. Notebooks).

Folgendes fällt jedoch nicht unter die "Niederspannungsrichtlinie":

  • Elektrische Betriebsmittel zur Verwendung in explosibler Atmosphäre
  • Elektro-radiologische und elektro-medizinische Betriebsmittel
  • Elektrische Teile von Aufzügen
  • Stromzähler,

die von anderen Richtlinien der Gemeinschaft abgedeckt werden, sowie

  • Haushaltssteckvorrichtungen
  • Vorrichtungen zur Stromversorgung von elektrischen Weidezäunen
  • Spezielle elektrische Betriebsmittel, die zur Verwendung auf Schiffen, in Flugzeugen oder in Eisenbahnen bestimmt sind und den Sicherheitsvorschriften internationaler Einrichtungen entsprechen, denen die Mitgliedstaaten angehören und die bisher nicht von einer Richtlinie der Gemeinschaft abgedeckt werden und somit keine CE-Kennzeichnung benötigen.

Im weitesten Sinne deckt die Richtlinie Konsum- und Investitionsgüter ab, die darauf ausgelegt sind, innerhalb dieser Nennspannungen zu arbeiten, insbesondere Elektrogeräte, Beleuchtungsgeräte einschließlich Vorschaltgeräte, Schalt- und Steuergeräte, Elektromotoren und -generatoren, elektrische Verkabelung, Gerätesteckvorrichtungen und Geräteanschlussleitungen, elektrische Installationsgeräte usw. Die Kommission bestätigt, wie bereits in der Mitteilung vom 15. Dezember 1982 ausgeführt, dass Kabelmanagementsysteme von der "Niederspannungsrichtlinie" erfasst werden.

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