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Automobilindustrie

Anmeldung von Kraftfahrzeugen im europäischen Ausland soll einfacher werden

© Skynesher - iStock photo

Die EU schlägt eine Vereinfachung der Vorschriften für die Anmeldung von Kraftfahrzeugen vor. Das bedeutet für Sie weniger Formalitäten, wenn Sie einige Monate im Ausland verbringen oder einen außerhalb Ihres Heimatlandes zugelassenen Firmenwagen benutzen.

Worum geht es?

  • Die Bürgerinnen und Bürger der EU reisen, leben und arbeiten immer mehr im Ausland. Dadurch ist es schwieriger geworden, herauszufinden, wo sie ihr Auto anmelden müssen.
  • Die nationalen Behörden machen die Sache nicht immer einfach, zumal sie mitunter auch für Kurz- oder Arbeitsaufenthalte eine Ummeldung verlangen oder Personen, die sich dauerhaft niederlassen, langwierige Prozeduren auferlegen.

Was würde sich durch den Vorschlag ändern?

  • Die Formalitäten für die Zulassung eines Autos in einem anderen EU-Land würden auf ein Mindestmaß reduziert.

    Zahlreiche Kontrollen würden völlig wegfallen, da die Behörden die erforderlichen technischen Fahrzeugdaten direkt von ihren Kollegen im ursprünglichen Zulassungsland erhielten.
  • Die Zulassungsbehörden würden enger zusammenarbeiten, so dass es leichter würde, gestohlene Autos aufzuspüren. Es wäre nicht mehr möglich, ein gestohlenes Auto in einem anderen EU-Land anzumelden.
  • WICHTIG: Von dem Vorschlag blieben unberührt:
    • Kraftfahrzeug- und Zulassungssteuern
    • In ein- und demselben EU-Land umgemeldete Kraftfahrzeuge (beispielsweise nach einem Verkauf).

Wer hätte einen Nutzen davon?

  • Für Käufer oder Verkäufer von Gebrauchtwagen in einem anderen EU-Land würden zusätzliche technische Kontrollen und Verwaltungsprobleme wegfallen.
  • Personen, die einen Teil des Jahres an einem Urlaubsort in einem anderen EU-Land verbringen, wären nicht mehr verpflichtet, ihr Auto dort wieder neu anzumelden.
  • Personen, die sich dauerhaft in einem anderen EU-Land niederlassen, hätten 6 Monate Zeit, um dort ihr Kraftfahrzeug erneut anzumelden.
  • Für Personen, die in einem anderen EU-Land arbeiten und ein Fahrzeug benutzen, das ihr Arbeitgeber dort angemeldet hat, würde die Anmeldepflicht in ihrem Heimatland wegfallen.
  • Mietwagenfirmen könnten während der Urlaubszeiten Autos ohne Ummeldung in einem anderen EU-Land nutzen. Dies könnte zu niedrigeren Mietwagenkosten führen.

Wann wird der Vorschlag voraussichtlich in Kraft treten?

Seit der Verabschiedung durch die Kommission am 4. April 2012 befindet sich der Vorschlag im Gesetzgebungverfahren im Europäischen Parlament und im Rat. In der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments am 16. April 2014 reichten die MdEPs den Vorschlag zur weiteren Debatte an den Binnenmarktausschuss zurück, da der Ministerrat noch nicht zu einer endgültigen Abmachung in Bezug auf den Vorschlag bereit war.

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