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Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Was ist ein KMU?

„KMU“ steht für „kleine und mittlere Unternehmen“ gemäß der Begriffsbestimmung im EU-Recht: Empfehlung 2003/361 der Kommission .

Die für die Einstufung eines Unternehmens als KMU ausschlaggebenden Faktoren sind:

  1. Zahl der Mitarbeiter und
  2. entweder Umsatz oder Bilanzsumme.

Unternehmenskategorie

Mitarbeiter

Umsatz

oder

Bilanzsumme

Mittleres Unternehmen

< 250

≤ 50 Mio. EUR

≤ 43 Mio. EUR

Kleinunternehmen

< 50

≤ 10 Mio. EUR

≤ 10 Mio. EUR

Kleinstunternehmen

< 10

≤ 2 Mio. EUR

≤ 2 Mio. EUR

Diese Schwellenwerte gelten nur für die Zahlen einzelner Gesellschaften. Eine Firma, die Teil einer größeren Gruppe ist, muss ggf. Daten zur Mitarbeiterzahl, zum Umsatz und zur Bilanzsumme dieser Gruppe einbeziehen.

Einzelheiten dazu:

Welche Hilfen können KMU erhalten?

Für Unternehmen, die die Kriterien erfüllen, gelten ggf. folgende Vorteile:

  • Förderwürdigkeit im Rahmen zahlreicher EU-Unternehmensförderungsprogramme speziell für KMU, z. B. Forschungsförderung, Förderung von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation sowie ähnliche nationale Förderprogramme, die andernfalls als wettbewerbswidrige „staatliche Beihilfen“ unzulässig wären (s. Gruppenfreistellungsverordnunga English).
  • Geringere Anforderungen oder ermäßigte Gebühren bei EU-Verfahrensformalitäten.

Überwachung der Umsetzung der KMU-Definition

Die Generaldirektion Unternehmen und Industrie beobachtet regelmäßig die Umsetzung der KMU-Definition. Auf Grundlage der Bewertungen aus 2006 und 2009 wurde 2012 eine unabhängige Studie durchgeführt, die sich darauf konzentrierte, wie die KMU-Definition praktisch angewendet wird.
Unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung der KMU seit 2003, der möglicherweise durch einschneidende Änderungen verursachten Störungen, der Strategie „Weniger und besser ausgerichtete staatliche Beihilfen“ und im Hinblick auf die Ansichten der Mehrheit der Interessenvertreter kommt die Studie zu dem Schluss, dass derzeit keine umfassende Überarbeitung der KMU-Definition erforderlich ist. Eine Aktualisierung der Definition zur Anpassung an die Inflation, die Arbeitsproduktivität und die Änderung des Verhältnisses von Umsatz zu Bilanzsumme ist nicht dringend und kann im Zuge einer zukünftigen Überarbeitung erfolgen. Vizepräsident Tajani stimmte den Schlussfolgerungen der Studie zu: Derzeit besteht kein Bedarf an einer Überarbeitung der KMU-Definition.

Die Studie empfiehlt unter anderem eine Klärung der Modalitäten der Anwendung bestimmter Vorschriften im Rahmen der geltenden Empfehlung, zum Beispiel durch eine Rubrik mit zusätzlichen Hinweisen oder durch Aktualisierung des Benutzerleitfadens zur KMU-Definition. Zu diesem Zweck wurde 2013-2014 eine Evaluierung des Benutzerleitfadens vorgenommen. Die Schlussfolgerungen und Empfehlungen sind dem Abschlussbericht zu entnehmen und dienen als Grundlage für die Überarbeitung des Benutzerleitfadens, die bis März 2015 in allen EU-Amtssprachen vorliegen soll.

 

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