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Der Binnenmarkt für Waren

Informationskampagne über Zahlungsverzug

Wenn Unternehmen zu lange auf ihr Geld warten müssen, werden sie selbst zahlungsunfähig. Arbeitsplätze gehen verloren, Träume platzen. Das verspätete Bezahlen von Rechnungen ist in der ganzen EU weit verbreitet. Laxe Zahlungsmoral gilt als salonfähig und zieht kaum Kosten nach sich. Sie richtet jedoch großen Schaden an. Jedes Jahr gehen dadurch tausende europäische Unternehmen in Konkurs. Kleine und mittlere Unternehmen sind besonders betroffen, und auch grenzüberschreitend tätige Unternehmen sind sehr gefährdet. Die Europäische Union gibt ihnen nun die nötigen Mittel an die Hand, um daran etwas zu ändern.

Zahlungsverzug ist ein großes Hindernis für den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr im Binnenmarkt und kann zu schweren Wettbewerbsverzerrungen führen. Die dadurch verursachten Kosten und der nötige Verwaltungsaufwand erschweren den grenzüberschreitenden Handel. Für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe sind die Risiken am größten. Trotz der Verabschiedung und Anwendung der Richtlinie 2000/35/EG zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr,  ist Zahlungsverzug in der EU noch immer gängige Praxis.

Die Unternehmen in Europa – in erster Linie KMU – werden wegen verspäteter Zahlungen für ihre Waren und Dienstleistungen in den Bankrott getrieben. Dies hat unmittelbar einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Folge und wirkt sich nachteilig auf die gesamte Wirtschaft der Europäischen Union aus.

Zum Schutz vor allem kleiner und mittlerer europäischer Unternehmen vor Zahlungsverzug und zur Erhöhung ihrer Wettbewerbsfähigkeit wurde am 16. Februar 2011 die Richtlinie 2011/7/EU  zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr angenommen. Die Mitgliedstaaten sollten diese Richtlinie bis spätestens 16. März 2013 in  nationales Recht  umsetzen. Mit dieser Richtlinie werden die bisherigen Vorschriften verschärft und erstmals auch für den Geschäftsverkehr zwischen Behörden und Unternehmen geltende Zahlungsfristen harmonisiert.

Informationskampagne zur Bekämpfung von Zahlungsverzug

In einer  Informationskampagne über Zahlungsverzug  in den  28 Mitgliedstaaten informierte die Europäische Kommission alle Beteiligten, vor allem KMU und Behörden, über die Vorteile der neuen Richtlinie 2011/7/EU. Die Kampagne lief von Oktober 2012 bis Juli 2014.
Die Veranstaltungen dienten dem Austausch bewährter Verfahren im Umgang mit Zahlungsverzug. Angesprochen war die gesamte Geschäftswelt, primär jedoch KMU als Hauptleidtragende der derzeitigen schlechten Zahlungsmoral in der EU.

Redner

Die Europäische Kommission lud Redner aus verschiedenen Bereichen ein:
• Vertreter der für die Umsetzung der Richtlinie zuständigen nationalen Behörde
• nationale und regionale Fachleute
• Kreditmanager und Inkassodienstleister
• Vertreter des Enterprise Europe Network

Publikum

Geladen waren KMU-Interessenverbände, Vertreter nationaler oder regionaler Behörden sowie von Handelskammern und Wirtschaftsverbänden, Unternehmer, Wirtschaftsteilnehmer und Angehörige der Rechts- und Justizberufe.

Kontakt

Weitere Informationen:
ENTR-LATE-PAY-INFO-CAMPAIGN@ec.europa.eu

Veranstaltungen

Veranstaltungsübersicht English (en)
In Brüssel findet am 18. November 2014 ein Abschlussseminar statt.

 

 

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