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Rohstoffe

Wiederverwertung und Ressourceneffizienz

Wachstum aus Abfällen © Roman Milert - Fotolia.com

Ein Großteil der Materialien, die die europäische Industrie verwendet, stammt aus der Wiederverwertung von Altstoffen. Die Vorräte aus den sogenannten „städtischen Minen“ bilden heute eine umfangreiche und wertvolle Rohstoffquelle.

Da die Wiederverwertung von Altstoffen oft weniger Energie erfordert als die Verarbeitung von Materialien aus Primärquellen, können dadurch Produktionskosten verringert und CO2-Emissionen vermieden. Zwar kann die Wiederverwertung nicht den gesamten Bedarf der europäischen Industrie decken, doch ist ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Dies betrifft speziell die Materialien, die in relativ geringen Mengen und in komplexen Produkten verwendet werden. So haben zum Beispiel die meisten kritischen Rohstoffe eine Wiederverwertungsrate unter 20%. Neben der Wiederverwertung von Altstoffen tragen auch Ressourceneffizienz und Substitution dazu bei, unsere Abhängigkeit von primären Rohstoffen und Einfuhren zu verringern.

In dem am 2. Februar 2011 veröffentlichten Strategiepapier pdf български (bg) czech (cs) dansk (da) eesti (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) Français (fr) Gaeilge (ga) hrvatski (hr) italiano (it) latviešu (lv) lietuvių (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv)  zur Rohstoffinitiative schlägt die Europäische Kommission eine Reihe von Maßnahmen vor, die zu einem besseren Funktionieren der Wiederverwertungsmärkte beitragen sollen. Geplant ist die Entwicklung empfehlenswerter Verfahren der Abfallsammlung und –behandlung, eine bessere Zugänglichkeit zu bestimmten Statistiken über Abfälle und Materialflüsse, die Revision der EU-Verordnungen über Abfall und Ecodesign sowie die Unterstützung der Forschung und Innovation und Förderung wirtschaftlicher Anreize für die Wiederverwertung.

Auch bestätigt diese Strategie erneut, dass die Durchsetzung von Abfallvorschriften verstärkt werden muss. Dies gilt insbesondere für die illegale Verbringung von Abfällen aus Europa in Nicht-OECD-Länder, in denen die Abfallverwertung oft zu Umweltschäden und einem dauerhaften Materialverlust führt. Im November 2012 wurde eine Studie pdf - 5 MB [5 MB] English (en)  fertiggestellt, die, basierend auf ökologisch sinnvoller Abfallverwertung, die Möglichkeiten der Zertifizierung von Anlagen zur Wiederverwertung von Altstoffen untersucht.

Viele dieser Ziele wurden in die Europa-2020-Leitinitiative zur Ressourceneffizienz und in den „Fahrplan für ein „Ressourcenschonendes Europa” English (en) übernommen, welcher im September 2011 verabschiedet wurde.

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