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Häufig gestellte Fragen und Antworten


Wie kann der Grundrohstoffverbrauch gesenkt und die Importabhängigkeit verringert werden?

Neben der Förderung einer höheren Ressourceneffizienz beim Verbrauch und Produktionsprozess sind Bemühungen auch auf dem Gebiet des Recycling notwendig. Sekundärrohstoffe, wie Altstoffe, werden zunehmend wichtiger für die europäischen Industrien und haben den Vorteil, umweltfreundlich zu sein. Doch viele Produkte gelangen am Ende ihres Lebenszyklus nicht einmal in den Recycling-Kreislauf. Die Kommission hat Maßnahmen angekündigt, um Recycling zu fördern und den Gebrauch von Sekundärrohstoffen zu erleichtern.

Die EU wird außerdem Know-how und Forschung fördern, die auf ressourceneffiziente Produkte und Produktion ausgerichtet sind. Forschung kann eine besondere Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Ersatzstoffen für weithin gebräuchliche Mineralen spielen.

Besteht die Gefahr einer bevorstehenden physischen Verknappung von nichtenergetischen Rohstoffen in der Welt?

Die die physische Verknappung ist kein wesentliches Problem der Rohstoffversorgung, da technologische Entwicklungen der Vergangenheit und sicher auch zukünftig uns in die Lage versetzten:

  • unsere Fähigkeit zu verbessern, um neue Mineralressourcen zu entdecken, abzubauen und zu verarbeiten,
  • die negativen Umweltfolgen dieser Tätigkeiten zu minimieren und
  • neue ressourceneffiziente Recyclingtechnologien zu entwickeln und Ersatzstoffe zu fördern.

Allerdings können temporär Situationen eintreten, in denen Versorgungsengpässe bestimmter wichtiger Rohstoffe ernste Probleme für die Produktion in Europa herbeiführen könnten. Eine solche Entwicklung schlägt, sich dann auch im Preis der Endprodukte nieder.

Welche Finanzierungsformen gibt es für EU-Rohstoffunternehmen im Bereich Forschung, Innovation und Unternehmensförderung?

Die EU-Förderprogramme sind horizontaler Natur, d.h. sie beziehen sich nicht auf einen spezifischen Industriesektor, wie zum Beispiel Rohstoffindustrien. Dennoch bietet die Kommission vielfache Fördersysteme für Handwerksbetriebe durch ihre KMU-Politik oder andere europäische Programme. Das Enterprise Europe NetworkEnglish(EEN) bietet Informationen über alle EU-Fördermaßnahmen für kleine Unternehmen. Ausführliche Informationen über KMU-Fördermaßnahmen der Kommission sind auf dem Europäischen KMU-Portal verfügbar.

Die Kommission wird im Rahmen ihres 7. Rahmensprogramms (7. RP) auch Forschungsprojekte fördern, die auf die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen abzielen. Die European Technology Platform on Sustainable Mineral ResourcesEnglishrichtet den Fokus auf neue Prospektions- und Extraktionstechnologien. .

Darüber hinaus sind kohäsionspolitische Mittel, insbesondere im Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, zur Unterstützung einer Reihe von Forschungs-, Innovations- und Unternehmensmaßnahmen für die Nutzung von Rohstoffen verfügbar.

Warum benötigen innovative "grüne Technologien" Rohstoffe?

High-tech-Materialen spielen ebenso wie erneuerbare Energien und die Senkung von Treibhausgasemissionen eine herausragende Rolle bei der Entwicklung innovativer "grüner Technologien". Platin und Palladium kommen beispielsweise in Katalysoren für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, Lithiumbatterien, bei Autos mit elektrischen Hybrid- und innovativen Brennstoffzellen zum Einsatz, Titan- und Rhenium- und Ruthenium-Superlegierungen finden in der Produktion moderner energieeffizienter Luftfahrt Anwendung. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass die neuen Leuchtidoden (LED) dank des verwendeten Galliums 50 % weniger Energie als Glühbirnen mit Wolframdraht verbrauchen. Sie dürften damit bis 2025 einer Senkung des Stromverbrauchs weltweit führen.

Warum ist die Lage ernst für Europa? Und für andere Länder?

Die Lage ist für Europa ernst, weil wir stark von importierten Rohstoffen abhängig sind. Insbesondere von Metallen, aber auch von vielen Industriemineralen, die zunehmend Wettbewerbsverzerrungen zum Opfer fallen. Auf der anderen Seite stehen Prospektion und Extraktion in Europa in einem erhöhten Wettbewerb in puncto Landnutzung und sind mit einem stark regulierendem Umweltschutz konfrontiert.

Diese Situation sieht für viele Länder außerhalb der Europäischen Gemeinschaft anders aus. Während auch Japan hochgradig von Rohstoffimporten abhängig ist, verfügen Länder wie Australien oder Kanada über reichliche Naturressourcen. Einige aufstrebenden Volkswirtschaften verfolgen Politiken, die zum einen privilegierten Ressourcenzugang sicherstellen sollen und zum anderen sich in Exportbeschränkungen hinsichtlich ihrer heimischen Rohstoffe flüchten.

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