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Glossar

Benchmarking

Ein Management-Instrument für den Vergleich von Leistungen mit einer Organisation, die in einem oder mehreren Bereichen weithin als "Klassenbeste" gilt, um in der Folge die eigene Leistung zu verbessern.

Clusters

Clusters können definiert werden als eine Gruppe von Unternehmen, miteinander verbundenen Wirtschaftsakteuren und Einrichtungen, deren Standorte nahe beieinander liegen und die eine hinreichende Größenordnung erreicht haben, um in ihrer jeweiligen Spezialisierung Fachwissen, Dienste, Ressourcen, Lieferbeziehungen und Kompetenzen entwickeln zu können.

Dienstleistungsinnovation

Das Oslo-Handbuch definiert eine Dienstleistung wie folgt: "Ein zentrales Merkmal von Dienstleistungen ist es, dass oft nicht klar zwischen Produkten und Prozessen unterschieden werden kann, wobei Produktion und Verbrauch gleichzeitig erfolgen. Die Entwicklung von Prozessen kann bei Dienstleistungen weniger formell ausfallen als bei Gütern. Die Anfangsphase ist von Suche, Ideensammeln und Prüfung der Wirtschaftlichkeit geprägt, worauf dann die Umsetzung folgt."

Die wirtschaftlichen Tätigkeiten, die unter die Abschnitte G bis K und M bis O der OECD-Klassifikation NACE Rev. 1 fallen, und die Unternehmen, die diese ausüben, werden allgemein mit den Begriffen Dienstleistungsindustrie(n) oder Dienstleistungsbereich(e) bezeichnet.

Das Oslo-Handbuch definiert Innovation im Dienstleistungsbereich wie folgt: "Innovationstätigkeit im Dienstleistungsbereich ist tendenziell ein kontinuierlicher Prozess, der aus einer Reihe schrittweiser Änderungen der Produkte und Verfahren besteht. Dies kann die Ermittlung von Innovationen im Dienstleistungsbereich im Sinne eines Einzelereignisses, d. h. die Umsetzung einer wesentlichen Änderung in Produkten, Verfahren oder anderen Methoden, gelegentlich erschweren."

In der GD Unternehmen und Industrie bezeichnet der Begriff Dienstleistungsinnovation in erster Linie Innovationen im Dienstleistungsbereich, die von Dienstleistungsunternehmern oder -betrieben erbracht werden. Der Begriff kann auch für Innovation im Rahmen von Dienstleistungsaktivitäten aller anderen Sektoren u. U. auch der Fertigung verwendet werden, was dann anzugeben ist. Die Evaluierung von Dienstleistungsinnovation bezeichnet gewöhnlich die Evaluierung von Innovation im Dienstleistungsbereich. Dies erfolgt anhand der NACE-Klassifikation des Dienstleistungsbereichs (siehe oben).

EEN

Enterprise Europe Network

EFTA

Europäische Freihandelsassoziation

EIB

Europäische Investitionsbank

EIF

Europäischer Investitionsfonds

EIS

Europäischer Innovationsanzeiger

EIT

Europäisches Innovations- und Technologieinstitut

EPO

Europäisches Patentamt

ETAP

Aktionsplan für Umwelttechnologie

EU

Europäische Union

Europe INNOVA

Europe INNOVA, eine Initiative der Generaldirektion Unternehmen und Industrie, soll das Labor für die Entwicklung und Erprobung neuer innovationsfördernder Hilfsmittel und Instrumente werden und innovative Unternehmen unterstützen, ihre Innovationen schneller und besser umzusetzen.

Europe INNOVA bringt öffentliche und private Anbieter von Innovationsförderung zusammen, unter anderem Innovationsstellen, Technologietransferbüros, Technologiezentren, Finanzintermediäre und Clusterorganisationen.

Forschungsrahmenprogramm (7.)

Das über 7 Jahre (2007-2013) laufende Siebte Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (RP 7) ist an die EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung angepasst, zu der es einen unabdingbaren Beitrag leistet. Das RP7 geht auf die Bedürfnisse von Wirtschaft und Politik ein, indem Wissen in den Dienst der wirtschaftlichen Entwicklung sowie des sozialen Fortschritts und des Umweltschutzes gestellt wird. Es ist in vier spezifische Hauptprogramme unterteilt, die vier Hauptzielen der europäischen Forschungspolitik entsprechen: Zusammenarbeit, Ideen, Menschen und Kapazitäten. Darüber hinaus umfasst das RP 7 spezifische Programme für die Gemeinsame Forschungsstelle, die unter dem Euratom-Vertrag ausgeführt werden.

FP7

Siebtes Rahmenprogramm

GDP

Bruttoinlandsprodukt

Geistiges Eigentum

Geistiges Eigentum bezeichnet immaterielle Güter geistigen Ursprungs wie Erfindungen, literarische und künstlerische Werke, Symbole, Namen, Bilder und Gebrauchsmuster.

Geistiges Eigentum kann durch formelle oder informelle Methoden geschützt werden. Der formelle Schutz besteht darin, den Eigentümern gemäß den Vorschriften zum Schutz der Rechte an geistigem Eigentum die Ausschließlichkeitsrechte des geistigen Eigentums zu erteilen. Informelle Schutzarten sind die Geheimhaltung bzw. Verschwiegenheit, die Veröffentlichung zur Verhinderung der Patentfähigkeit, schnelle Innovationszyklen usw.

Die Rechte an geistigem Eigentum werden in zwei Kategorien unterteilt: Gewerbliche Schutzrechte, die Erfindungen, Marken, Gebrauchsmuster und geografische Herkunftsangaben einschließen, und Urheberrechte, die literarische oder künstlerische Werke wie Romane, Filme, Musikstücke, Gemälde, Fotografien und architektonische Entwürfe umfassen.

Der Großteil der geistigen Eigentumsrechte sieht für die Urheber von Originalwerken wirtschaftliche Anreize in Form eines zeitlich beschränkten Monopols vor, um Ideen zu entwickeln und zu verbreiten.

Gemeinsame Technologieinitiativen

Die gemeinsamen Technologieinitiativen stellen eine wichtige Neuerung des 7. Forschungsrahmenprogramms dar. Sie bieten eine Möglichkeit zur Schaffung neuer Partnerschaften zwischen öffentlich und privat finanzierten Forschungsorganisationen mit Schwerpunkt auf Bereichen, in denen Forschung und technologische Entwicklung zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas und zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen können.

ICT

Informations- und Kommunikationstechnologien

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Zu den IKT gehören alle Kommunikationsgeräte oder -anwendungen - einschließlich Radio, Fernsehen, Mobiltelefon, Computer und Netzwerk-Hardware und -Software, Satelliten-Systemen usw. - wie auch die damit verbundenen Dienstleistungen und Anwendungen wie Videokonferenzschaltung und Fernunterricht.

IKT verändern weltweit in rasantem Tempo die Produktions-, Arbeits- und Geschäftspraktiken sowie die Handels- und Verbrauchsmuster in Unternehmen und zwischen Unternehmen und Verbrauchern. Sie führen zu einer radikalen Änderung der Organisationsstrukturen, der Lern- und Forschungsmethoden und der Verfahren für Entwicklung, Herstellung, Vermarktung, Vertrieb und Wartung digitaler und herkömmlicher Waren und Dienstleistungen. Darüber hinaus verfügen IKT über ein großes Potenzial zur Verbesserung der Lebensqualität.

IPR

Rechte an geistigem Eigentum

IRE-Network

Netzwerk innovativer Regionen in Europa

JASMINE

Gemeinsame Aktion zur Förderung von Kleinstkreditinstituten in Europa

JASPERS

Gemeinsame Hilfe bei der Unterstützung von Projekten in europäischen Regionen

JEREMIE

Gemeinsame europäische Ressourcen für kleinste bis mittlere Unternehmen

JESSICA

Gemeinsame europäische Unterstützung für Investitionen zur nachhaltigen Stadtentwicklung

JTIs

Gemeinsame Technologieinitiativen

KIS-IP

Europäische Innovationsplattform für wissensintensive Dienstleistungen

KMU

Gemäß Artikel 2 des Anhangs zur Empfehlung 2003/361/EG setzt sich die Größenklasse der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus Unternehmen zusammen, mit weniger als 250 Personen beschäftigen und die entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. € erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 43 Mio. € beläuft (siehe KMU-Definition). KMU sind das Rückgrat der EU-Wirtschaft: Sie machen 99 % aller EU-Unternehmen aus. In rund 23 Millionen KMU sind ungefähr 75 Millionen Personen beschäftigt.

Lissabon-Strategie

Erklärtes Ziel der Lissabon-Strategie ist es, die Europäische Union (EU) zur wettbewerbsfähigsten Wirtschaft der Welt zu machen und bis 2010 Vollbeschäftigung zu erreichen. Eine wettbewerbsfähige europäische Wirtschaft ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Verwirklichung der wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Ziele der Gemeinschaft und damit auch für die Steigerung der Lebensqualität der europäischen Bürgerinnen und Bürger. Wenn sie wettbewerbsfähig sein will, muss die EU in jedem Fall in den Bereichen Forschung und Innovation, Informations- und Kommunikationstechnologie, Unternehmertum, Wettbewerb sowie allgemeine und berufliche Bildung leistungsfähiger werden.

LMI

Leitmarktinitiative

Nichttechnologische Innovation

Viele Innovationen, z. B. in Bereichen wie Marketing, Organisation, Management und Design, sind nichttechnischer Art. Sie sind nicht primär auf eine technologische Erfindung oder Verbesserung zurückzuführen und werden daher als nichttechnologische Innovationen bezeichnet. Der Begriff ist nicht unproblematisch, da bei den meisten der heutigen Innovationen Technolgie (z. B. Informations- und Kommunikationstechnologe) als Ermöglichungsfaktor im Spiel ist, selbst wenn diese nicht der Hauptauslöser oder Schwerpunkt der Innovation ist.

Normung

Durch Normung versucht die EU, in allen Mitgliedstaaten hohe Qualitätsansprüche durchzusetzen. Der Normungsprozess beruht auf dem Konsens zwischen den beteiligten Partnern - Industrie, Verbraucher und öffentliche Behörden. Angestrebtes Ziel ist die Interoperabilität, d. h. die technische Kompatibilität sich gegenseitig ergänzender Produkte, Dienstleistungen und Verfahren. Dazu gehört auch die Festlegung von Testverfahren und Anforderungen an Sicherheit, Gesundheit, organisatorische Abläufe und Umweltverträglichkeit.

Die Verwendung von Normen ermöglicht KMU, auf dem neuesten Stand der Technologie und Geschäftspraktiken zu bleiben. Normen bürgen für Qualität, die von den Verbrauchern geschätzt wird. Durch Normung kann Europa auch von seiner führenden Position auf neuen Märkten profitieren.

OECD

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Öffentliche Aufträge

Als öffentliche Aufträge werden vom öffentlichen Sektor vergebene Aufträge zur Beschaffung von Waren, Dienstleistungen und Bauleistungen bezeichnet. Öffentliche Aufträge unterliegen dem Gemeinschaftsrecht sowie dem internationalem Recht, obgleich dies nicht für alle öffentlichen Aufträge gilt. Diesen Rechtsvorschriften zufolge müssen öffentliche Aufträge mittels transparenter Verfahren vergeben werden, die gleiche Bedingungen für alle Bieter gewährleisten.

Öko-Innovation

Produkte und Verfahren, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten, gelten als Öko-Innovation.

Prozessmanagement

Prozessmanagement bezeichnet die Gestaltung und Verbesserung von Prozessen unter Einsatz von Wissen, Fertigkeiten, Instrumenten, Techniken und Systemen, um die Kundenanforderungen gewinnbringend zu erfüllen.

Ressourcenmanagement

Ressourcenmanagement bezeichnet den im Bedarfsfall möglichst effizienten Einsatz der Mittel einer Organisation. Solche Mittel können Finanzmittel, Inventar, Fertigkeiten, Produktionsmittel oder Informationstechnologie umfassen.

RIS

Regionale Innovationsstrategie

SIW

Beobachtungsstelle für sektorbezogene Innovationsleistungen und -praktiken

SME

Kleine und mittlere Unternehmen

SWD

Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen

Umweltindustrien

Laut Definition von OECD und Eurostat sind den Umweltindustrien alle Bereiche zuzurechnen, die sich mit der Herstellung von Waren und der Erbringung von Dienstleistungen für Messung, Vermeidung, Begrenzung, Minimierung oder Beseitigung von Umweltschäden, insbesondere für Wasser, Luft und Boden, sowie mit Problemen im Zusammenhang mit Abfall, Lärm und Ökosystemen befassen. Dies schließt Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die Umweltrisiken vermindern und Verschmutzung sowie Ressourcenverbrauch minimieren, mit ein. Hierzu zählen u. a. Abfall- und Abwasserwirtschaft, Bewirtschaftung erneuerbarer Energiequellen, Umweltberatung, Bekämpfung der Luftverschmutzung und ökologisches Bauen.

Wettbewerbsfähigkeit

Eine wettbewerbsfähige Wirtschaft zeichnet sich durch ein anhaltendes, hohes Produktivitätswachstum aus. Entscheidenden Anteil an der Wettbewerbsfähigkeit hat der KMU-Sektor. Wenn die EU wettbewerbsfähig sein will, muss sie in jedem Fall in den Bereichen Forschung und Innovation, Informations- und Kommunikationstechnologie, Unternehmertum, Wettbewerb und allgemeine und berufliche Bildung leistungsfähiger werden. Im Rahmen der Lissabon-Strategie wurde das Ziel festgelegt, Europa zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Wettbewerbsfähigkeit ist damit zu einer der wichtigsten politischen Prioritäten der Europäischen Union geworden.

Wissenstransfer

Wissenstransfer beinhaltet die Einholung, die Erfassung und den Austausch von explizitem und implizitem Wissen, einschließlich Fertigkeiten und Kompetenzen. Dazu gehören sowohl kommerzielle als auch nichtkommerzielle Tätigkeiten wie Forschungskooperationen, Beratungsleistungen, Lizenzvergabe, Spin-off-Gründungen, Mobilität von Forschern, Veröffentlichungen usw. Obschon der Schwerpunkt auf wissenschaftlichem und technischem Wissen liegt, geht es auch um andere Formen, etwa technologiegestützte Geschäftsvorgänge.

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