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Zugang zu Finanzierung

Risikokapital

Geschäftsleute auf einem Schachbrett, im Hintergrund eine Weltkarte und ein Diagramm

Derzeit gibt es keinen integrierten europäischen Risikokapitalmarkt – der Stand der Regulierung ist in jedem Land unterschiedlich und der Markt ist entlang nationaler Grenzen fragmentiert. Die EU versucht den Risikokapitalmarkt zu vereinheitlichen, so dass innovative kleine Unternehmen besser auf Finanzmittel zugreifen können. Um dies zu erreichen, fördert die EU grenzüberschreitende Risikokapitalinvestitionen.

Genau genommen handelt es sich bei Risikokapital (Venture-Kapital) um eine Unterkategorie von Private Equity (privates Beteiligungskapital für nicht börsennotierte Unternehmen). Von daher ist Risikokapital als professionelles Eigenkapital zu betrachten, das gemeinsam mit dem Unternehmer investiert wird, um die Anfangsphase (Startkapital (Seed)- und Existenzgründungs- (Start-up)-Phase) bzw. die Expansion zu finanzieren. Als Entschädigung für das hohe Risiko erwartet der Investor eine überdurchschnittliche Rendite.

Gäbe es keine Hindernisse für grenzüberschreitende Investitionen in das Startkapital und die Anfangsphase von Unternehmen, könnten Risikokapitalfonds ihr Wissen über die verschiedenen Branchen nutzen und ihren geografischen Tätigkeitsbereich bezüglich Investitionen ausdehnen. Dadurch könnten sie ihre Kosten senken und ihre spezielle branchenspezifische Erfahrung weiterentwickeln.

Größere, effizientere Fonds könnten ihre Rendite erhöhen, mehr Geld aufbringen und ihr Portefeuille besser diversifizieren, so dass innovative Unternehmen leichter Finanzmittel beschaffen und wachsen könnten.

Unterschiedliche nationale Vorschriften in den Bereichen Verwaltung, Recht und Steuern erschweren grenzüberschreitende Investitionen. Wenn ein Fonds in mehreren Mitgliedstaaten der EU Investitionen tätigen möchte, muss er in der Regel zusätzliche Verwaltungsgesellschaften oder –einheiten in diesen Ländern gründen. Dies ist kostspielig, zeitaufwendig und kommt daher nur für größere Fonds in Betracht.

Da die EU innovative KMU beim Zugang zu Risikokapital unterstützen möchte, sollten grenzüberschreitende Investitionen erleichtert werden. Die EU und ihre Mitgliedstaaten arbeiten daher zusammen daran, Hindernisse für grenzüberschreitende Investitionen zu beseitigen und in einem ersten Sch

Aktueller Stand

  • Binnenmarktakte (April 2011): Die Kommission wird noch im Jahr 2011 die für die Umsetzung dieser Leitaktionen erforderlichen Gesetzesvorschläge vorlegen mit der Absicht bis Ende 2012 ein erstes Bündel vorrangiger Maßnahmen für die Neubelebung des Binnenmarkts zu verabschieden. Eine von den Leitaktionen ist Erlass einer Rechtsvorschrift, die es den in einem Mitgliedstaat niedergelassenen Risikokapitalfonds erleichtert, ungehindert und ohne zusätzliche Auflagen in einem anderen Mitgliedstaat zu investieren. Die Kommission hat eine Konsultation über eine neue europäische Regelung für Risikokapital veröffentlicht.
  • Europäischer Rat (Februar 2011) : Es sollte alles darangesetzt werden, noch bestehende rechtliche und administrative Hindernisse für den grenzüberschreitenden Einsatz von Risikokapital zu beseitigen. Die Kommission wird ersucht, bis Ende 2011 Vorschlag vorzulegen.
  • Innovationsunion (Oktober 2010): Bis 2012 wird die Kommission (durch neue Rechtsvorschriften) sicherstellen, dass Risikokapitalfonds aus allen Mitgliedstaaten ungehindert in der ganzen EU agieren und investieren können. Sie ist bestrebt, alle für grenzüberschreitende Tätigkeiten ungünstigen steuerlichen Regelungen zu beseitigen.
  • Zusammenfassender Bericht der Kommission über "grenzüberschreitende Investitionen von Risikokapital in der EU" (Dezember 2009)English: Die Kommission hat zwischen 2005 und 2009 gemeinsam mit nationalen Experten und der Industrie einen Bericht über die Initiativen zur Beseitigung von Hindernissen für grenzüberschreitende Investitionen von Risikokapital verfasst. Zwar gibt es einen Konsens unter den Mitgliedstaaten zur Förderung der gegenseitigen Anerkennung der nationalen Rahmenbedingungen, aber es wurden noch keine nennenswerten Maßnahmen getroffen, die Fundraising und Investitionen über die Grenzen erleichtern.
  • Entschließung des Europäischen Parlaments (September 2008): Das Europäische Parlament empfiehlt einen harmonisierten, EU-weiten Rahmen für Risikokapital und Private Equity und insbesondere die Sicherstellung des grenzüberschreitenden Zugangs zu derartigem Kapital für den KMU-Sektor.
  • Schlussfolgerungen des Rates (Wettbewerbsfähigkeit) (Mai 2008) English: Der Rat forderte die Mitgliedstaaten dazu auf, Fortschritte bei der gegenseitigen Anerkennung der nationalen Rechtsrahmen für Risikokapitalfonds zu erzielen. Außerdem lud er die Kommission und die Mitgliedstaaten zur Zusammenarbeit beim Abbau von Hindernissen für grenzüberschreitende Investitionen von Risikokapitalfonds ein. Im Anschluss an dies erneuerte der Rat (Dezember 2008) EnglishIm Anschluss an dies erneuerte der Rat (Dezember 2008) seine Aufforderung an die Kommission und die Mitgliedstaaten um die gegenwärtige Fragmentierung des Risikokapitalmarktes durch die Förderung von grenzüberschreitenden Investitionen zu verringern.
  • „Abbau von Hindernissen für grenzüberschreitende Investitionen von Risikokapitalfonds“ (Dezember 2007): Die Kommission schlägt eine breite Partnerschaft mit und zwischen Mitgliedstaaten der EU vor, um eine gegenseitige Anerkennung der nationalen Rechtsrahmen für Risikokapitalfonds zu erreichen. die Förderung von grenzüberschreitenden Investitionen. 

 

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