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Zugang zu Finanzierung

Mehr Risikokapital

Netz aus Händen

Risikokapital bezeichnet Geldmittel, die einem Unternehmen in seiner Anfangsphase (Existenzgründung und Aufbau) zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören drei Finanzierungsarten: informelle Investitionen durch sogenannte Business Angels , Wagniskapital und Aktienmärkte , die auf KMU und wachstumsintensive Unternehmen spezialisiert sind.

Innovative und wachstumsintensive Kleinunternehmen müssen Eigenkapital aus externen Quellen beschaffen (Kapitalbeteiligung), da sie nicht über genügend eigene Mittel verfügen oder keinen Zugang zu Krediten haben.

Viele Anleger investieren angesichts hoher Risiken und Transaktionskosten nur ungern in Existenzgründungen und innovative Firmen und befürchten, dass die zu erwartenden Gewinne das Risiko nicht wert sind.

Europa muss alle Phasen des Prozesses zur Kapitalbeteiligung verbessern, um Wachstum und Innovation zu fördern: verbesserter Technologietransfer (Ideen aus Universitäten und Forschungseinrichtungen für den Markt umsetzen); mehr finanzielle Förderung für Firmen, sowohl in der Gründungs- als auch in der Expansionsphase; Schaffen von Ausstiegsmöglichkeiten für Investoren.

Die Kommission arbeitet eng mit den Mitgliedstaaten zusammen, um die Märkte für Kapitalbeteiligungen effizienter zu gestalten, so dass sich für solide Projekte geeignete Investoren finden. Ein integrierter, offener und konkurrenzfähiger europäischer Finanzmarkt ist für das langfristige Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Firmen und unserer Wirtschaft von grundlegender Bedeutung.

In diesem Zusammenhang hat die Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission beschlossen eine Expertengruppe ins Leben zu rufen im Bereich des grenzüberschreitenden Zusammenführens von innovativen Unternehmen mit geeigneten Investoren, geleitet durch Herrn Anthony Clarke.

Die Expertengruppe, unter dem Vorsitz von Herrn Clarke, war beauftragt Trends und 'best practices' zu identifizieren und Vorschläge zur Umsetzung auf europäischer Ebene zu formulieren. Die Ergebnisse der Expertengruppe sind in einem Bericht zusammengefasst, der im November 2012 veröffentlicht wurde.

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  • Bericht des Vorsitzenden der Expertengruppe für das grenzüberschreitende Zusammenführen von innovativen Unternehmen mit geeigneten Investoren pdf - 392 KB [392 KB] English (en)

Mehr Investitionen durch Business Angels und größere Investitionsbereitschaft.

Bei Business Angels handelt es sich um vermögende Privatinvestoren mit Geschäftserfahrung, die ihre persönlichen Finanzmittel in Unternehmen investieren, die sie für interessant und vielversprechend halten. Diese Business Angels haben neben dem Geld auch wertvolle Erfahrung zu bieten.

Vor allem in der Frühphase von Firmen sind sie sehr aktiv. Business Angels stellen das Seed-Kapital zur Entwicklung, Prüfung und Ausarbeitung der ersten Konzepte zur Verfügung. Sie finanzieren zudem die Gründungsphase, die die Produktentwicklung und erste Marketingaktionen umfasst.

Um einen Business Angel oder andere Investoren von ihrer Idee zu überzeugen, müssen Unternehmer Bedenken aus dem Weg räumen und einen umfassenden Geschäftsplan vorlegen. Sie müssen also für "Investitionsbereitschaft" sorgen.

Die Kommission möchte die Mitgliedstaaten dazu anregen, den wertvollen Beitrag der Business Angels zu fördern, und dies über Grenzen hinweg und mit der Unterstützung von Wagniskapitalfonds. Zudem will sie eine solide Basis für Schulungen im Bereich Investitionsbereitschaft schaffen.

  • Weitere Informationen zur Initiative der Kommission zur Förderung von Business Angels und Investitionsbereitschaft English (en) .

Mehr Finanzmittel bei vermehrtem Bedarf - Frühphase

Zu Beginn müssen Firmen in die Entwicklung, Prüfung und Ausarbeitung eines ersten Geschäftskonzepts (Startphase) sowie in die Produktentwicklung und in erste Marketingaktionen (Gründungsphase) investieren. Zu diesem Zeitpunkt entsteht eine Firma gerade erst oder muss, wenn sie schon existiert, dazu übergehen, ihre Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Der Zugang zu Krediten ist in dieser Phase begrenzt, weshalb die EU sich zum Ziel gesetzt hat, diese Lücke zu schließen.

Venture-Kapital über Grenzen hinweg

Viele Firmen bemühen sich um Venture-Kapital, um ihre Expansion, den Eintritt in einen neuen Markt oder ein schnelleres Wachstum zu finanzieren. Auch wenn Venture-Kapital nur für eine kleine Gruppe von Unternehmen interessant ist, sind innovative Firmen, die wachsen möchten, darauf angewiesen.

Venture-Kapital-Fonds beziehen ihre Mittel von anderen institutionellen Anlegern und investieren normalerweise große Summen in Firmen mit großem Wachstumspotenzial, die expandieren möchten. Zu diesem Zeitpunkt existiert eine Firma schon lange genug, um für Wagniskapitalfonds interessant zu sein.

Die Kommission hat mit den Mitgliedstaaten eine Reihe von Vereinbarungen zur gegenseitigen Anerkennung nationaler Rechtsstrukturen im Bezug auf Wagniskapital getroffen. Ziel ist es, einen echten gesamteuropäischen Wagniskapitalmarkt zu schaffen.

Bessere Märkte für Wachstumsaktien

Von dem Augenblick an, in dem sie investieren, denken Investoren bereits über die Ausstiegsstrategie nach, um den günstigsten Zeitpunkt für eine Übertragung des Engagements an andere Investoren zu bestimmen, wodurch die Mittel für neue Wagnisfinanzierungen frei werden. bieten Märkte für Wachstumsaktien eine attraktive Ausstiegschance. In diesen Märkten sind die Voraussetzungen für eine Börsennotierung weniger streng. Für Firmen, die keine Notierung an den großen Börsen anstreben, stellen sie daher eine gute Alternative dar. Eine Notierung verschafft der Firma Zugang zu einer größeren Basis potenzieller Kapitalanleger.

Leider sind die alternativen Aktienmärkte in Europa relativ schwach. Um Firmen die Notierung zu erleichtern und Titel für geeignete Investoren aus ganz Europa leichter zugänglich zu machen, müssen die Märkte für Wachstumstitel EU-weit geöffnet werden. Die so erleichterte Finanzierung über den Aktienmarkt bietet Firmen, die durch Emission ihre Kapitaldecke erweitern möchten, eine günstige Chance. Für Investoren von Venture-Kapital stellt der Börsengang eine natürliche Ausstiegschance dar. Zudem kann man sich so beim Verkauf an andere Unternehmen am Aktienwert orientieren.

Ohne verfügbare Ausstiegsmärkte für Wagniskapitalgeber und ohne eine Mindestmasse an Beratungsdiensten werden Venture-Kapital-Fonds es weiterhin schwer haben. Durch deren Schwäche wird das Wachstum wichtiger KMU gehemmt.

Daher möchte die Kommission grenzüberschreitende Finanzgeschäfte erleichtern, Hindernisse, die der Nutzung konkurrierender Abwicklungssysteme im Weg stehen, beseitigen und allgemeine Handelsregeln umsetzen.

Weitere Informationen zur Initiative der Kommission zur Öffnung der Märkte für Wachstumsaktien.

Beteiligungskapital erschließen

Das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) umfasst eine Reihe von Finanzinstrumenten zur Förderung von Kapitalbeteiligungen. Diese Instrumente werden über Kreditinstitute in den Mitgliedstaaten realisiert, hauptsächlich in Form von Wagniskapitalfonds. Am Programm interessierte Finanzinstitute sollten den Europäischen Investitionsfonds (EIF) kontaktieren, der die Instrumente verwaltet, oder die Website für CIP-Risikokapital besuchen.

Für KMU finden Sie eine Übersicht über diese Aktivität auf der EIF-Website für Risikokapital, ebenso wie eine Liste der bis Mai 2008 getätigten Vertragsabschlüsse. Neue Abschlüsse im Rahmen des CIP werden Land für Land in die Website Zugang zu Finanzierung aufgenommen und finden sich unter dem jeweiligen Wagniskapital-Bereich der einzelnen Länder.

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