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Kulturwege zeigen versteckte Reiseziele

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Gestützt auf die Einzigartigkeit und Authentizität ferner Reiseziele öffnen die europäischen „Kulturwege“ – die von mittelalterlichen Stadtpfaden bis hin zu historischen Weintouren reichen – Türen für Innovation, Kreativität und neue Kleinunternehmen. So soll die Erschließung neuer Märkte gefördert und Europas Position als weltweit beliebtestes Reiseziel weiter gefestigt werden.

Über die letzten beiden Jahrzehnte ist das enorme Potenzial von Europas „Kulturwegen“ immer sichtbarer geworden. Sie zeigen die umfassende Geschichte des Kontinents und tragen dazu bei, neue Wirtschafsquellen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), zu erschließen. Darüber hinaus heben die Kulturwege die Vielfalt und das Facettenreichtum des Reiseziels Europa hervor. Und es sind weitgehend wenig bekannte Gegenden, wobei 90 Prozent der Wege in ländlichen Gebieten liegen.

Derzeit bestehen die Kulturwege aus 26 länderübergreifenden Reiserouten, die der Europarat ausgewählt und beurteilt hat. Alle Routen erfüllen das Kriterium, Städte, Dörfer und ländliche Gemeinden auf dem gesamten Kontinent zu verbinden. Größere Bekanntheit genießen beispielsweise die Pilgerwege nach Santiago De Compostela mit ihren rund 1.800 historischen Gebäuden in Spanien und Frankreich sowie die Iter Vitis, die von der Kulturgeschichte um Weinberge und Wein zeugt und durch 18 Länder führt. Die Iter Vitis zeigt, dass Weingüter ein Teil europäischer Identität sind, und dient zugleich einer nachhaltigen Entwicklung – schließlich schützt sie die Weinanbaugebiete vor anderweitiger Verwendung.

Infolge einer Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Institutionen unterstützt die Europäische Kommission das Kulturweg-Programm des Europarates seit 2010.

Förderung von Kulturwegen kommt KMU zugute

Eine Studie von 2010 zeigt, dass die Kulturwege einen ebenso nachhaltigen wie qualitativ hochwertigen Tourismus ermöglichen. Die Studie „Impact of European Cultural Routes on SMEs’ innovation and competetiveness” analysierte, inwieweit die Routen vor allem KMU in weniger bekannten Reisezielen Nutzen bringen können, indem sie für ihre Produkte die entsprechenden Märkte schaffen – Märkte, die es sonst nicht geben würde. Letztendlich stellen einheimische Kultur und kulturelles Erbe für viele europäische Orte die Hauptquelle ihrer Entwicklung dar. Die Kulturwege wiederum, so die Studie, sollen dabei helfen, diese Quellen besser auszuschöpfen.

Die Kommission unterstützt die europäischen Reiserouten zusätzlich mit der Messe „Crossroads of Europe“, die jedes Jahr in einem anderen Kulturwege-Land stattfindet. Diese Initiative macht Interessenvertreter, Unternehmen, Destinationsmanager sowie nationale und lokale Behörden auf die Kulturwege und ihr touristisches Potenzial aufmerksam. So entstehen starke Partnerschaften, die dazu beitragen, KMU durch umfassende Strategien in die Kulturrouten einzubeziehen.

Kontakt

Weitere Informationen finden Sie unter

http://www.coe.int/t/dg4/cultureheritage/culture/routes/default_en.asp

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