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Magazin Unternehmen & Industrie

Unbemannte Luftfahrzeuge fördern Innovation und schaffen Jobs

Alle Rechte vorbehalten © European Commission

Drohnen werden Europas Wirtschaft beflügeln. Die High-Tech-Systeme senken Kosten und sorgen in vielen Bereichen für ein effizienteres Arbeiten. Europäische Firmen können an diesem Gründerboom teilhaben. Die Europäische Kommission will sicherstellen, dass auch kleine Unternehmen in neue Höhen aufsteigen, wenn die Zukunftsindustrie abhebt. Drohnen sollen bis 2016 in das europäische Luftfahrtsystem integriert sein.

Nach der Fukushima-Katastrophe im März 2011 fotografierten  Drohnen das beschädigte Kernkraftwerk und die überflutete Küstenlinie. Nicht zuletzt dank der so gewonnenen Informationen gelang es dem Katastrophenschutz, die überhitzten Reaktoren zu kühlen und den Schaden in Grenzen zu halten.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie das immense Potenzial der unbemannten Luftfahrzeuge zum zivilen Einsatz kommen kann. Ausgestattet mit hochmoderner Technologie schlagen diese Systeme – alternativ ferngesteuerte Flugzeuge oder Drohnen genannt – ein neues Kapitel in der Luftfahrtindustrie auf. Tatsächlich sind ihrer zivilen und kommerziellen Anwendung nahezu keine Grenzen gesetzt. So werden sie den Bürgern helfen, und Unternehmen eröffnen sich neue Geschäftsmöglichkeiten.

Mit Blick auf ihre Einsatzgebiete sind Drohnen vielseitig. Für die Beobachtung von Vulkanaktivitäten und die Inspektion von Öl- und Gaspipelines eignen sie sich ebenso wie für Such- und Rettungsmissionen, den Heimatschutz sowie für eine präzisere und effizientere Landwirtschaft. Und das sind nur einige von vielen Beispielen.

400 Produktionsstätten in Europa

In Europa gibt es derzeit etwa 400 Drohnen-Produktionsstätten – allen voran im Vereinigten Königreich, in Frankreich, Deutschland, Italien und in Spanien. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) machen 80% der Firmen aus, die Drohnen entwickeln, produzieren und vermarkten. Die Anwendungsleistungen von Flugkörpern, die momentan zu Hunderten vor allem in Startups entwickelt werden, werden immer spezifischer.

Das Wachstum dieses neuen Marktes in und außerhalb der EU fördert auch die Entstehung einer neuen Dienstleistungsbranche, die die Drohnen-Technik kommerziellen wie staatlichen Kunden zur Verfügung stellen wird. Zudem können sich die Zulieferer freuen: So hängt die Grundlagentechnik – von der Flugsteuerung über Antrieb und Kommunikation bis hin zu Sensoren, Telemetrie und Energie – an einer langen Lieferkette.

Auf lange Sicht ermöglicht die Kooperation zwischen großen Industrien, KMU, Forschungsorganisationen und Universitäten, dass sich lokale Netzwerke mit Drohnen-Expertise sowie Cluster der entsprechenden Zulieferindustrien ausweiten.

Wirkung zeigen, Kooperation fördern

Gerade für Missionen, die für bemannte Flugzeuge zu risikoreich sind oder so gut wie kein fliegerisches Können abverlangen, scheinen Drohnen wie maßgeschneidert. Sie verringern die Gefährdung menschlichen Lebens und sind schlichtweg billiger. Außerdem verbrauchen sie erheblich weniger Treibstoff als „echte Flugzeuge“ und stoßen weniger CO2 aus.

Bereits jetzt tragen Pilotprojekte zu einem großen Teil zum Technologie- und Innovationsaustausch zwischen einzelnen Ländern und der Zusammenarbeit verschiedener Industrien bei. Mit ihrer Mittlerrolle kann die Europäische Kommission, die Kooperation zwischen Drohnen-Produzenten und -nutzern überall in Europa und auf der Welt erleichtern.

Der Weg nach vorn

Als Träger eines Mandats der Kommission hat eine Gruppe europäischer Stakeholder einen Fahrplan dafür erstellt, zivile Drohnen sicher in das EU-Luftfahrtsystem bis 2016 zu integrieren. Bevor der Plan in Kraft treten kann, müssen verschiedene  Fragen geklärt werden, bevor die neue Technik voll zur Entfaltung gelangen kann.

So sollten Drohnen etwa kontinuierlich Zugang zum Luftraum haben, die allgemeine Flugsicherheit dabei jedoch nicht gefährden. Darüber hinaus müssen sie ebenso sicher wie alle anderen Flieger sein. Dies macht ein entsprechendes Regelwerk notwendig, das Aspekte wie Lufttüchtigkeit, geschultes Personal und hinreichende Abfertigung beinhaltet.

Gleichsam will die Kommission potenzielle Bedrohungen angehen. Denn wahrscheinlich wird die vermehrte Nutzung von Drohnen Privatsphäre- und Datenschutzprobleme aufwerfen – durch Videoüberwachung und Programme, die persönliche Daten sammeln, speichern, nutzen und offenlegen. Sich dem Problem angemessen zu stellen, ist definitiv eine Grundvoraussetzung, um unbemannte Flugzeuge in zivilen Missionen einsetzen zu können.

Ohne Frage: Die Drohnen-Industrie eröffnet die einmalige Möglichkeit, Wachstum anzukurblen und Arbeitsplätze zu schaffen. Die futuristische Technik hält gerade Einzug in die Realität – und europäische Firmen steigen mit ihr auf.

Kontakt

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://bit.ly/11p4qSl

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