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Magazin Unternehmen & Industrie

EU-Bürokratie: Kleinunternehmen können Bedenken anmelden

Alle Rechte vorbehalten © Buero Monaco/Getty

Wussten Sie, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) die Europäische Kommission kontaktieren können, wenn sie im Zusammenhang mit Gesetzen und Richtlinien der EU auf Probleme stoßen? Mit Hilfe der 600 Enterprise-Europe-Network-Partner der EU können KMU auf ihre Lage aufmerksam machen, und zwar nicht nur während des Prozesses der Gesetzgebung, sondern auch nachdem Vorschriften erlassen worden sind, ebenso wie auf fortlaufender Basis – durch ein standardisiertes Konsultationsverfahren des Enterprise Europe Network.

Direktes Feedback von KMU hinsichtlich der Folgen von EU-Recht hilft der Europäischen Kommission, bürokratische Lasten zu verringern und KMU dabei zu unterstützen, den Binnenmarkt optimal auszunutzen. KMU sind das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Insgesamt 99 % aller europäischen Unternehmen werden als KMU eingestuft, wobei sie zwei von drei Arbeitsplätzen im privaten Sektor stellen. Da KMU in der aktuellen Krise flexibler als große Unternehmen agieren können und 85 % aller neuen Arbeitsplätze schaffen, ist es für die Europäische Kommission überaus wichtig zu wissen, „wo der Schuh drückt“.

Das Enterprise Europe Network (das „Netzwerk“) steht Unternehmen in der gesamten EU zur Verfügung. Da es Unterstützungsorganisationen für Unternehmen aus über 50 Ländern zusammenbringt, können KMU den Rat von Experten aus EU-Ländern und aus einer Reihe von Nicht-EU-Ländern in Anspruch nehmen. Mit nahezu 600 Partnern ist das Netzwerk fast überall in Ihrer Nähe. „Mit welchen Kontaktstellen des Netzwerkes Sie auch in Verbindung treten, Ihnen wird entweder sofort geholfen oder Sie werden – sofern erforderlich – an Spezialisten in Ihrer Region verwiesen, wo Ihnen weitergehender Rat gegeben werden kann“, so ein Vertreter des Enterprise Europe Network.

Folgencheck mit KMU, bevor neues Recht entworfen wird

Das Netzwerk prüft die Folgen der EU-Gesetzgebung für KMU, bevor neues EU-Recht eingeführt wird, aber auch nachdem es in Kraft getreten ist, wobei in diesem Fall die Folgen für KMU konkret festgestellt werden können. Geplante Gesetzesvorhaben werden in KMU-Unternehmensforen diskutiert, die von Netzwerk-Partnern organisiert werden.

Netzwerk-Partner laden Unternehmen zur Teilnahme an diesen Foren ein und informieren anschließend die Kommission über die Diskussionsergebnisse, damit diese in die Konzeption neuer Gesetzesentwürfe einfließen können (einschließlich Vorschlägen für Richtlinien).

Welche zehn Rechtsakte verursachen den höchsten Aufwand für KMU?

Beschwerden über durch das EU-Recht verursachte Bürokratie hört man oft. Aber es mangelt eindeutig an konkreten Vorschlägen dafür. Vor diesem Hintergrund unterstützt das Netzwerk die Konsultation der Europäischen Kommission: „Sagen Sie uns, was man besser machen könnte – geben Sie uns Anregungen zum Bürokratieabbau!“ Diese Konsultation für KMU soll dazu beitragen, die zehn Rechtsakte zu ermitteln, die von KMU als größte Belastung empfunden werden. Die Konsultation läuft bis 21. Dezember 2012; die Kommission wird nach ihrem Abschluss die Ergebnisse prüfen und überlegen, wie die Situation der KMU verbessert werden könnte.

Kleinunternehmen dabei helfen, ihre geschäftlichen Chancen zu nutzen

Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen, wenn Sie auf der Suche nach internationalen Partnern sind? Sie verfügen nicht über die Ressourcen, um Fördermittel der EU zu beantragen? Sie haben keine Ahnung, wer Ihr Unternehmen finanzieren könnte? Dann holen Sie sich Unterstützung vom Enterprise Europe Network (dem „Netzwerk“), damit Ihr Unternehmen vom EU-Binnenmarkt ebenso profitiert wie die „Big Player“.

Netzwerk-Experten können Ihnen helfen, internationale Geschäftspartner zu finden, neue Technologien ausfindig zu machen und EU-Förderung oder -Finanzierung zu erhalten. Es gibt auch Informationen zu Patentfragen, internationaler Expansion oder EU-Gesetzen und -Normen.

Neben den Unternehmensforen und dem Feedback-Werkzeug unterstützt das Netzwerk KMU bei öffentlichen Konsultationen und bestärkt sie, sich an ein kostenloses Problemlösungs-Netzwerk der EU namens SOLVIT zu wenden. SOLVIT-Zentren sind in der gesamten EU präsent (ebenso in Norwegen, Island und Liechtenstein) und kümmern sich um Probleme, die durch die fehlerhafte Anwendung von EU-Gesetzen durch staatliche Stellen entstehen. Die Zentren beschäftigen sich mit Beschwerden von Bürgern undUnternehmen.

Kontakt

Besuchen Sie die Enterprise-Europe-Network-Website für weitere Informationen einschließlich einer interaktiven Karte, auf der Sie die nächste Niederlassung finden.

Für weitere Informationen dazu, wie die Europäische Kommission KMU befragt, besuchen Sie bitte die Website der Kommission unter SME consultation English.

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