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Magazin Unternehmen & Industrie

Hochkarätige Unterstützung für Unternehmen

All rights reserved © Executive Agency for Competitveness and Innovation, 2011

Die Einrichtung neuer Kontaktstellen in Asien und Afrika durch die Europäische Kommission bedeutet eine weitere Stärkung des Enterprise Europe Network (EEN). Der zunehmende Aktionsradius des Netzwerks wurde auf seiner Jahreskonferenz mit über 900 Teilnehmern aus 50 Ländern deutlich. Auf der Veranstaltung wurden Preise an Unternehmen verliehen, die mithilfe des EEN Geschäftsmöglichkeiten im Ausland wahrnehmen oder ihre Geschäfts- und Forschungsaktivitäten weiterentwickeln können.

Die Konferenz, die vom 26. bis 28. September 2011 in Warschau stattfand, bot außerdem Gelegenheit, über die Fortschritte nachzudenken, die seit Gründung des Netzwerks 2008 als eines wichtigen Bestandteils des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) erzielt wurden.

Das Enterprise Europe Network – mittlerweile in 50 Ländern vertreten – besteht aus fast 600 Partnerorganisationen, zu denen Handelskammern, Unternehmensberatungsstellen und Forschungseinrichtungen gehören. Die Europäische Kommission ist derzeit dabei, den internationalen Wirkungskreis des Netzwerks durch Eröffnung neuer Zweigstellen in Asien und Afrika zu erweitern.

„Um konkurrenzfähig zu sein, müssen europäische Unternehmen sich auf Innovation und Internationalisierung konzentrieren“, erklärte Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum. „Das ‚Enterprise Europe Network‘ ist dabei einer der Schlüssel zum Erfolg. Durch die neuen Zentren in Japan, China und Nordafrika werden sich unseren Unternehmen noch mehr Möglichkeiten bieten.“

Europas strahlende Sieger

Enterprise Europe Network logoAuf der Konferenz wurden fünf innovative KMU als „Network Stars“ English gekürt. Mit den Preisen werden Unternehmen ausgezeichnet, die in enger Zusammenarbeit mit dem Enterprise Europe Network Geschäftsmöglichkeiten im Ausland erschlossen und ihr Unternehmen weiterentwickelt haben. Gewinner der Kategorie New Horizons, in der Unternehmen ausgezeichnet werden, die EEN bei der Erschließung neuer Auslandsmärkte und der Entwicklung neuer Ideen unterstützt hat, waren das dänische Windkraftunternehmen APRO und das britische Unternehmen Cosalt. Die beiden Firmen haben sich im Rahmen des Netzwerks zusammengeschlossen und ein Joint Venture für Offshore-Montagen und Offshore-Dienstleistungen sowie Sicherheits- und Inspektionsdienste für die Windkraftindustrie gegründet; mittlerweile wurden bereits 30 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Verbindung der beiden Unternehmen verdankt sich einer gemeinsamen Mission, die von deren beim Zentrum für Wirtschaftsförderung Herning & Ikast-Brande in Dänemark und bei Targeting Innovation im Vereinigten Königreich angesiedelten lokalen EEN-Kontaktstellen organisiert wurde.

In der Kategorie Doing Good Business English wurden der französische Wissenschaftler Dr. Frédérique Magdinier (Institut LBMC, Lyon) und der britische Forscher Dr. Mark Maconochie (Universität Sussex) für ihre bahnbrechenden Forschungsarbeiten über Möglichkeiten zur Heilung der Schwerhörigkeit ausgezeichnet. „Wir wollten die Entwicklung unserer Technologie in eine neue Richtung lenken, wobei uns Enterprise Europe Network bereitwillig unterstützt hat“, erklärt Dr. Magdinier.

Das lokale Netzwerkteam bei der Handelskammer Rhône-Alpes half Dr. Magdinier dabei, ein Technologieangebot zu verfassen und es in die Technologietransferdatenbank, die über 13 000 Profile enthält, einzugeben. Dr. Maconochie wurde von seiner lokalen Zweigstelle von Europe Enterprise Network South East UK über diese Technologie unterrichtet. Die Forschung hat mögliche Auswirkungen auf die Behandlung erblicher und lärmbedingter Schwerhörigkeit sowie von Schwerhörigkeit, die auf übermäßigen Gebrauch von Antibiotika zurückzuführen ist.

Icarus Sailing Media, das von den beiden ehemaligen griechischen Segelchampions Antonios Kondis und Jason Georgaris betrieben wird, ist mit dem Sonderpreis Rising Star English ausgezeichnet worden, gestiftet von der Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (EAWI), die das Netzwerk im Auftrag der Generaldirektion Unternehmen und Industrie betreibt. Das Netzwerk half ihnen bei der Ermittlung und Sicherung ihrer Rechte des geistigen Eigentums. So konnten sie ein innovatives Unternehmen gründen, das Sendungen über Segelturniere ausstrahlt.

„Man kann keine Verträge unterzeichnen, ohne seine gesetzlichen Rechte zu kennen“, meint Georgaris. „Da wir eher mit technischen Dingen vertraut sind und keine juristischen Kenntnisse haben, wussten wir nicht, wo wir anfangen sollten.“ Katerina Leoussi, Netzwerkkoordinatorin der Athener Kontaktstelle mit Sitz bei der Kammer für kleine und mittlere Unternehmen (Chamber of Small and Medium-Sized Industries) erkannte das Potenzial ihrer Innovation und informierte die Teampartner darüber, wie sie ihre Rechte des geistigen Eigentums schützen und was sie tun können, damit sich ihre Investitionen lohnen.

Immer mehr Möglichkeiten

Die Auszeichnung als „Network Stars“ unterstreicht die wichtige Rolle, die Enterprise Europe Network bei der Förderung von Geschäftsmöglichkeiten von KMU und deren Wachstum spielt. In den letzten drei Jahren hat das Netzwerk 3,1 Millionen europäische KMU unterstützt, mehr als 19 000 lokale Veranstaltungen organisiert und rund 66 000 Unternehmen für Kontaktbörsen und Unternehmerreisen gewonnen. Darüber hinaus hat es Unternehmen bei der Gründung von 4 500 Joint Ventures geholfen und 1 490 Unternehmen bei der Beantragung von Fördermitteln aus dem Siebten Forschungsrahmenprogramm der EU (RP7) unterstützt.

„Heute erblicke ich eine vollständig integrierte Organisation, die sich zum weltweit größten Netzwerk zur Unterstützung von Unternehmen entwickelt hat“, erklärt Joanna Drake, Leiterin der Direktion „KMU und Förderung der unternehmerischen Initiative“ und stellvertretende KMU-Beauftragte bei der Europäischen Kommission. „Wenn man sich vorstellt, dass das Netzwerk gerade einmal drei Jahre existiert, dann hat es Unerwartetes geleistet: es hat nicht nur die Grundlagen für seinen Fortbestand gelegt, sondern auch Wachstumsaussichten im Hinblick auf neue Instrumente und Aufgaben erkennen lassen.“

Übung macht den Meister

Ein weiterer Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung der Best Practice Awards, mit denen Partnerorganisationen und ihren herausragenden Verwaltungs- und Arbeitsmethoden, erstklassigen Dienstleistungen und nützlichen Instrumenten Präsenz und Anerkennung verschafft werden sollten.

Den Preis in der Kategorie „Zugang zu Finanzierungen“ erhielt der finnische Partner Technopolis für seine von ihm entwickelte Kontaktbörse, mit der er Kleinunternehmen mit Kapitalgebern und Großkonzernen zusammenbringt. Das zwei Mal jährlich stattfindende MoneyTalks Forum ermöglicht Unternehmern, um ein Treffen mit anderen Teilnehmern zu bitten. Diese Veranstaltung ist durch eine zunehmend internationale Beteiligung gekennzeichnet.

Gewinner der Kategorie „Dienstleistungen zur Unterstützung von Innovation“ war das Unternehmen ZENIT mit Sitz in Deutschland. Es hat ein webbasiertes Selbstbewertungstool entwickelt, mit dem vor allem die Innovationsfähigkeit analysiert sowie Stärken und Schwächen ermittelt werden können. Den Abschluss bildet dann ein Untersuchungsbericht mit einer Reihe von Empfehlungen. Bereits 35 Unternehmen nutzen das Instrument, und bis Ende des Jahres rechnet man mit 50 bis 60 neuen Anwendern.

Das European Enterprise Network besteht aus 17 Sektorengruppen, die die Kenntnisse, wie man Unternehmen bei der Partnersuche unterstützt und Technologien austauscht, bündeln. In diesem Jahr wurde die Sektorgruppe Landwirtschaft und Nahrungsmittel English für ihr Partnerschaftsinstrument ProProProgram mit dem Best Practice Award ausgezeichnet. Bei Sektorentreffen soll es den Wissensaustausch erleichtern und Chancen auf Partnerschaften optimieren helfen.

Kontakt

Referat „Europa 2020 und nationale wettbewerbspolitische Ansätze“
Referat „Wirtschaftsanalyse und Folgenabschätzungen“
Generaldirektion Unternehmen und Industrie

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