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Magazin Unternehmen & Industrie

Maßgeschneiderte Unterstützung für Unternehmen in 17 Branchen

All rights reserved © Francesco Ridolfi - Shutterstock.com

Das Enterprise Europe Network hilft europäischen KMU bei der Suche nach Geschäfts- und Technologiepartnern und bei der Beantragung von EU-Fördermitteln. Darüber hinaus bietet das Netzwerk kleinen Unternehmen aus 17 wichtigen Wirtschaftszweigen – vom Einzelhandel bis zur Raumfahrttechnologie – individuelle Unterstützung. Aus den jeweiligen Sektoren kommen Fachleute aus ganz Europa zusammen, um Kooperationsveranstaltungen und Partnerbörsen zu organisieren, wobei sie ihre Fachkompetenz bei der Erschließung neuer Märkte und Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen einsetzen.

Experten für Unternehmensförderung aus 17 wichtigen Branchen haben sich zusammengeschlossen, um in ihrem Bereich Unternehmen individuell zu unterstützen. Sie gehören zum Enterprise Europe Network, das 3 000 Experten in 600 lokalen Einrichtungen aus 48 Ländern verbindet.

Das Netzwerk hilft kleinen und mittleren Unternehmen, die Geschäftspartner suchen, Technologie- und Forschungspartnerschaften eingehen möchten, beraten werden wollen, wie sie europäische und internationale Märkte bestmöglich nutzen können oder die Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten benötigen.

Um die Unterstützung noch besser auf die Bedürfnisse bestimmter Branchen ausrichten zu können, bündelt das Enterprise Europe Network seine Kompetenzen in 17 Sektorgruppen der wichtigsten Industriezweige (siehe Kasten), von der Nahrungs- und Genussmittelindustrie English und der Umweltindustrie English bis hin zu intelligenten Energiesystemen English und Informations- und Kommunikationstechnologien English.

Positionierung im Tourismussektor

Enterprise Europe Network logoDie Sektorgruppe für Tourismus und Kulturerbe strebt die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Tourismusindustrie und die Förderung von Innovationen innerhalb der Branche an. Außerdem unterstützt die Gruppe den Bereich „Kulturerbe“ als bedeutenden Faktor des europäischen Tourismus. Die EU ist das weltweit am häufigsten angesteuerte Reiseziel. Mit einem Tourismussektor, der aus rund 1,8 Mio. Unternehmen – viele davon KMU – besteht trägt er jeweils etwa 5 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und zur Beschäftigtenzahl der Union bei.
„Unsere Hauptziele bestehen darin, Innovation im Tourismus zu fördern und uns für eine nachhaltige Nutzung des Natur- und Kulturerbes durch Unterstützung des neuen politischen Rahmens für Tourismus der Europäischen Union einzusetzen“, erklärt Sabrina Montaguti des in Florenz ansässigen Netzwerkpartners Promofirenze und Vorsitzende der Sektorgruppe. „Außerdem wollen wir die Zusammenarbeit von Unternehmen sowie nachhaltige Partnerschaften fördern.“

Die Sektorgruppe setzt sich aus Vertretern der Wirtschaft aus 13 Ländern zusammen. Sie führt eine Reihe von Aktivitäten durch, so etwa der Entwurf von Leitlinien zur Gründung eines Tourismusunternehmens, die Erfassung nationaler, europäischer und internationaler Tourismusveranstaltungen, die Verbreitung bewährter Verfahren sowie der kontinuierliche Dialog mit Entscheidungsträgern. Die Sektorgruppe hat ferner Benchmarkanalysen für Strategien zur Tourismusförderung auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene entwickelt.

Bislang konnten bei den von der Sektorgruppe „Tourismus und Kulturerbe“ organisierten Kooperationsveranstaltungen bereits Partnerschaftsabkommen zwischen europäischen KMU unterzeichnet werden. Bei einem deutschen Reisebüro, das Ferien für Menschen mit eingeschränkter Mobilität organisiert, führte das Treffen mit einem griechischen Hotelunternehmen schnell zu positiven Ergebnissen English.

Klein, aber fein

Darüber hinaus finden auch weniger traditionelle Branchen Unterstützung. Die Mikrotechnologie hat vor allem in den Bereichen Informatik, Elektronik und Maschinen unsere Arbeitsweise und Freizeit revolutioniert. „In den letzten 25 Jahren hat die Bedeutung der Mikrotechnologie stark zugenommen, und dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen“, betont Rim Stroeks, Berater des Enterprise Europe Network vom niederländischen Netzwerk Syntens. „Der Industriezweig war früher nur in einer Handvoll von Ländern vertreten, aber nachdem in den letzten Jahren neue Akteure in Erscheinung getreten sind, gibt es eine breitere geografische Streuung.“

Die nächste technologische Revolution scheint sich im Nanometerbereich (ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter) anzubahnen. Die Nanotechnologie zieht große Aufmerksamkeit auf sich, sowohl von Wissenschaftlern als auch von Unternehmen.

Der Nanometerbereich zeichnet sich durch völlig unterschiedliche Materialeigenschaften aus. Durch Nutzung dieser Eigenschaften hoffen Wissenschaftler, auf zahlreichen Gebieten stärkere, leichtere und widerstandsfähigere Materialien und Geräte entwickeln zu können – von Datenverarbeitung, Halbleitern und Nanoelektronik bis hin zum medizinischen Bereich. Zu den möglichen Anwendungen zählen extrem reißfeste und leichte Gewebe, lichtemittierende Dioden, die keine Wärme erzeugen und Computerchips, die so klein sind, dass 400 von ihnen auf einem Stecknadelkopf Platz finden.

Um KMU dabei zu helfen, mit dem hohem Innovationstempo und dem technologischen Wandel in diesem sich schnell verändernden Bereich Schritt halten zu können, hat das Enterprise Europe Network die Sektorgruppe Nano- und Mikrotechnologien ins Leben gerufen. „Die Nanotechnologie ist ein neuer Industriezweig mit herausragender Bedeutung. Aus diesem Grund benötigen wir eine Sektorgruppe, die Industrie und Wissenschaft zusammenbringt“, erklärt Stroeks, Vorsitzender der Gruppe.

Die Gruppe bietet Industrie und Forschungseinrichtungen gezielte Unterstützung, fördert die Zusammenarbeit von Unternehmen und Kooperationen in den Bereichen Forschung und Technologie, hilft beim Abbau von Markthemmnissen, die bei Spitzentechnologien erheblich sein können, befasst sich mit ethischen Fragen, dokumentiert die Situation in den Vereinigten Staaten und in Japan und weckt Verständnis für neue Maßnahmen und Vorschriften der EU.

„Da die Nanotechnologie noch ein junger Wirtschaftszweig ist, wirft sie eine Reihe von Fragen zu Sicherheit, Gesundheit und Ethik auf“, bemerkt Stroeks. „Die Sektorgruppe kann das öffentliche Bewusstsein schärfen und eine öffentliche Debatte fördern, die sich auf Fakten stützt.“

Den richtigen Partner finden

Die Sektorgruppen organisieren regelmäßige Kooperationsveranstaltungen und Partnerbörsen sowie Besichtigungen von Unternehmen. Die Sektorgruppe Nano- und Mikrotechnologien richtete die siebte derartige Veranstaltung auf der letztjährigen Micronora aus, einer alle zwei Jahre stattfindenden Messe für Mikro- und Nanotechnologie in Frankreich, mit Hunderten von Ausstellern und rund 15 000 Besuchern.

Eineinhalb Tage lang brachte die Kontaktbörse Vertreter von Unternehmen und Instituten aus Frankreich, Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und der Schweiz zusammen. Auf der Basis von Präferenzen, die vor der Veranstaltung angegeben werden konnten, lernten sich die Kooperationswilligen bei einem halbstündigen „Speed-Dating“ kennen.

Im Rahmen eines Firmenbesuchs stellte die Sektorgruppe „Nano- und Mikrotechnologien“ Unternehmen eines im niederländischen Eindhoven ansässigen Clusters für Feinmechanik und Mechatronik einem thüringischen Cluster vor, welcher sich unter anderem auf Direktantriebstechnik, Leistungselektronik und Sensoren spezialisiert hat. Im Juni 2010 reiste eine niederländische Delegation nach Thüringen, während im folgenden Dezember eine deutsche Delegation nach Eindhoven fuhr. Aus den Besuchen gingen vier Partnerschaftsabkommen zwischen den niederländischen und deutschen Unternehmen hervor.

Die Sektorgruppen des Netzwerks

  • Nahrungs- und Genussmittel English
  • Automobilindustrie, Verkehr und Logistik English
  • Biotechnologie, Arzneimittel- und Kosmetikindustrie
  • Chemische Industrie
  • Kultur- und Kreativwirtschaft
  • Umweltindustrie English
  • Gesundheitsindustrie English
  • Industrie und Dienstleistungen im Bereich IKT English
  • Intelligente Energiesysteme English
  • Schifffahrtsindustrie und Seeverkehrsdienstleistungen
  • Werkstoffe und Materialien
  • Nano- und Mikrotechnologien
  • Dienstleistungen und Einzelhandel
  • Luft- und Raumfahrt
  • Nachhaltiges Bauen English
  • Textilien English
  • Tourismus und Kulturerbe English

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