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Zugang zu Südamerika für KMU erleichtert

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Nach dem erfolgreichem Start des IPR Helpdesks für KMU in China und Südostasien wird die Europäische Kommission auch für den Gemeinsamen Markt Südamerikas (Mercosur) einen Helpdesk eröffnen. KMU können sich dort kostenlos informieren und eine Vielzahl von Dienstleistungen in Anspruch nehmen, einschließlich Rechtshilfe für den Schutz geistigen Eigentums. Damit hilft die Kommission europäischen KMU, am anhaltenden Wachstum des Mercosur teilzuhaben.

Im Rahmen ihrer Aktivitäten, EU-Unternehmen Wachstumsmärkte zugänglich zu machen, wird die europäische Kommission bald auch einen Helpdesk für den Gemeinsamen Markt Südamerikas (Mercosur) eröffnen. Er soll den Marktzugang zu dieser Region erleichtern, die Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela und Bolivien umfasst.

Der Mercosur und das benachbarte Chile bieten europäischen Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), große Wachstumsmöglichkeiten. Gleichzeitig stellt die Region Firmen, die europäische Geschäftspraktiken gewohnt sind, jedoch vor besondere Herausforderungen: Andere Sprachen, Sitten und Regelungen gehören zu den Hindernissen, die überwunden werden müssen, um das enorme Potenzial tatsächlich nutzen zu können.

Um leichter in der Region Fuß zu fassen, können europäische Unternehmen auf den Helpdesk und seine Dienstleistungen zählen. Wie bei den von der Kommission finanzierten Helpdesks in Asien, werden auch beim Mercosur-Helpdesk Beratung und Anleitung im Bereich der geistigen Eigentumsrechte (IPR) im Vordergrund stehen. Er wird vor allem Schulungsunterlagen verbreiten und wird Kontakte vor Ort knüpfen, die helfen können, IPR-Schutz durchzusetzen. So ist zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit einheimischen Strafverfolgungsbehörden und Anwälten vorgesehen. Ziel ist, dass Diskrepanzen zwischen gesetzlichen Regelungen und Erwartungen den Marktzugang für EU-Unternehmen nicht behindern.

Der Mercosur-Helpdesk ist Teil der laufenden Investitionen der EU in die Region. In ihrem regionalen Strategiepapier 2007-2013 unterstützt die EU den Mercosur mit € 50 Millionen. Damit schafft sie die institutionellen und ordnungspolitischen Instrumente, die EU-Unternehmen helfen, zukünftig in der Region leichter zu expandieren. Die Partnerschaft geht jedoch über diese Aspekte hinaus: Die EU möchte auch einen effizienteren institutionellen Rahmen schaffen, um Demokratie und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Der Mercosur-Helpdesk ist der jüngste Schritt in der Zusammenarbeit zwischen den Mercosur-Ländern und der EU, die mit 20 % ihres Handelsvolumens der größte Handelspartner des Mercosur ist. Mit einem Anstieg der EU-Exporte in die Region von € 28 Milliarden im Jahr 2007 auf € 50 Milliarden im Jahr 2012 hat der Mercosur mittlerweile einen Anteil von 3 % am gesamten Handelsvolumen der EU. Die wichtigsten EU-Exporte in die Mercosur-Region kommen aus den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau (45 % der gesamten Ausfuhren) sowie Chemikalien (22 %). Bei kommerziellen Dienstleistungen ist die EU ebenfalls ein Hauptexporteur – 2011 entfielen auf die Mercosur-Länder mehr als € 15,9 Milliarden der kommerziellen EU-Dienstleistungen. Bei Direktinvestitionen in die Region ist die EU die Nummer eins.

Die Europäische Kommission hilft EU-Unternehmen proaktiv dabei, in den Märkten der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt Fuß zu fassen. Neben dem Mercosur-Helpdesk unterstützt die Kommission auch den China-KMU-Helpdesk für IPR und den ASEAN-Helpdesk (Association of Southeast Asian Nations). Beide Initiativen betreiben gemeinsam den „Your IP Insider”-Blog, der neben Fallstudien, Schulungen, Veranstaltungen etc. zu den zahlreichen Dienstleistungen gehört, die europäische KMU mit News, Ratschlägen und Informationen zum asiatischen Markt unterstützen.

Kontakt

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/enterprise/initiatives/ipr/index_de.htm

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