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Magazin Unternehmen & Industrie

Kooperation mit China zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Industrie

Alle Rechte vorbehalten © Diego Cervo/Shutterstock

Um die Energieeffizienz industrieller Produktion zu steigern und einen besseren Marktzugang für energieeffiziente Produkte zu schaffen, arbeiten Europa und China an gemeinsamen Grundlagen für industrielle Effizienz. Nach der bereits erfolgten Zustimmung zu zahlreichen Kooperationsthemen wird diese Zusammenarbeit den Marktzugang erleichtern und helfen, Treibhausgase zu verringern.

Die Europäische Kommission und China kooperieren für eine emissionsarme, ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft. Zu diesem Zweck wurde 2010 eine spezielle Arbeitsgruppe geschaffen, die die industrielle Energieeffizienz verbessern und den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren soll. Die Zusammenarbeit erfolgt in drei wesentlichen Bereichen: sektorbasierte Aktionen für eine energieeffiziente Industrie, Produktpolitik (vor allem Ökodesign) sowie Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Industriepolitik. Die wichtigsten Ziele sind, Chancengleichheit für energieintensive Industrien zu schaffen und die Märkte des jeweils anderen für energieeffiziente Produkte fair zugänglich zu machen. Der globale Markt für Umweltgüter und Dienstleistungen wird auf jährlich 1.000 Mrd. Euro  geschätzt. Und diese Zahl soll sich bis zum Jahr 2020 verdoppeln oder sogar verdreifachen.

Im Oktober 2012 fand das dritte Treffen der Arbeitsgruppe „Industrielle Energieeffizienz und Reduktion von Treibhausgasemissionen“ in China statt. Während der Plenarsitzung, die der stellvertretende Minister des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT), Su Bo, und der Generaldirektor des GD für Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission, Daniel Calleja Crespo, leiteten, identifizierte die Arbeitsgruppe mögliche Bereiche der Zusammenarbeit. Zu diesen gehören:

  1. Messung der CO2-Emissionen: Die Kooperation wird ausgeweitet, um sicherzustellen, dass vorhandene internationale Protokolle zur Emissionsmessung in energieintensiven Sektoren wie Stahl und Zement implementiert werden.
  2. Kapazität für Energiemanagement: Unterstützung der fortlaufenden Anwendung vorhandener Regelwerke wie EMAS (European Eco-Management and Audit Scheme), um Kapazitäten für das Energiemanagement zu schaffen.
  3. Ökodesign: Anerkennung des hohen Mehrwerts der Zusammenarbeit in diesem Bereich und mehr Projektvorschläge im Jahr 2013.
  4. Wiederaufarbeitung: Erkundung der Möglichkeiten für eine Kreislaufwirtschaft. Hier geht es zunächst darum, die Reichweite und Auswirkungen der Wiederaufarbeitung zu definieren sowie Informationen über bereits eingesetzte oder momentan ausgearbeitete Richtlinien und Vorschriften auszutauschen.
  5. Feststoffabfall: Das MIIT wird in das Feststoffabfall-Kooperationsprojekt der EU einbezogen.
  6. Katalogisierung vorhandener Projekte: Bestimmung und bessere Synergienutzung zwischen verschiedenen Projekten wie SWITCH-Asia oder dem „Low Emission Capacity Building Programme“ der Vereinten Nationen.
  7. Bereiche der industriellen Energieeffizienz: Der Markt für Energieeffizienz stellt für beide Parteien ein großes Potenzial dar, da er einen fairen und gegenseitigen Zugang zu den Märkten für energieeffiziente Produkte und Technologien gewährleistet.
  8. Marktbedingungen: Schaffung von Marktbedingungen in China, die existenzfähige Geschäftsmodelle für Unternehmen in den unterschiedlichsten Sektoren erlauben.

Das MIIT wird zudem einen Vorschlag zur Zusammenarbeit beim Ausbau der grünen Wirtschaft zwischen der EU und China“ einreichen. Erste Aspekte wurden bereits während des Treffens vorgestellt. Beide Seiten stimmen darin überein, die Reichweite und Tiefe der Diskussionen im Jahr 2013 in allen drei Bereichen der Zusammenarbeit zu intensivieren.

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, begrüßte diese Kooperation: „Wir möchten es europäischen Unternehmen und ganz besonders KMU ermöglichen, das riesige Potenzial energieeffizienter Produkte auszuschöpfen. Das volle Marktpotenzial zugänglich zu machen, erfordert zwar noch einige Anstrengungen, die Kooperation in diesem Bereich stellt aber den ersten Schritt zur Unterstützung sowohl europäischer als auch chinesischer Unternehmen dar. Es ist entscheidend, dass sich Europa schnell aus der aktuellen Krise befreit und dass wir alle Möglichkeiten nutzen, um Europa wieder zu mehr Wachstum zu verhelfen.“

Kontakt

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte:

http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/bilateral-relations/countries/china/

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