30/11/11 Innovation
Die Finanzierung sozialer Innovation

Soziale Innovation in Europa kann dazu beitragen, die Herausforderungen im Grenzbereich zwischen „Sozialem“ und „Wirtschaftlichem“ zu bewältigen. Dies ist jedoch nur mit einer angemessenen Finanzierung möglich. In einem neuen Bericht werden die Finanzierungsmöglichkeiten zur Unterstützung sozialer Innovation in Europa durch staatliche Förderprogramme, private Mittel und gemeinnützige Stiftungen aufgezeigt und Empfehlungen ausgesprochen. Der Bericht bietet auch eine Reihe konkreter Empfehlungen für künftige Finanzierungsprogramme und betont, dass soziale Innovation ein ganzes Maßnahmenbündel erfordert, von Finanzierungsideen bis hin zu einer breit angelegten Durchführung etwa in den Bereichen Pflege, Bildung und Mobilität.
In dem Maße, wie sich Gesellschaften an veränderte wirtschaftliche und soziale Bedingungen anpassen müssen, entstehen auch neue Geschäftsmöglichkeiten. Genossenschaftsbanken, Hospize und Mikrofinanzierungseinrichtungen sind nur einige Beispiele für diese Art sozialer Innovation. Die Europäische Union sieht in sozialer Innovation eine wichtige Tendenz des Wandels, die ihrer Auffassung nach zur Erfüllung bestimmter gesellschaftlicher Aufgaben, die derzeit weder vom Markt noch durch die öffentliche Hand wahrgenommen werden, genutzt werden kann.
Anreize für innovatives Wachstum
Innovation im öffentlichen Sektor und soziale Innovation zählen daher zu den Schwerpunkten der Innovationsunion, einer Leitinitiative der EU-Strategie Europa 2020. Von der „Initiative für soziale Unternehmen” sollen starke Impulse für soziale Unternehmer und die soziale Innovation in Europa ausgehen. Als Teil einer Gesamtstrategie zur Bewältigung dringlicher Herausforderungen wie etwa Klimaschutz, Energie, Gesundheit und Alterung der Bevölkerung durch Beschreiten neuer und erfinderischer Wege gilt soziale Innovation als entscheidendes Element zur Erreichung der „Europa 2020“-Ziele.
In diesem Zusammenhang hat die Europäische Kommission die Initiative Soziale Innovation für Europa gestartet, eine „virtuelle Drehscheibe“, die über ein Netzwerk sozialen Unternehmern, der Öffentlichkeit und dem Dritten Sektor Fachwissen zur Verfügung stellt. Sie soll zur Bildung eines dynamischen, unternehmerischen und innovativen Europas und zu integrativem, intelligenten und nachhaltigen Wachstum beitragen.
Zur Entwicklung der „Initiative für soziale Unternehmen“ wurde jüngst auch eine Konsultation zu den Möglichkeiten der Unterstützung sozialer Unternehmen durch private Investmentfonds durchgeführt (Eingabeschluss war der 14. September 2011). Mit der Konsultation wurden alle beteiligten Akteure um ihre Einschätzung gebeten, ob die bestehenden Regelungen des Europäischen Investitionsfonds in Bezug auf soziale Unternehmen, die soziale, ethische oder ökologische Zielsetzungen mit unternehmerischer Initiative und innovativen Geschäftsideen verbinden, reibungslos funktionieren.
Die Rolle der Finanzierung
Während das Potenzial sozialer Innovation allgemein anerkannt ist, sind die entsprechenden Finanzierungsinstrumente jedoch unterentwickelt, wie die jüngst veröffentlichte Studie „Financing social innovation: state of play in Europe and throughout the World“ der Initiative „Soziale Innovation für Europa" klarstellt. In der Studie über den derzeitigen Stand der Finanzierung sozialer Innovation werden auch Möglichkeiten diskutiert, wie diese Finanzierung weiter verbessert werden kann. Die Untersuchung ist Teil einer Folge von Berichten und Empfehlungen zur Ermittlung, Analyse und Unterstützung bewährter Praxis auf diesem Gebiet.
Die Studie zeigt, wie die EU auf verschiedenen Wegen Bürger und Organisationen bei der Bewältigung sozialer Themen unterstützt. Zur Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts wurden Strukturfonds wie der Europäische Sozialfonds (ESF) eingerichtet. Ziel des ESF ist die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen in der EU durch Kofinanzierung nationaler, regionaler und lokaler Projekte. Im Zeitraum 2007-2013 werden den Mitgliedstaaten und Regionen der EU insgesamt rund 75 Milliarden EUR zugeteilt, das entspricht etwa 10 % des EU-Gesamthaushaltes. Ein weiterer Strukturfonds ist der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dessen Schwerpunkt Programme zur Unterstützung regionaler Entwicklung, wirtschaftlichen Wandels, verstärkter Wettbewerbsfähigkeit und territorialer Zusammenarbeit bilden. Viele im Rahmen von INTERREG und URBACT finanzierte Projekte unterstützen soziale Innovation in lokalen Gemeinschaften.
Die EU-Mikrofinanzierungsfazilität PROGRESS ist eine Initiative zur technischen Unterstützung durch JASMINE im Rahmen von EFRE und koordiniert vom ESF, die nicht finanzielle Maßnahmen wie etwa Dienstleistungen zur Unternehmensentwicklung unterstützen kann. Der Fonds hat Verpflichtungen in Höhe von 100 Mio. EUR aus dem Programm PROGRESS und weitere 100 Mio. EUR von der Europäischen Investitionsbank (EIB) und plant eine Mittelvergabe von jährlich 50 Mio. EUR bis 2015.
Forschung und Vernetzung im Bereich sozialer Innovation werden auch durch die Rahmenprogramme (RP) für Forschung und technologische Entwicklung unterstützt. RP7 mít einer Laufzeit von 2007 bis 2013 und einem Gesamthaushalt von 51 Mrd. EUR fördert Projekte zur Entwicklung einer wissensbasierten Wirtschaft und Gesellschaft. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Projekt „Knowledge and policy in education and health sectors“ (KNOWandPOL), in dessen Rahmen kürzlich eine Veranstaltung zum Thema „Die sich wandelnde Rolle des Wissens in der europäischen Bildungs- und Gesundheitspolitik” organisiert wurde. Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Innovation können über die Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis (RSFF) im Rahmen von RP7 und in den Themenbereichen wie Gesundheit (öffentliche Gesundheit) und IKT (elektronische Gesundheitsdienste, Eingliederung) unterstützt werden. Die Studie ermittelt auch ein breites Spektrum nicht institutioneller Formen sozialer Finanzierung, wie Sozialbanken, kommerzielle und soziale Investmentfonds und soziale Risikokapitalfonds (venture philanthropy funds).
Neue Herausforderungen
Die Untersuchung betont, dass sich Europa nun der Herausforderung stelle muss, die Quellen zur Finanzierung sozialer Innovation in allen Sektoren und auf allen Entwicklungsstufen zu fördern. Innerhalb eines Zeitrahmens von fünf bis zehn Jahren soll ein breiteres Spektrum von Quellen erschlossen werden, mit denen neue Konzepte, mehr Spin-offs von Hochschulen im Bereich soziale Innovation, die Unterstützung von Netzwerken privater Geldgeber (Business Angels), ein entwickelterer Kapitalmarkt für soziale Unternehmen sowie Fördermittel für regionale Entwicklung finanziert werden, mit denen Städte und Regionen für die Übernahme von Innovationen, die sich andernorts als erfolgreich erwiesen haben, ausgezeichnet werden.
Um diese Ziele zu erreichen, werden in der Untersuchung eine Reihe von Empfehlungen ausgesprochen, darunter die Bereitstellung von 25 % des Haushalts der Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis (RSFF) zur Finanzierung sozialer Innovation, die derzeit nicht von der Fazilität unterstützt wird. Außerdem wird der Europäische Investitionsfonds ermutigt, soziale Unternehmungen durch die Entwicklung einer europäischen Fazilität für soziale Investitionen zu fördern.
Eine weitere Empfehlung sieht die Einrichtung einer „challenge.eu”-Website (in Anlehnung an das US-amerikanische Beispiel) vor, mit der Anreize für eine Zusammenarbeit von Regierung und Öffentlichkeit geschaffen werden könnten. Zu den von Regierungsstellen auf der Website eingestellten Aufgaben können Bürger und Organisationen der Zivilgesellschaft ihre Anträge eingeben. Der Bericht fordert auch einen strategischeren Einsatz des öffentlichen Beschaffungswesens beim Kauf innovativer Produkte und Dienstleistungen sowie größere Unterstützung von KMU für deren Beteiligung an Ausschreibungen.
Trotz des Zwanges zu Haushaltskonsolidierungen sollten öffentliche Auftraggeber ermutigt werden, in Lösungen für schwierige soziale Herausforderungen zu investieren, bei denen nachweislich Einsparungen erzielt werden können. Vergabestellen sollten innovative und fortschrittliche Vorschläge nicht unter Berufung auf Haushaltskürzungen und die notwendige Sicherstellung grundlegender Dienste zurückweisen.
Private Firmen sollten ebenfalls ermutigt werden, soziale Unternehmungen mit öffentlichen oder sozialen Partnern ins Leben zu rufen, um Innovationen zu nutzen, die auf dem freien Markt wirtschaftlich nicht tragfähig sind. Es bestehen eine Reihe von Möglichkeiten, Finanzierungslücken zu schließen, zum Beispiel durch die Eröffnung neuer Investitionskanäle wie etwa die Einrichtung von Sozialbörsen zur Erleichterung der Kapitalbeschaffung durch Ausgabe von Fremdkapital oder Obligationen, der Aufbau sozialer Investmentbanken oder die Verwendung von Mikrokrediten für Direktfinanzierungen.
Bewährte Verfahren zur Unterstützung sozialer Innovation
Eine Reihe von sozialen Unternehmen hat eine Vorreiterrolle inne, wenn es darum geht, die Verfügbarkeit von Finanzmitteln für innovative Konzepte zu gewährleisten. 3SC, eine Partnerschaft von zehn zivilgesellschaftlichen Organisationen, gibt im Auftrag von Freiwilligengruppen und gemeinnützigen Organisationen der Zivilgesellschaft Angebote für Großaufträge des öffentlichen Sektors ab, während Big Issue Invest (BII) Direktfinanzierungen für soziale Unternehmen mit wirtschaftlichen Lösungen für soziale und ökologische Aufgaben anbietet. Die Kriterien für die Bewilligung von Unterstützung sind ein offensichtlicher sozialer Zweck, ein überzeugendes Geschäftsmodell, eine solide Verwaltung und der Nachweis von nachhaltigen Einnahmen und Wachstumspotenzial.
Französischer Versuchsfonds für die Jugend
Der französische Versuchsfonds für die Jugend (Fonds d’Expérimentation pour la Jeunesse - FEJ) mit einem Haushalt von 230 Mio. EUR wurde 2008 von Martin Hirsch, dem Hohen Kommissar für Jugend bei der französischen Verwaltung, gegründet. Er dient der Koordinierung von Erprobung und Evaluierung jugendpolitischer Maßnahmen. Der Fonds wurde zur Förderung innovativer Programme für Jugendliche aufgelegt. Ziel ist die Wertschätzung und Anerkennung der Fähigkeiten junger Menschen, bei der auch außerhalb der formalen Bildung erworbene Fähigkeiten berücksichtigt werden. Seit seiner Gründung wurden durch den Fonds 350 Projekte finanziert und evaluiert.
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Die Europäische Kommission hat zur Förderung der Schlüsseltechnologien (Key Enabling Technologies – KET) in Europa aufgerufen. Für das Marktvolumen der KET (Mikro-/Nanoelektronik, Nanotechnologie, Photonik, Materialwissenschaften, industrielle Biotechnologie und fortschrittliche Fertigungstechnologien) wird zwischen 2008 und 2015 ein Anstieg von 646 Milliarden EUR auf über 1 Billion EUR prognostiziert: Das entspricht sage und schreibe einem Plus von mehr als 54 % beziehungsweise über 8 % des BIP der EU! Auch die Zahl der damit verbundenen Arbeitsplätze wird rasch zunehmen. Allein im Bereich der Nanotechnologie dürfte die Zahl der Stellen von 160.000 im Jahr 2008 bis 2015 auf rund 400.000 anwachsen.
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Ohne Weltrauminfrastrukturen und -dienste wäre unser Alltag nicht vorstellbar – doch der Schrott im All stellt für sie ein erhebliches Risiko dar. Schon jetzt verlieren die europäischen Satellitenbetreiber durch Kollisionen etwa 140 Millionen EUR pro Jahr, ein Betrag, der in den kommenden zehn Jahren auf 210 Millionen steigen soll. Deshalb will die EU-Kommission die EU-Mitgliedstaaten dabei unterstützen, ihre nationalen Weltraumüberwachungsprogramme (space surveillance and tracking, SST) zu bündeln, um gefährlichen Weltraumschrott besser lokalisieren und überwachen zu können. Mit dem vorgeschlagenen SST-Service könnten Satellitenbetreiber über Kollisionsrisiken und Behörden über unkontrollierte Wiedereintritte informiert werden.
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Die European Mobile and Mobility Industries Alliance (EMMIA - Verband für mobile Kommunikation und Mobilität), dieregionale und nationale Entscheidungsträger und Praktiker auf europäischer Ebene zusammenbringt, hilft den europäischen Touristen, das Beste aus ihren Ausflügen herauszuholen. Durch die Nutzung modernster mobiler Technologien macht die EMMIA entfernte Ziele zum Greifen nah, stärkt so die lokale Wirtschaft und schafft unvergessliche Ausflüge.
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Mit dem „Planetary Robotics Vision Scout“-Projekt (ProViScout) fördert die Europäische Kommission die zukünftige Erkundung des Alls. Als gemeinsames EU-Projekt führt es die wichtigsten europäischen Gruppen zusammen, die an robotischem Sehen für die planetarische Weltraumforschung arbeiten. Das Ergebnis ist futuristische Technologie – heute.
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Europa steht vor einer Reihe von Herausforderungen, die von einer gegen chronische Erkrankungen kämpfenden alternden Bevölkerung bis hin zum Unvermögen junger Menschen, eine geeignete Beschäftigung zu finden, reicht. Aus diesem Grund engagiert sich die Europäische Kommission Lösungen zu finden, die sowohl unseren sozialen als auch wirtschaftlichen Bedürfnissen entsprechen. Mithilfe des europäischen Wettbewerbs zur sozialen Innovation ermittelt die Kommission neue Quellen für Arbeitsplätze, die aus den heute dringendsten Herausforderungen geschaffen werden.
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Ein Schlüssel für den Erfolg am globalen Markt ist für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) die Einbindung in den elektronischen Datenaustausch – genannt „electronic data interchange“ (EDI). Dieses System ermöglicht Betrieben einen besseren Datentransfer zwischen ihrer Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie der von ihren Kunden und Zulieferern. Aufgrund der hohen Kosten brachte EDI in den vergangenen Jahren fast nur großen Firmen Vorteile. Dank einiger Pilotprojekte – gefördert von der Europäischen Kommission – können KMU nun leichter IKT-Systeme für die globalen Lieferketten in der Automobilindustrie („auto-gration“) sowie im Transport- und Logistiksektor („DiSCwise“) nutzen.
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Kann Innovation im öffentlichen Sektor Wachstum fördern? Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist diese Frage von besonderer Bedeutung, da effektive Wege zur Schaffung von Wirtschaftswachstum gesucht werden. Eine neue Umfrage liefert zu diesem Thema interessante Daten aus Unternehmenssicht, da viele der Befragten die Verbesserungen von öffentlichen Dienstleistungen für Unternehmen auf Innovation zurückführen. Außerdem besteht eine große Nachfrage nach Innovation im öffentlichen Sektor, und die Europäische Kommission will im Verlauf des Jahres ein Pilotprojekt in Form eines Innovationsanzeigers für den öffentlichen Sektor starten, um die Mitgliedstaaten beim Austausch der besten Verfahrensweisen zu unterstützen.
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Die Europäische Kommission hat eine ehrgeizige Europäische Innovationspartnerschaft für Rohstoffe vorgeschlagen mit dem Ziel, Europa bis zum Jahr 2020 als Vorreiter bei der Rohstofferschließung, -gewinnung, -verarbeitung und dem Rohstoffrecycling sowie bei entsprechenden Ersatztechnologien zu etablieren. Die wesentlichen Ziele bestehen darin, eine nachhaltige Beschaffung von Rohstoffen für die europäische Industrie sicherzustellen und EU-Unternehmen dabei zu unterstützen, innovative Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf den Markt zu bringen.
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Der diesjährige Innovationsanzeiger (Innovation Union Scoreboard) zeigt, dass die meisten Mitgliedstaaten ihre Innovationsleistungen verbessern konnten. Somit liegt die Europäische Union zwar klar vor den Schwellenländern China, Brasilien, Indien, Russland und Südafrika, konnte aber nicht zu Innovationsführern wie den USA, Japan und Südkorea aufschließen. Um die Schwächen der EU in diesem Bereich zu überwinden, sind weitere Anstrengungen notwendig. Ein in diesem Zusammenhang besonders wichtiger Bereich ist die Innovationsaktivität von Unternehmen.
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Soziale Innovation in Europa kann dazu beitragen, die Herausforderungen im Grenzbereich zwischen „Sozialem“ und „Wirtschaftlichem“ zu bewältigen. Dies ist jedoch nur mit einer angemessenen Finanzierung möglich. In einem neuen Bericht werden die Finanzierungsmöglichkeiten zur Unterstützung sozialer Innovation in Europa durch staatliche Förderprogramme, private Mittel und gemeinnützige Stiftungen aufgezeigt und Empfehlungen ausgesprochen. Der Bericht bietet auch eine Reihe konkreter Empfehlungen für künftige Finanzierungsprogramme und betont, dass soziale Innovation ein ganzes Maßnahmenbündel erfordert, von Finanzierungsideen bis hin zu einer breit angelegten Durchführung etwa in den Bereichen Pflege, Bildung und Mobilität.
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Eine abschließende Bewertung der Leitmarktinitiative der Europäischen Union, mit der neue Märkte für innovative Produkte und Dienstleistungen geschaffen und weiterentwickelt werden sollen, kam zu dem Schluss, dass dieses Konzept in verschiedenen Branchen zwar konkrete Ergebnisse vorzuweisen hat, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas jedoch noch weiter ausgebaut werden muss.
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Durch öffentliche Beschaffungen können europäische Staaten und Behörden eine wichtige Rolle bei der Umsetzung innovativer Lösungen und Entwicklung neuer Märkte spielen und zugleich zur qualitativen Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen beitragen. Die Europäische Kommission hat mehrere Initiativen auf den Weg gebracht, um das innovative Potenzial öffentlicher Aufträge in der EU optimal auszuschöpfen. Eine aktuelle Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen innerhalb des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) konzentriert sich auf Bereiche, die durch große gesellschaftliche Herausforderungen gekennzeichnet sind.
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Die EU betrachtet die soziale Innovation als eines der maßgeblichen Werkzeuge, mit deren Hilfe Europa sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen kann, und hat deshalb in jüngster Zeit eine Reihe von Initiativen präsentiert, um die Öffentlichkeit für diesen Begriff zu sensibilisieren und den privaten Sektor zur Mitwirkung zu ermuntern. Im Zentrum dieser Strategie steht die kürzlich gestartete Initiative „Soziale Innovation für Europa“. Zudem eröffnet gesellschaftlicher Wandel auch neue Geschäftsmöglichkeiten zur Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produkte in Bereichen wie Pflege, Verkehr und Bildung.
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In der Industriepolitik können Innovationen im Dienstleistungsbereich eine wichtige Rolle übernehmen, da sie die europäischen Unternehmen verändern und somit einen bedeutenden Beitrag zur „Europa 2020“-Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum leisten können. Dies ist eine der wesentlichen Schlussfolgerungen eines Berichts, den der Expertenausschuss für Dienstleistungsinnovationen in der EU vorgelegt hat und in dem Empfehlungen zu fünf Bereichen ausgesprochen werden, um dieses Ziel zu erreichen.
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Dem neuen Leistungsanzeiger der Innovationsunion zufolge hat die Europäische Union im Bereich Innovation Fortschritte zu verzeichnen, verliert jedoch gegenüber einigen Mitbewerbern an Boden. Dies zeigt, dass die EU-Mitgliedstaaten ihre Anstrengungen zur Steigerung des Innovationspotenzials verstärken müssen, um Ideen in neue Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum zu verwandeln. Durch Bündelung der Kräfte im Rahmen der Leitinitiative „Innovationsunion“ sollte Europa dazu in der Lage sein.
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Während die elektronische Rechnungsstellung Kunden und Unternehmen erhebliche Zeit- und Kostenersparnisse verspricht, gibt es noch immer einige Hürden auf dem Weg zu ihrer vollständigen Einführung. Die Europäische Kommission hat kürzlich einen Plan vorgelegt, um Europa bei der vollen Ausschöpfung der Vorteile elektronischer Rechnungsstellung zu unterstützen.
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Die Europäische Kommission hat ein anspruchsvolles Konzept zur Förderung des Innovationspotenzials in Europa vorgelegt, um Ideen in Arbeitsplätze und umweltfreundliches Wachstum umzusetzen. Dieser strategische Ansatz konzentriert die Bemühungen auf wichtige Herausforderungen wie Klimawandel, Energie- und Nahrungsmittelsicherheit, Gesundheit und die Alterung der Bevölkerung. Zudem sollen die Zusammenarbeit zwischen privatem und öffentlichem Sektor verbessert und Engpässe beseitigt werden, die verhindern, dass es Ideen bis zur Marktreife schaffen.
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Unternehmenscluster sind zu einem Motor für wirtschaftliche Entwicklung und Innovation in der EU geworden. Auf einer neulich in Brüssel veranstalteten Konferenz ist man jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass für eine internationale Wettbewerbsfähigkeit der Akzent stärker auf Exzellenz und Qualität gelegt werden muss. Eine Reihe von EU-Initiativen strebt dies unter anderem durch bessere Kontakte zwischen Forschung und Industrie an.
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Eine effizientere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) kann die europäische Modeindustrie, die sich einem scharfen internationalen Wettbewerb ausgesetzt sieht, durch Stärkung ihrer Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit bei der Bewältigung dieser Herausforderung unterstützen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt sich die Europäische Kommission für eine gesamteuropäische Initiative zur Förderung durchgängiger digitaler Lieferketten in verschiedenen Industriezweigen und Dienstleistungsbereichen ein. Die Unternehmen der Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie gehören zu den ersten, die von dieser Initiative profitieren.
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Für den europäischen Dienstleistungssektor, der immer stärker auf Forschung und Entwicklung, Patente sowie neue und effizienzsteigernde Betriebsabläufe setzt, spielt Innovation eine herausragende Rolle. Viele Unternehmen jedoch schöpfen das Innovationspotenzial noch immer nicht voll aus und sind zudem der Meinung, dass die ihnen gebotene Innovationsförderung nicht ganz ihren Bedürfnissen entspricht. Die jährliche Partnering-Veranstaltung von Europa INNOVA ging der Frage nach, wie Innovation im Dienstleistungsbereich am besten gefördert werden kann.
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Lediglich die Artikeltexte können reproduziert werden, sofern die Quelle des jeweiligen Artikels angegeben wird: Magazin Unternehmen & Industrie (http://ec.europa.eu/enterprise/magazine/index_de.htm), © Europäische Union, 2008 - 2012