30/01/09 Industriepolitik
Die Glas- und Keramikindustrie Europas ist auf dem richtigen Weg

Die Europäische Kommission finanziert die aktuellsten Studien über die Glas- und Keramikindustrien Europas, welche Managern und politischen Entscheidungsträgern wertvolle Informationen bereit stellen, um den Herausforderungen des globalen Wettbewerbs erfolgreich zu begegnen.
Ziel der Studien ist es, ein Bild über den aktuellen Stand der Glas- und Keramikindustrie innerhalb der EU sowie einen Überblick über die vorhandenen Strategien und Lösungsvorschläge zu schaffen. Die untersuchten Strategien beschäftigen sich vorwiegend mit den Themen und Gründen für eine verminderte oder verhinderte Wettbewerbsfähigkeit. Dieser Überblick ist besonders in der derzeitigen Situation, in der die Glas- und Keramikindustrien ebenfalls von der Finanzkrise betroffen sind, von großer Bedeutung.
Diese Studien über den Glas-
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und Keramik
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sektor sowie eine weitere Studie über die Stahlindustrie, zählen zu den Ersten, welche in Verbindung mit dem Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) erstellt wurde. Die Berichte wurden dabei von unabhängigen und EU-finanzierten Gutachtern verfasst.
Das von 2007 bis 2013 laufende CIP-Programm bietet Hilfestellungen für europäische Unternehmen an, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Im Zentrum dieses Bemühens stehen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Das Programm unterstützt Maßnahmen zur Innovationsförderung, zum besseren Zugang zu Finanzmitteln und zur Bereitstellung von Unterstützungsdiensten.
Die Glas und Keramik verarbeitenden Industrien zählen gemäß der Mitteilung zur Industriepolitik (aus dem Jahr 2005) zu den 27 Sektoren, die aus einer integrierteren Industriepolitik in der EU einen Nutzen ziehen könnten.
Herausforderungen für beide Sektoren
Das größte Problem für die Wettbewerbsfähigkeit der Glas- und der Keramikindustrie, und damit eine Hauptursache für deren Marktanteilverlust im Verlauf des letzten Jahrzehnts, sind, wenn man diese mit den aufstrebenden Volkswirtschaften China und Indien vergleicht, die Produktionskosten in Europa.
Davon sind auch die Kosten für Energie und Umweltschutz betroffen. Beide Sektoren sind höchst energieintensiv und dem Emissionshandelssystem (ETS) unterstellt, welches das Hauptinstrument der EU gegen den Klimawandel darstellt, sowie internationale Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgase behandelt.
Die Glas- und Keramikindustrien unterliegen auch weiteren bedeutenden Gesetzesvorschriften im Umweltbereich, wie zum Beispiel der Richtlinie zur "Integrated Pollution Prevention and Control" (IPPC) und der REACH-Verordnung für Chemikalien.
Der Erfolg dieser beiden Industrien und ihrer Herangehensweise an die Senkung der Produktionskosten sowie der Kosten für Umweltanforderungen wird beeinflussen, wie die EU politisch reagieren wird, um Hersteller bei der Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen sowie um deren wirtschaftliches Überleben zu sichern.
Beide Sektoren können als traditionelle, alteingesessene und technologisch ausgereifte Industrien bezeichnet werden. Sie sind von großer Bedeutung für Wachstum und Beschäftigung in der europäischen Wirtschaft. Einige Hersteller aus den verschiedenen Teilsektoren beliefern lokale und regionale Märkte, andere wiederum sind multinationale Unternehmen auf globaler Ebene.
Die Produktion in beiden Sektoren befindet sich generell in einem Aufwärtstrend oder ist zumindest konstant. Die Beschäftigungszahlen befindet sich generell in einem leichten Abwärtstrend, während die Produktivität je beschäftigter Person im Allgemeinen steigt.
Stand der Industrie
2007 hat die EU 37 Millionen Tonnen Glasprodukte (Container, Flachglas, Fasern, Tafelgeschirr und Spezialglas) im Wert von rund 39 Milliarden Euro hergestellt und damit 32% der weltweiten Produktionsmenge erzielt. Generell gesehen konnte die Produktion seit dem Jahr 2000 allerdings keine bedeutenden Zuwächse verzeichnen. Weiterhin ist die Anzahl der bei den wichtigsten Glasherstellern der EU beschäftigten Arbeitskräfte um etwa 24% auf 234 000 Personen gesunken.
Verglichen mit der Keramikindustrie ist der Glassektor relativ stabil und stärker globalisiert. Große, multinationale Unternehmen dominieren zahlreiche Industriezweige des Glassektors. Etwa 68% der Gesamtproduktion des Glassektors findet sich in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und im Vereinigten Königreich.
Das Handelsvolumen außerhalb der EU ist mit einem Umfang von etwa 5-10% von Produktion und Verbrauch gering.
Die Produktion von Keramik verschiedener Art (Wand- und Bodenfliesen, Ziegel und Dachziegel, Sanitärprodukte, Tafelgeschirr, technische Keramik, feuerfeste Produkte und Tonrohre) hatte gemäß den aktuellsten Daten von 2006 einen Wert von 28 Milliarden Euro. 2006 waren 221 000 Personen im Keramiksektor beschäftigt, im Jahr 2000 hingegen noch 235 000.
Die meisten der 2000 europäischen Unternehmen im Keramikbereich sind KMU und konzentrieren sich auf bestimmte geographische Gebiete. Im Glasbereich hingegen sind 1300 Unternehmen vertreten. Die Hauptproduktionsgebiete dieser Unternehmen sind in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Spanien und Italien zu finden. Etwa 20 bis 25% der Keramikproduktion der EU werden außerhalb der EU exportiert.
Die Herausforderung der Globalisierung und des gesteigerten Wettbewerbs annehmen
Unternehmen in beiden Sektoren müssen sich den härteren Bedingungen durch die Globalisierung und dem gesteigerten Wettbewerb auf ihren inländischen Märkten durch Länder wie China und Indien stellen. Eine weitere damit verbundene Herausforderung sind die Energiekosten sowie die Erfüllung der Klimawandelanforderungen.
Zum Beispiel hat sich die Finanz- und Ertragslage der Glasindustrie seit 2000 insgesamt verschlechtert, die Reingewinnmarge ist gesunken. Der Studie zufolge ist ein Großteil dieses Leistungsrückgangs auf die steigenden Kosten in Europa zurückzuführen, insbesondere bezüglich Energie, Arbeit und Einhaltung der Rechtsvorschriften im Umweltbereich.
Die Studie zeigt, dass Glasproduzenten innerhalb der EU andere Wettbewerbs- Voraussetzungen haben als Produzenten aus konkurrierenden Nicht-EU-Ländern. Die europäischen Unternehmen sind bedeutend höheren Kosten ausgesetzt, da in Nicht-EU-Ländern die Gesetzgebung in den Bereichen Umweltschutz und Sicherheit weniger streng ist. Zusätzlich bestehen bedeutende außertarifliche Barrieren für den Handel mit Märkten von Drittländern.
Der Keramiksektor steht denselben Herausforderungen betreffend der generellen Kosten und Energiekosten gegenüber. Der Sektor muss sich in unmittelbarer Zukunft aufgrund des Konjunkturrückgangs einer Zeit voller Herausforderungen stellen, so die Studie. Zahlreiche Teilsektoren des Keramiksektors, die stark vom Bausektor abhängen, sind besonders anfällig, da die Investitionen im Lauf der kommenden Monate weiterhin abnehmen werden.
Länder wie China und die Türkei, welche in den EU-Märkten mit niedrigen Preisen EU-Unternehmen Konkurrenz machen, aber auch anhaltende Zugangsbeschränkungen zu einigen Nicht-EU-Märkten, sowie die seit 2000 schrittweise zunehmende Aufwertung des Euro im Vergleich zu den meisten anderen Währungen erhöhen den Druck auf die Industrie.
Über Globalisierung und Energiekosten hinaus beeinflussen noch weitere Themen diese Sektoren, wie unter anderem die mangelnde Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte auf Designs und Techniken und die zunehmende Konkurrenz durch Ersatzprodukte aus Kunststoff, Karton, Stahl und Aluminium.
Strategische Reaktionen
Um die Wettbewerbsfähigkeit beider Industriesektoren auch in Zukunft zu erhalten, führt die Studie einige allgemeine strategische Antworten an, wie EU-Entscheidungsträger und Industriemanager die Glas- und Keramikindustrie wieder zum Wachsen bringen können.
In den Sektoren Glas und Keramik wurde die Industrie ermutigt, neue Wege zu suchen und eine führende Position durch die Entwicklung von Marken, Designs und Dienstleistungen sowie die Verbesserung von Produkten durch Innovation und durch die Verstärkung von Forschung und Entwicklung neuer Materialien zu erreichen.
Beiden Sektoren wurde geraten, die Effizienz und Flexibilität ihrer Produktion zu erhöhen und in den Bereich Forschung und Entwicklung zu investieren. Durch Investitionen in saubere Technologien müssen sich diese Sektoren auch aktiver für die Reduzierung des Energieverbrauchs einsetzen. Ein weiterer Teil jener Strategie, welche die Industrie zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit einschlagen sollte, sind die Förderung der Arbeitskräfte sowie deren Motivation für lebenslanges Lernen.
Durch die Verbesserung der Funktionalität der Energiemärkte, die Bekämpfung von Fälschungen sowie die Reduzierung von Zolltarifen und außertariflichen Barrieren können politische Entscheidungsträger bereits jetzt faire Wettbewerbsbedingungen fördern.
Konsequente Umsetzung der Vorschläge
In Bezug auf die Politik macht die EU in allen Belangen Fortschritte um Barrieren zu beseitigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Zusätzlich wurde im Juli 2007 eine Bewertung der "Mitteilung der Kommission zur Industriepolitik" von Oktober 2005 angenommen.
Weiterhin fand im Mai 2007 eine hochrangige Konferenz zwischen Industrie, Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und politischen Vertretern statt. Das Protokoll dieser Konferenz ist auf der Europa-Website
verfügbar.
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Andere Beschäftigungs-, Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen sowie unterschiedliche Baumaterialien und -produkte: Bauunternehmen, die in einem anderen EU-Mitgliedstaat tätig werden wollen, müssen wissen, was im neuen Markt anders ist. Die EU-Kommission hat deshalb verschiedene Initiativen gestartet, um Betrieben bei diesen Schwierigkeiten zu helfen. So können Baufirmen in anderen EU-Staaten erfolgreich sein.
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Nur wenige Monate nachdem die Europäische Kommission ihre Pläne vorgelegt hat, den Beitrag der Industrie zum BIP der EU von 16% auf 20% zu erhöhen, wird am 6. Juni die Konferenz Industriepolitik in Brüssel über die bisher erreichten Fortschritte diskutieren, insbesondere welche Maßnahmen unmittelbar zu industriellen Wachstum beitragen können.
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Seit fast 30 Jahren können Produkte frei in Europa verkauft werden, unter der Voraussetzung, dass die Hersteller der Produkte garantieren, dass die Produkte sicher sind (zum Beispiel Haartrockner, Spielzeuge, Smartphones oder Fernseher). Dafür testen und zertifizieren die in der NANDO-Datenbank gelisteten Organisationen, ob diese Produkte den „grundlegenden Anforderungen“ des geltenden EU-Rechts entsprechen, das heißt sicher sind. Die Zertifizierungsstellen sind für die Konformitätsbewertung von Produkten aus der EU und aus Drittländern zuständig.
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Obwohl wir im Binnenmarkt die Vorteile des freien Warenverkehrs genießen, können mehr als 15.000 nationale technische Vorschriften Unternehmen den Verkauf ihrer Produkte in anderen Mitgliedstaaten erschweren – egal ob es um Fahrräder oder Nahrungsmittel geht. Um mögliche Handelsbarrieren rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern, steht ein effektives Instrument zur Verfügung: das Notifizierungsverfahren der Richtlinie 98/34/EG. Neue technische Vorschriften müssen demnach noch vor ihrer Einführung der Kommission mitgeteilt werden. Hindernisse für den Handel können so vermieden werden.
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Jedes Ladegerät für jedes Handy nutzen können: Dies war das Ziel einer Absichtserklärung (AE), die die Europäische Kommission 2009 mit Handyherstellern unterzeichnete. Mit Erfolg, denn mittlerweile haben die meisten neuen Geräte ein kompatibles Ladegerät auf der Basis der Mikro-USB-Technologie. Die AE endete zwar 2012. In einem Interview mit dem Magazin Unternehmen & Industrie erläutert Antonio Tajani, Vize-Präsident der Europäischen Kommission, wie wichtig kompatible Ladegeräte sind und was die Kommission zu deren Erreichung tut.
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Längst haben Schwellenländer europäische Staaten in Sachen Wirtschaftswachstum überholt. Doch was wie eine schlechte Nachricht klingt, bietet Chancen: Die EU-Kommission arbeitet daran, die Tür zu diesen Boom-Märkten weit aufzustoßen. In ihrem Auftrag reisen Wirtschaftsdelegationen nach Afrika, Lateinamerika und Asien. Die dabei gewonnenen Einblicke sollen hiesigen KMU den Einstieg in die Schwellenmärkte erleichtern – und somit das Wirtschaftswachstum in Europa fördern.
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Ungerechtfertigte technische Barrieren können den Welthandel stören. Um solche Hemmnisse abzubauen, hat die WTO bereits 1995 das Abkommen über technische Handelshemmnisse, kurz TBT (Technical Barriers to Trade), verabschiedet. Ihm liegt ein Anmeldeverfahren zugrunde, demzufolge alle Vertragsparteien verpflichtet sind, den anderen WTO-Mitgliedern Einblick in ihre geplanten technischen Vorschriften und Konformitätsbewertungsverfahren zu gewähren. Die EU-Kommission unterstützt diese Absicht mit einer speziellen TBT-Datenbank. Hier können sich die EU-Mitgliedstaaten, Wirtschaftsakteure, aber auch die interessierte Öffentlichkeit allgemein über die offiziellen TBT-Anmeldungen der einzelnen Länder informieren.
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Da Spielzeuge für Kinder bestimmt sind, ist es wichtig, die Einhaltung von zusätzlichen Vorschriften für die Sicherheit zu gewährleisten. Daher haben sich die Niederlande - einer der Hauptimporteure von Spielzeug in der EU - mit China - einem der Hauptlieferanten von Spielzeug in die EU - zusammengetan und einen Aktionsplan mit dem Namen „Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit von Spielzeug" unterzeichnet. Die sich daraus ergebende Zusammenarbeit fördert die Sicherheit von Spielzeug und dadurch auch die Sicherheit der Kinder.
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Um der Wirtschaft in Europa zu neuem Wachstum zu verhelfen, muss stärker auf die Realwirtschaft gesetzt werden. Mit einem detaillierten Maßnahmenplan setzt die EU deshalb alles daran, dem derzeitigen Abwärtstrend entgegenzusteuern und gleichzeitig die Industrialisierung Europas zu stärken. Derzeit trägt die Industrie mit knapp 16 % zum BIP bei. Bis zum Jahr 2020 will die EU diesen Anteil auf 20 % steigern.
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Die „Europe-China Standards Informations Platform“ (CESIP) liefert chinesischen und europäischen Unternehmen wertvolle zweisprachige Informationen zu Tausenden von Regelungen – von technischen Vorschriften bis hin zu Marktzugangsanforderungen. Außerdem zeigt die im Oktober letzten Jahres gegründete Plattform Wege auf, um die Zusammenarbeit zu verbessern und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
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Eine Reform des europäischen Normungssystems ermöglicht es kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU), am Normungsprozess mitzuwirken. Denn europäische Normen sind fester Bestandteil des Binnenmarktes: Sie beseitigen die Verwirrung und Ineffizienz, die divergierende nationale Normen verursachen, und steigern den Wettbewerb im Binnenmarkt zum Nutzen von Unternehmen und Verbrauchern.
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Die europäische Automobilindustrie ist eine bedeutende Triebkraft der Wirtschaft in Europa. Jedoch steht sie gegenwärtig einer Reihe von dringenden Herausforderungen gegenüber. Die Empfehlungen der hochrangigen Gruppe CARS 21 sollen den Industriezweig unterstützen, eine nachhaltige Zukunft anzusteuern, die wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze bringt. Sauberere alternative Kraftstoffe und Fahrzeuge sowie die Entwicklung von anspruchsvollen Verkehrssicherheitstechnologien und ein besserer Zugang zu Drittmärkten sind Bestandteil dieser bis 2020 reichenden Vision.
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Die Europäische Kommission entwickelt zurzeit Strategien für eine radikale Umgestaltung der europäischen Industrie, um nachhaltiges Wachstum voranzutreiben und Arbeitsplätze zu schaffen. In diesem Zusammenhang hat die Kommission eine öffentliche Konsultation gestartet und Interessenvertreter befragt, um eine Halbzeitbilanz ihrer Industriepolitik zu ziehen. Der Schwerpunkt der Bewertung liegt auf der Entwicklung einer beschränkten Anzahl an neuen Initiativen, die kurz- bis mittelfristig wesentliche Ergebnisse liefern können.
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Bei einer zweitägigen Konferenz kamen bedeutende Akteure und politische Entscheidungsträger in Brüssel zusammen, um über Herausforderungen im Gesundheitswesen und Möglichkeiten für diesbezügliche Innovationen zu diskutieren. Der Zugang zu Patentinformationen und der Aufbau lokaler Kapazitäten waren zwei der interessantesten Themen im Rahmen der Sitzung ‘Besserer Zugang zu Medikamenten in Afrika, wo liegen die Lösungen: im In- oder Ausland?’
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Bei einer Konferenz in Mailand diskutierten Interessenvertreter aus den europäischen Ländern und den südlichen Anrainerstaaten des Mittelmeers mögliche Partnerschaften der Nachbarländer, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen durch eine engere Kooperation zu verbessern.
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Rohstoffe sind ein wichtiges Thema, da eine nachhaltige Rohstoffversorgung für viele Bereiche wie die Entwicklung und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit ausschlaggebend ist. Bei der hochkarätigen Konferenz zur Rohstoff-Kooperation zwischen Afrika und der EU waren deshalb eine verantwortungsbewusste Regierungsführung (Schlagwort "Good Governance"), Investitionen & Infrastruktur sowie geologisches Know-how & Fertigkeiten die drei wichtigsten Diskussionsthemen.
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Der Start der beiden ersten Galileo-IOV-Testsatelliten (In-Orbit Validation) am 21. Oktober 2011 war für das globale Satellitennavigationssystem (GNSS) der Europäischen Union ein denkwürdiger Tag, und dieses Projekt wird weitere wichtige Meilensteine erreichen. Während die Europäische GNSS-Aufsichtsbehörde ihren Hauptsitz noch nach Prag verlegen wird, wurden bereits im Februar in London in Anwesenheit von Vizepräsident Tajani neue Verträge für Satelliten und Abschussrampen unterzeichnet, die gewährleisten sollen, dass Galileo auf gutem Wege ist, den Zeitplan zur Lieferung seiner ersten Dienste im Jahre 2014 einzuhalten. Die potenziellen Vorteile für die europäische Industrie und die Wirtschaft insgesamt sind immens.
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Mit dem erfolgreichen Start der ersten beiden betriebsfähigen Galileo-Satelliten am 21. Oktober 2011 hat Europa endgültig die globale Bühne für Satellitennavigation betreten. Hierbei geht es um mehr als Prestige – angesichts der derzeitigen Wirtschaftskrise geht es um Vorrang für Wachstum und Beschäftigung. Satellitennavigationstechniken spielen in der Weltwirtschaft und im Leben der Bürger eine immer größere Rolle. Die Bürger Europas und Unternehmen grundsätzlich aller Sektoren sollen von Galileo profitieren.
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Die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit erfordert eine solide Industrie- und KMU-Politik auf nationaler Ebene sowie eine wirksame Koordination auf EU-Ebene. Die Europäische Kommission ist daher zur Förderung und Überwachung von strukturellen Verbesserungen bereit, die für die Sicherstellung nachhaltigen Wachstums eine wichtige Rolle spielen können. Zwei jüngst veröffentlichte Berichte vermitteln einen wertvollen Überblick über die derzeitige Situation in Europa und benennen Kernbereiche, in denen Handlungsbedarf besteht.
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Lediglich die Artikeltexte können reproduziert werden, sofern die Quelle des jeweiligen Artikels angegeben wird: Magazin Unternehmen & Industrie (http://ec.europa.eu/enterprise/magazine/index_de.htm), © Europäische Union, 2008 - 2012